Die Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm hatte zur Begehung des Steinbruchgeländes eingeladen.

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  Hier eine Stellungnahme der Bürgerinitiative:

Die Entscheidung der Stadt Hagen, dem Antrag der Hohenlimburger Kalkwerke (HKW) auf Erweiterung des Steinbruchs Steltenberg auf Letmather Gebiet stattzugeben, war zu erwarten. Trotzdem sind wir enttäuscht von der Selbstverständlichkeit, mit der sich Politik und Verwaltung der Stadt Hagen über die Belange ihrer Nachbargemeinde hinwegsetzen.
Viele Bürger aus Hohenlimburg und Letmathe hatten bereits durch schriftliche Einwendungen gegenüber der in die Hagener Stadtverwaltung eingebetteten Genehmigungsbehörde ausführlich ihre Bedenken deutlich gemacht. Mit der vorliegenden Entscheidung setzt sich die Hagener Behörde über diese Bedenken und ein ausdrückliches politisches Votum aus Iserlohn ohne weiteres hinweg. Ein zwischenzeitlich angedachter Kompromiss ist nach unseren Informationen durch die Antragsteller als nicht weitgehend genug abgelehnt worden. Offensichtlich setzt man bei der Firma HKW alles auf eine Karte.
Die Bürgerinitiative verurteilt die einseitige Parteinahme der Genehmigungsbehörde. Mit ihrer Entscheidung hat sich die Stadt Hagen nun auch offiziell über das einstimmige Votum der Nachbarstadt Iserlohn und die Interessen der Anlieger und Naturschützer hinweggesetzt. Was bleibt, ist der Klageweg, den die Stadt Iserlohn auf jeden Fall beschreiten wird, und den die Bürgerinitiative und die Naturschutzverbände mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützen werden.
Ein erster Schritt ist getan. Ein Rechtsgutachten, das die Bürgerinitiative bei einem renommierten Fachanwalt eingeholt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass eine Erweiterung mit den Vorgaben der Regional- und Flächennutzungsplanung nicht vereinbar ist. Dieses Gutachten, das aus Spendengeldern finanziert wurde und als Grundlage für eine Klage dienen wird, macht deutlich, auf welch tönernen Füßen die Argumentation der Antragsteller und der Stadt Hagen als Genehmigungsbehörde selbst steht. So ist insbesondere ganz und gar zweifelhaft, ob eine „Unschärfe“ im Gebietsentwicklungsplan angesichts der klar definierten Kreisgrenze zwischen Hagen und dem Märkischen Kreis ausreicht, um ein übergeordnetes Verfahren zu verhindern und zugleich eine Landschaftszerstörung solchen Ausmaßes zu rechtfertigen.
Darüber hinaus bleibt festzuhalten: Der genehmigte Abbau über die Kuppe des Steltenberges hinweg Richtung Ahm stellt einen Tabubruch dar und würde die Zerstörung des Landschaftsbildes nun auch im Südwesten Letmathes nach sich ziehen. Ein wichtiges Naherholungsgebiet für viele Letmather und Hohenlimburger Bürger ginge verloren. Die direkten Begleitumstände des Abbaus wie Erschütterungen durch Sprengungen, Lärm- und Staubemissionen bereiten den Anwohnern große Sorgen hinsichtlich des Erhalts ihrer Gesundheit und ihrer Sachwerte.
Dies zu verhindern, ist Ziel der Bürgerinitiative. Weil wir damit rechnen, weitere Gutachten erstellen zu lassen, bitten wir um Spenden. Wer wie wir den Landschaftsraum und das Naherholungsgebiet Ahm – getreu unserem Motto: „Besser Ahm dran als Ahm ab““ - vor der Zerstörung bewahren möchte, ist aufgerufen, einen finanziellen Beitrag zu leisten. Spenden an die Bürgerinitiative sind steuerlich absetzbar.
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