Clubs packen an: Tatkräftige Unterstützung für Hospiz Mutter Teresa in Letmathe

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Unter dem Motto „Gemeinsam helfen - gemeinsam anpacken“ wollen die Service-Clubs im Raum Iserlohn den Garten des erweiterten Hospizes in Iserlohn-Letmathe anlegen und gestalten - nicht „nur“ durch finanzielle Unterstützung, sondern auch ganz praktisch und tatkräftig.

12 Service-Clubs im Raum Iserlohn packen gemeinsam an für die gute Sache - das hat es hier so noch nicht gegeben. Mit einem wirklich tatkräftigen Projekt wollen sie ihr gesellschaftliches Engagement unter Beweis stellen.

Die Mitglieder von Rotary, Inner Wheel, Lions, Zonta, Rotaract und Leo haben sich ein großes Ziel gesteckt. Sie wollen die neue Gartenanlage des erweiterten Hospizes in Letmathe gestalten. Erstmals wird so ein Vorhaben im Zusammenschluss aller ortsnahen Service-Gruppen im Raum realisiert. „Der Aspekt unmittelbaren Helfens und Handelns steht für uns alle im Vordergrund. Wir wollen uns ganz bewusst nicht nur durch Geldspenden einsetzen, sondern selbst praktisch Hand anlegen“, erklärt Dirk Jedan, Projektbeauftragter des federführenden Rotary-Clubs Iserlohn-Waldstadt, am Montagabend im SASE-Forum.
Entstanden ist die Idee im letzten Sommer. Seitdem haben verschiedene Treffen stattgefunden, in denen die Mitglieder Informationen und Erfahrungen ausgetauscht haben. „Wir haben uns langsam in das Thema eingearbeitet“, so Jedan. Von der frühen Planung über die Materialbeschaffung bis zum Pflanzen vor Ort sehen die Clubs ihre Aufgabe. „Wir wollen dem Hospiz einen Garten schenken mit vielen Facetten, die diesen Menschen auch gerecht werden.“
Dabei nehme so ein Vorhaben schnell enorme Dimensionen an. „Wir haben daher das Projekt in drei Stufen eingeteilt: Pflicht, Kür und ,nice to have‘. In enger Abstimmung mit den Mitarbeiterinnen im Hospiz habe man dann überlegt und Vorstellungen entwickelt.
Zur „Pflicht“ gehöre es, eine Begrünung zu schaffen und Wege, die für Rollator und Rollstuhl geeignet seien. „Schön wäre es, wenn Hochbeete möglich wären, in denen man Blumen und auch Gemüse pflanzen könnte. „Auch eine Feuerstelle und ein Wasserspiel wären schön - das empfinden wir als wichtig“, so der Projektbeauftragte. Eventuell sei auch eine besondere Beleuchtung angedacht.
„Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, die möglichst nah an der Normalität ist“, erklärte Andreas Thiemann, Öffentlichkeitsbeauftragter des RC Iserlohn-Waldstadt. „Das ist auch für die Angehörigen wichtig, denn auch sie befinden sich in einer Extremsituation.“
Das Gesamtinvestment beträgt rund 25.000 Euro. „Es ist ein nachhaltiges Projekt, mit dem wir uns die nächsten zwei, drei Jahre beschäftigen werden.“ Natürlich müsse so ein Garten dann auch unterhalten werden. Aber: „Das darf kein Wirtschaftsfaktor sein - da geht es um die Würde des Menschen“, erklärte Bernd Vangerow, Präsident des RC Iserlohn-Waldstadt.

Pflanzung im August/ September
Die Vorarbeiten laufen, voraussichtlich im August oder September soll dann gepflanzt werden. „Wir werden die Pflanzen mit unserer Hände Arbeit einpflanzen“, so Jedan. „Damit wollen wir zeigen, dass uns das ein ganz besonderes Anliegen ist.“
Bernd Vangerow sieht in dieser umfassenden Hospiz-Unterstützung zugleich eine modellhafte Chance in eigener Sache. „Wir bezeichnen uns doch alle als Service-Clubs. Das heißt, wir wollen in und mit unseren Club-Gemeinschaften für die Gemeinschaft aller dienen. Wir wollen einen sinnvollen Dienst tun. Und das erscheint uns im Hinblick auf die so wichtige und segensreiche Hospiz-Arbeit in Iserlohn-Letmathe als eine geradezu ideale Möglichkeit.“
Im Anschluss an die Vorstellung des Projekts hielt Franz Müntefering, Vizekanzler und Bundesminister a.D., einen Vortrag zum Thema „Demographie - Sterbehilfe-Hospiz“ - für die Anwesenden war dies praktisch der Auftakt zur gemeinsamen Hilfsaktion. Müntefering zollte dem Projekt damit Respekt und Anerkennung. „Sie können stolz sein auf diese Art der Hospizhilfe.“
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