Charlie Award: Auszeichnung für regionale Helden

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Der Verein "Flaschenkinder e.V." aus Iserlohn wird mit dem Charlie Award ausgezeichnet. (Foto: Campus Symposium)

Drei unterschiedliche Persönlichkeiten und Initiativen und doch haben sie ein gemeinsames Ziel: Sich für andere Einsetzen und Missstände in der Region und darüber hinaus bekämpfen. So werden in diesem Jahr der Verein ‚Afghanische Kinderhilfe Deutschland e.V.‘, ‚Lutz Malaschöwski‘, und der Verein ‚Flaschenkinder Iserlohn e.V.‘ mit dem Charlie Award für ihr Engagement geehrt.

Kinder, die in einem Land leben, dass wie Afghanistan durch den Krieg gezeichnet ist, fehlen oft die elementarsten Dinge in ihrem Leben: sauberes Wasser, ausreichend zu essen, ein Dach über dem Kopf, ein Bett. Auch Krankenversorgung und Schulbildung genießen hier die wenigsten. Um die Situation vor Ort zu verbessern gründeten mehrere Afghanen, die in den 1980er Jahren aus Afghanistan fliehen mussten, gemeinsam mit deutschen Freunden, die ‚Afghanische Kinderhilfe Deutschland e.V.‘ (AKHD).

Hilfe zur Selbsthilfe

Das Ziel des Vereins, der seine Wurzeln in Hagen hat, ist die Unterstützung von Projekten in Afghanistan, die dabei helfen sollen die Lebenssituation der Kinder vor Ort zu verbessern. Mit Geld- und Sachspenden wurde Hilfe zur Selbsthilfe geleistet und unter anderem zwei Tageskliniken und eine berufsvorbereitende Schule im Großraum Kabul eröffnet. Dieses Engagement soll nun mit dem Charlie Award in der Kategorie ‚Regionaler Preis‘ geehrt werden.

Eine bessere Kindheit für ‚Flaschenkinder‘

Die Situation von Kindern aus Familien in denen ein oder beide Elternteile alkoholkrank sind, wird oftmals vom sozialen Umfeld unterschätzt. Kinder aus suchtbelasteten Familien erleben nur sehr selten eine sorglose und glückliche Kindheit. Betroffene leiden oft ihr Leben lang. Dies hat sich ein weiterer Preisträger des Charlie Awards in der Kategorie ‚Regionaler Preis‘ zu Herzen genommen.
Durch den Verein ‚Flaschenkinder e.V. ‘ ist in Iserlohn eine von sehr wenigen Anlaufstellen für Kinder mit alkoholkranken Eltern entstanden.
Der Verein setzt sich dafür ein, betroffenen Kindern eine bessere Kindheit zu ermöglichen und ihnen einen Weg aufzuzeigen, mit der Krankheit der Eltern besser umzugehen. Mit Informationsveranstaltungen an Schulen, Jugendzentren, Arztpraxen und psychologischen Einrichtungen setzt sich der Verein für diese Randgruppe ein und erinnert daran, dass diese Menschen die Hilfe und den Halt unserer Gemeinschaft dringend benötigen.

Spenden-Tour gegen Armut in Sri Lanka

Eine Urlaubsreise nach Sri Lanka im Jahre 1980 war der Auslöser für das umfangreiche karitative Engagement von Lutz Malaschöwski. Zur Silberhochzeit fuhr er mit seiner Ehefrau an die Südwestküste des Inselstaates und wurde abseits der Hotelanlage mit der unglaublichen Armut der Bevölkerung konfrontiert. Das Ehepaar beschloss Hilfe zu leisten. Zunächst kauften sie Einrichtungsgegenstände für bedürftige Familien und stellten Stoffe zum Nähen von Kleidung zur Verfügung. Später wurde Malaschöwski ‚Architekt‘ und konnte durch großzügige Förderer und Spenden 68 Steinhäuser und 10 Kindergärten erbauen. Rund 40 Wochen im Jahr geht er in Deutschland mit seiner Spendendose für sein Lebenswerk auf Spenden-Tour. Für sein außergewöhnliches humanitäres Engagement erhielt der Iserlohner im letzten Jahr das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und wird in diesem Jahr mit dem Charlie Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Engagement für Kinder

Neben den Regionalen Preisträgern werden ebenfalls die Neven Subotic Stiftung, Detlev Jöcker und der Verein Kinderlachen e.V. den Charlie Award erhalten. Die drei weiteren Preisträger setzen sich weltweit für Kinder ein und geben so vielen Mädchen und Jungen die Möglichkeit, ein besseres Leben zu führen.
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