Kanadischer Student verbringt Forschungspraktikum in Iserlohn

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(v.l.n.r) Michael Gieß, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Maschinenbau, und Geoffrey Chase, der ihn bei seiner Promotion unterstützt. (Foto: Fachhochschule Südwestfalen)

An der Dalhousie University in Halifax, Kanada studiert er Mechanical Engineering. Den Sommer verbringt er in diesem Jahr in Iserlohn. Im Rahmen des RISE Germany Programms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) absolviert Geoffrey Chase noch bis August ein Forschungspraktikum an der Fachhochschule Südwestfalen und unterstützt Doktorand Michael Gieß bei Recherchearbeiten zu seiner Promotion.

Das DAAD Programm vermittelt Forschungspraktika für nordamerikanische und britische Bachelorstudierende an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Knapp 1700 Bewerbungen auf 300 Praktikumsstellen


„Für die diesjährige Förderrunde haben sich knapp 1700 Studierende auf die 300 Praktikumsstellen, die auch mit einem Stipendium verbunden sind, beworben“, berichtet Michael Gieß, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für Integrierte Produktentwicklung und Prozesssimulation des Fachbereichs Maschinenbau und freut sich darüber, dass die Fachhochschule Südwestfalen zu den bundesweit acht geförderten Fachhochschulen zählt. „Die Fachhochschulen haben kein eigenes Promotionsrecht, daher werden sie in der Regel nicht gefördert“, sagt Gieß, der selber an der Universität Siegen nach dem Modell der Kooperativen Promotion seinen Doktorgrad anstrebt.

Kanadier recherchiert die amerikanische Literatur

Geoffrey Chase hat sich bewusst für die Iserlohner Fachhochschule entschieden: „Mich hat das Projekt der akustischen Formteilauslegung, das Michael Gieß in seiner Promotion bearbeitet, sehr interessiert“. Konkret werden dabei Kunststoffe in Hinblick auf ihr akustisches Verhalten geprüft und am PC mathematische Modelle gebildet. Der 22-jährige Kanadier recherchiert die amerikanische Literatur zu diesem Thema. „Das ist schon eine große Hilfe und tolle Unterstützung für mich“, stellt Gieß fest.

Chemie stimmt - auch privat

Vorgabe des RISE-Programms ist es, dass die ausländischen Studierenden von den Doktoranden nicht nur fachlich, sondern auch persönlich betreut werden. Das klappt hervorragend und wer die beiden erlebt, merkt schnell, dass die Chemie stimmt. So sorgt Michael Gieß auch dafür, dass in der Freizeit keine Langeweile aufkommt. Ausflüge in die Umgebung und natürlich auch der Besuch des Iserlohner Schützenfestes standen schon auf dem Programm, ebenso Grillabende bei der Fußball-Europameisterschaft. Hier lernte Geoffrey Chase Deutschland von einer besonderen Seite kennen: „Diese Fußballbegeisterung, das kennen wir in Kanada nicht“, wundert er sich.

Mit Stipendium gutes Auskommen in Iserlohn

Während seines Aufenthaltes in Iserlohn erhält er ein Stipendium von 650 Euro monatlich vom DAAD. Das reicht für die Miete seines kleinen Iserlohner Appartements und für die Lebenshaltungskosten. „ Damit komme ich in Iserlohn gut klar, im Gegensatz zu meinen Studienfreunden, die es nach Berlin oder München verschlagen hat “, ist er zufrieden.
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