NRW-Wirtschaftsminister lobt die Region

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Unternehmer aus der märkischen Nordregion und Anrsberg sowie hochkarätige politische Prominenz wohnten dem Freitag-Unternehmer-Frühstück der Wirtschaftsinitiative (WIN) Nord in der Iserlohner Firma Medice bei.

Bollermanns Medice-Premiere

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann kam als einer der Ersten: "Ich war noch nie bei Ihnen. Deshalb hätte diesen Termin auch nichts stoppen können", begrüßte Dr. Bollermann den Hausherrn Dr. Sigurd Pütter. Der wiederum ließ es sich auch nicht nehmen, den Hauptreferenten des Frühstücks (Catering von Pura Luna, Iserlohn), den NRW-Wirtschaftsminsiter Garrelt Duin, persönlich am Eingang zu begrüßen. Duin, der "sich etwas angeschlagen fühlte", fühlte sich aber in der Firma Medice "wohl aufgehoben".

Dr. Pütter beklagte in seiner Begrüßungsrede, "dass sich die Gymnasium nicht für die Ausbildungs- und Studien-Börse interessierten" und er bat Dr. Bollermann als höchsten Schulmann im Regierungsbezirk "um Abhilfe". - Mal sehen. Pütter sprach auch die zuletzt stärker werdende "Bevormundung der Grünen" an: "Eine Minderheit darf die Mehrheit nicht dominieren".

In seinem Referat ging Garrelt Duin auf die nicht wegdiskutierbaren Vorzüge von Südwestfalen ein: "Die Region ist die Numemr 3 in Deutschland, was die industrielle Produktion anbetrifft. Das sind Fakten. Ich gestehe, dass Düsseldorf diese Fakten gebührender zu Markte tragen könnte." Duin weiter: "Ein wesentlicher Grund ist die bodenständige Struktur an Familien-Unternehmen. Hier ist die gelebte Realität über Generationen anzutreffen." Besonders löblich fand es Duin, "dass die Familien-Unternehmen bei der Aus- und Weiterbildung höchste Priorität ansetzen."

Appell an die Jugendlichen

Er empfahl den Jugendlichen, "die exellente Ausbildung in der Region bei starken Unternehmen zu nutzen. Sollte aber ein Studium außerhalb von Südwestfalen angetreten werden, vergessen Sie nicht Ihre Heimat. Hier sind sehr viele Stärken vorhanden und eine Industrie mit Zukunft."

Ungenutztes Frauen-Potenzial

Garrelt Duin bedauerte zugleich, "dass das große Potenzial der hervorragend ausgebildeten Frauen nicht ausgeschlöpft ist." Um dies zu ändern, "ist nicht nur der Staat gefordert." Was die Infrastruktur anbetrifft, sieht Duin nicht nur das Land in der Verpflichtung. "NRW muss bundesweit wieder in den Fokus kommen. Wir sind aus dem Raster gefallen."

In Sachen Energiewende räumte Duin ein, "dass es eine grundlegende Reform geben muss. Der unkontrollierte Ausbau von erneuerbarer Energie bringt uns nur unkontrollierbare Schwierigkeiten. Der Netzausbau muss das Tempo bestimmen, nichts anderes. Wir sollten auch immer erst fragen, wieviel Kilowatt wir benötigen."

Huxol-Bedenken: Regionale-Projekte hinterfragen

Interessant waren bei der abschließenden Diskussionsrunde auch die Bedenken von Trilux-Geschäftsführer Johannes Huxol aus Arnsberg: "Man muss auch die Nachhaltigkeit einiger Regionale-Projekte hinterfragen. Wir müssen globaler denken und mehr in Infrastruktur und Bildung investieren."

Bleibt noch die Anmerkung, dass der Wirtschaftsminister den "IT-Bereich in Südwestrfalen nicht optimal aufgestellt sieht". Duin: "Da ist noch manches möglich."
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