Kommentar: Das Haar in der Suppe

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Offensichtlich gehört es ja mittlerweile zum „guten Ton“, grundsätzlich erstmal dagegen zu sein und alles schlecht zu reden - egal, ob es um globale Themen wie z.B. die Übergriffe in Köln oder ganz lokale wie z.B. die Parkhalle oder die zweite Gesamtschule geht. Wer Kritik übt, gibt sich gern den Anstrich vermeintlicher Kompetenz. Und die, die es nicht besser wissen, laufen mit. Das funktioniert aufgrund der Anonymität besonders gut in den „sozialen“ Medien, gelingt aber auch im realen Alltag. Das Heer der ewigen Schwarzseher und Nörgler wächst.
Das ist traurig, wenn es um banale Themen geht. Gefährlich wird es bei wirklichen Problemen, wenn Stammtischparolen ohne kritisches Hinterfragen einfach nachgeplappert werden und so zur scheinbar allgemein gültigen Meinung werden.
Kritik ist absolut wichtig und richtig - aber bitte sachlich und konstruktiv. Es bringt nichts, Probleme zu verharmlosen und schön zu reden. Blinder Optimismus ist naiv und ebenso unangebracht wie notorischer Pessimismus. Wer das Haar in der Suppe sucht, wird es immer finden. Und lenkt damit vielleicht doch nur von den eigenen Unzulänglichkeiten ab.
Schwarz-weiß-Denken hat mit konstruktiver Kritik und dem Finden von Lösungen nichts zu tun. So kommen wir nicht weiter - und so wird nichts besser.
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