Stenner-Schüler planten Campus

Sven Breitrück, Hanns August und Karl-Friedrich Kirchhoff (v. l.) haben mit viel Engagement einen Parkplatz am Stenner-Gymnasium verhindert und einen Stenner-Campus  geschaffen.
  • Sven Breitrück, Hanns August und Karl-Friedrich Kirchhoff (v. l.) haben mit viel Engagement einen Parkplatz am Stenner-Gymnasium verhindert und einen Stenner-Campus geschaffen.
  • hochgeladen von Rainer Tüttelmann

Einen Parkplatz wollten einige Schüler des Stenner-Gymnasiums nicht neben ihrer Schule haben. Also haben sie beschlossen, aktiv zu werden.
Das war vor zwei Jahren, als im Rahmen des Ganztages-Unterrichtes am Stenner-Gymnasium auch die ersten Gedanken von einem neuen Außenbereich entstanden. „Schule als Lebensraum“, erinnert sich Sven Breitrück (20), damals Schülersprecher und erster Mann in der Schülerverwaltung (SV). „Wir wurden von unseren Lehrern angesprochen und waren erst zurückhaltend.“ Karl-Friedrich Kirchhoff (19), Breitrück-Nachfolger als Schülersprecher im Schuljahr 2010/2011, ergänzt: „Als der Parkplatz-Gedanke aufkam, haben wir uns zur Aktivität entschlossen. Bevor etwas schiefläuft.“
Über die SV wurden die Klassensprecher informiert, die wiederum die Klassen eingebunden haben. Es entstanden Vorschläge. „Das Zonen-Modell nahm erste Konturen an“, so Hanns August Kirchhoff (17), aktueller Schülersprecher an der Stenner. Es wurden viele Gespräche mit den Lehrer geführt (Karl-Friedrich Kirchhoff: „Wir haben die Pläne in der Lehrer- und Schul-Konferenz vorgestellt“). Eine optimale Unterstützung erfuhr das engagierte Schüler-Trio von den SV-Lehrern Christian Baltzer, Sonja Holwe und Martin Gropengießer.
„Wir sind dann auch im Rathaus bei Frau Brenner vorstellig geworden“, blickt das Planer-Trio zurück.
„Es hat das gewünschte Gespräch stattgefunden. Ich muss sagen, dass diese Schülervertreter ihre Hausaufgaben gemacht haben. Das nenne ich auch mal eine individuelle Förderung von Talenten. Die Argumente waren sehr gut, das Engagement war sehr groß und letztlich haben die Drei jede Menge Freizeit für ihre Ideen investiert“, lobt die Erste Beigeordnete und zuständige Dezernentin Katrin Brenner die Schüler: „Da auch Bürgermeister Dr. Ahrens von den Ideen der jungen Leute überzeugt war, konnten die Pläne im Schulausschuss vorgetragen werden. Ich muss sagen, dass sie es souverän und sehr engagiert geschafft haben, uns Ältere zu überzeugen. Dazu meinen herzlich Glückwunsch. Es hat Spaß gemacht, mit ihnen zusammenzuarbeiten.“
Die Stenner-Schüler haben in den zwei Planungsjahren „Gefallen an ihrem Tun gefunden“. Karl-Friedrich Kirchhoff macht den Aufwand deutlich: „Wir haben manchmal sonntags und feiertags zusammengesessen.“ Zudem erfolgten ganz spontane Treffen mit dem für Grünflachen-Planung zuständigen Beamten Volker Lauterbach oder mit Claudia Zawada, der Vorsitzenden des Kommunalen Immobilien-Managements. Es wurden die Anwohner befragt und somit eingebunden. Die Standesamtsleiterin Ina Weller gehörte ebenfalls zum Kreis der Angesprochenen. Sven Breitrück, der nach seinem Abitur weiter an dem Projekt mitarbeitete: „Wir wollten schließlich einen Weg zwischen dem Oberstufen-Gebäude und dem Standesamt direkt zu unserem neuen Stenner-Campus haben.“
Hartnäckigkeit und Überzeugungsarbeit haben letztlich alle Hürden aus dem Weg geräumt. Immer wieder wurden Zeichnungen erstellt oder auch andere Anlagen besucht. Karl-Friedrich Kirchhoff: „Wir haben uns Sachen auf dem Landesgartenschaugelände angeschaut oder den Sport-Court an der Bömberg-Grundschule“. Manches wurde in der Anfangszeit von Hand gezeichnet und Volker Lauterbach vorgelegt. „In der Bauphase bin ich dann auch regelmäßig vor Ort gewesen und habe aufgepasst“, blieb Hanns August Kirchhoff bis zuletzt aktiv. Der neue Stenner-Campus wurde am letzten Juni-Freitag eingeweiht und erntete sehr viel Lob.
„Es hat Riesenspaß gemacht. Auch wenn wir viel Freizeit eingesetzt haben. Wir sind mächtig stolz auf das Geschaffene. Wir hoffen nun, dass dieser neue Campus auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler stärkt und dass sie gemeinsam aufpassen, dass dieses Gelände gepflegt bleibt.“

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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