Hans Peter Borowa ein halbes Jahrhundert bei Risse + Wilke

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Hans Peter Borowa braucht nicht lange zu überlegen. Seine Antwort versieht der Hohenlimburger mit einem verschmitzten Lächeln.
„Ich würde alles noch einmal so machen. Gerne sogar.“
Hans Peter Borowa (64) war am 1. April 50 Jahre bei der Firma Risse + Wilke beschäftigt. „Ich habe zugesagt, dass ich mindestens noch zwei Jahre arbeiten werde.“
Er hat sich in dem Unternehmen von Anfang an wohl gefühlt. „Mit dazu beigetragen hat der familiäre Charakter.“ Den hat er bei Senior-Chef Wilhelm Wilke kennen gelernt. „Der hat auch meinen Lehrvertrag unterschrieben, als ich am 1. April 1963 meine Lehre als Industriekaufmann begann.
Er ist immer mit dem Bus von der Obernahmer, wo er wohnte, zum Oeger Standort der Firma gefahren. „Ich habe unterwegs auch die Post abgeholt und musste abends oftmals warten, bis Wilhelm Wilke alle Briefe unterschrieben hatte. Die mussten dann auch zur Post“, blickt Hans Peter Borowa zurück, „mein Arbeitstag hat manchmal zwölf Stunden gedauert.“ Bekommen hat er im ersten Lehrjahr 90 Mark, im zweiten 110 und im dritten 135. „Das Geld musste ich zuhause abgeben. Ich erhielt immer ein Taschengeld.“
Nach der dreijährigen Lehrzeit dauerte es nicht lange, bis der 19-Jährige von Wilhelm Wilke die Chance erhielt, den Einkauf zu leiten. „Ich war schon immer auch im Betrieb unterwegs gewesen und hatte im zweiten Lehrjahr auch schon mal den Versand geleitet.“ Dass er die von ihm favorisierte Einkaufsabteilung leiten durfte,w ar für ihn Ansporn und Verpflichtung zugleich. Als Wilhelm Wilke 1972 verstarb („viel, viel zu früh“), erhielt Hans Peter Borowa weitere Aufgaben. Borowa hatte von Oktober 1973 bis September 1976 neben seinem Beruf auch ein Studium zum Betriebswirt erfolgreich absolviert. Das hat die damalige Geschäftsführung beeindruckt, so dass er am 12. Juni 1974 nach der Handlungsvollmacht zum 11. Januar 1980 auch die Gesamt-Prokura für die Firma Risse + Wilke erhielt. Das änderte sich auch nicht, als Dr. Kai Wilke 1989 Geschäftsführer des Unternehmens wurde. „Ich wurde in Vieles eingebunden und war auch involviert, als 1997 über den neuen Standort in Stenglingsen entschieden wurde.“
Seine Freizeit verbringt Hans Peter Borowa (verheiratet, ein Sohn) viel mit Wandern, Radfahren und Tischtennisspielen für den TTC Elsey.
Fünfzig Arbeitsjahre für das Weltunternehmen Risse + Wilke ist für immer noch „ein stetiges Lernen und Kennenlernen“. Und wie eingangs erwähnt, kommen mindestens zwei weitere Jahre „in Abstimmung mit der Familie“ dazu.
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