Dusel gehabt: Iserlohnerin begeistert von ehrlichem Finder

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Heidemarie Dehmel und ihr Mann Roland konnten es kaum glauben: Ein ehrlicher Finder brachte das verlorene Portemonnaie zurück.

Heidemarie Dehmel kann ihr Glück immer noch nicht fassen - dass die Geschichte so ausgehen würde, damit hätte sie im Traum nicht gerechnet.

Doch der Reihe nach. Am vergangenen Freitag war die Iserlohnerin mit ihrem 95-jährigen Schwiegervater in der City spazieren. „Dann haben wir am Konrad-Adenauer-Ring auf Höhe des Fitness-Studios eine kurze Pause gemacht, um etwas zu trinken. Dabei habe ich wohl mein Portemonnaie abgelegt“, berichtet Heidemarie Dehmel in der Redaktion des STADTSPIEGEL.

Karten, Ausweise, Bargeld, PIN-Nummer: Alles weg

Erst am nächsten Morgen bemerkt sie den Verlust. Sofort sucht sie überall, kann die Geldbörse aber nicht finden. „Da war alles drin: Karten, Ausweise und rund 100 Euro Bargeld - außerdem die PIN-Nummer“, gibt sie zerknirscht zu. Mit ihrem Mann Roland erstattet sie daraufhin Anzeige bei der Polizei.
Abends gegen 18.15 Uhr erhielt dieser dann einen Anruf auf seinem Handy. Ein Mann habe ihn in gebrochenem Deutsch gefragt, ob seine Frau Heidemarie heiße - er habe Papiere gefunden.
Zehn Minuten später traf sich das Ehepaar mit dem Anrufer in der City. „Ein junger Ausländer wartete da auf uns, vielleicht Mitte 20“, so die Iserlohnerin. Und er hatte nicht nur den Ausweis, sondern auch das Portemonnaie - mit dem kompletten Inhalt.
„Er war vom Sport gekommen und hatte das Portemonnaie gefunden. Ich wollte ihm Geld geben, quasi einen Finderlohn. Aber davon wollte er partout nichts wissen“, erzählt Heidemarie Dehmel. „Er sei ein guter Moslem, sagte er.“ Und auch ihr Mann bestätigte: „Geld wollte er auf gar keinen Fall annehmen, nur das Portemonnaie seiner Besitzerin übergeben.“

Bewegt von Ehrlichkeit

Bewegt und gerührt war Heidemarie Dehmel von soviel Ehrlichkeit. „Ich musste ihn einfach mal kurz in den Arm nehmen und habe mich ganz herzlich bedankt.“
Auch die Polizei, die die Iserlohnerin über die neue Entwicklung informierte, sei erstaunt gewesen und habe erklärt, so ein Fall wäre sehr, sehr selten. „Da habe ich gedacht: Das muss in die Zeitung!“ Und so führte der Weg zum STADTSPIEGEL.
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