„Nadelmarkt 2017“ in Historischer Fabrikanlage

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Das Stadtmuseum Iserlohn lädt am Samstag, 1., und Sonntag, 2. April, jeweils 11 bis 18 Uhr, zum neunten Mal zum Nadelmarkt in die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf ein. (Foto: Stadt Iserlohn)

Auch in diesem Jahr geht beim Themenmarkt im Museum Barendorf in Iserlohn nichts ohne die Öhrnadel. In Anlehnung an die für Iserlohn ehemals so bedeutende Nadelfabrikation werden Designer und Manufakturen Produkte vorstellen, zu deren Herstellung die Öhrnadel ein wichtiges Arbeitsgerät ist. Das Stadtmuseum Iserlohn lädt am Samstag, 1., und Sonntag, 2. April, jeweils 11 bis 18 Uhr, zum neunten Mal zum Nadelmarkt in die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf, Baarstraße 220 -226 ein.

Die Produkte der Teilnehmer sind gekennzeichnet von hoher Qualität und sorgfältiger Verarbeitung der Materialien.

Feines Handwerk - feines Werkzeug

Alle der über dreißig Aussteller demonstrieren mit ihren Arbeiten die Bandbreite handwerklichen wie gestalterischen Könnens: feine, erlesene historische wie zeitgenössische Stickereien, Bekleidungsdesign in kunstvoller Ausarbeitung, Schals, extravagante Hüte, edle Wohntextilien, einfallsreich gequiltete Wandbehänge und Überwürfe, Teppiche aus Filz, handgefertigte Taschen und Accessoires aus hochwertigen Materialien, Kinderbekleidung und fröhliche Kinderzimmerdekorationen. Auch verschiedene Schmuckgestaltungen, unter anderem aus Teilen alter Musikinstrumente gefertigt, werden viele Interessierte begeistern.

Anleitungen und Schnitte

Im Zubehörbereich finden die Besucher des Nadelmarkts Stoffe und Knöpfe - und für solche, die vorzugsweise ihre Kleidung selber nähen - Anleitungen und Schnitte auch für historische Kostüme. Wie in den vergangenen Jahren werden Scheren aus Solingen angeboten. Die einzige heute noch in Iserlohn ansässige Nadelfabrik offeriert allerlei Nähzubehör.
Vorführungen

Rund um die Nadel: Einblick in handwerkliche Projekte

Der in Barendorf tätige Kunsttischler Konrad Horsch öffnet an diesen Tagen seine Werkstatt und gibt Einblick in seine handwerklichen Projekte rund um die Nadel. Nils Bergauer, laut FAZ.NET (26.12.2016) einer der jüngsten Inhaber einer Lederhandschuhmanufaktur und einer der letzten seiner Zunft, wird vor Ort mit seinen historischen Maschinen diejenigen Arbeitsschritte vorführen, die zur Ausarbeitung eleganter Lederhandschuhe notwendig sind. Bei Ingmar Pons, Frankfurt, können Interessierte die Herstellungsweise fadengebundener Bücher beobachten.

Führung zum Auftakt

Zum Auftakt des Nadelmarkts wird am Freitag, 31. März, um 15 Uhr eine Führung im dann wiedereröffneten Stadtmuseum Iserlohn (Fritz-Kühn-Platz 1) zur Wirtschaftsgeschichte der Stadt angeboten.
Bei Führungen am Samstag und Sonntag im Nadelmuseum in Barendorf können technikinteressierte Besucher Einblick in die historischen Herstellungsabläufe der Nadelfabrikation erhalten.

Kleine Workshops

Kleine Workshops für Kinder und Jugendliche um das Nähen runden das Angebot ab:
Samstag, 14 Uhr: Nähen mit Leder (Peter Häusser) Samstag und Sonntag (jeweils 11 und 16 Uhr): Kleine Kreationen mit Nadel und Faden (Julia Keune)
Das Café Barendorf und die Außengastronomie sorgen mit allerlei Spezialitäten für das leibliche Wohl.

Zum Ort des Geschehens

Im Baarbachtal in Iserlohn liegt die Historische Fabrikanlage. Sie beherbergt seit 1987 das Nadelmuseum. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass sich hier seit einigen Jahren ein in dieser Form eher seltener Themenmarkt etabliert hat. Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf, ein Fabrikendorf aus dem frühen 19. Jahrhundert, ist eines der bedeutendsten technischen Kulturdenkmäler Südwestfalens und Ankerpunkt der vor- und frühindustriellen Technikroute ‘WasserEisenLand’ sowie der Tälerroute der Industriekultur innerhalb der Europäischen Route der Industriekultur.

Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt’s telefonisch im Stadtmuseum Iserlohn unter der Rufnummer 02371 / 217-1960, per E-Mail an museum@iserlohn.de oder
hier
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