Alexanderhöhe: Bürgerinitiative fordert Konzept

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Sammeln weiter Unterschriften für die Rettung der Parkhalle (v.l.): Dr.-Ing. Martina Hahn-Hübner (mit Kristin-Marie)), Klaus Krewett, Christoph Panne, Corinna Freiburg und Peter Ewert.

Etwa die Hälfte der für das Bürgerbegehren nötigen 4.700 Unterschriften hat die Initiative um Dr. Martina Hahn-Hübner, Klaus Krewett und Christoph Panne schon zusammen. Beim Schützenfest und der Musikparade wollen sie weitere sammeln. Und mit einem eigens produzierten Ansteckbutton „Rettet die Parkhalle“ könnten Befürworter ihre Einstellung demonstrieren, so die Initiative.

Das Gespräch mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, seinem Referenten Karl Fels sowie Baudezernent Mike Janke und Ordnungsdezernent Klaus-Peter Knops am Dienstag brachte keine Klarheit, für die Initiative bleibt ein fader Beigeschmack. „Es gibt kein Verkehrswege-Konzept und keine Idee, wie die Halle genutzt werden soll“, so Christoph Panne. Nicht geklärt sei nach wie vor, wie man mit den Anwohnerbeschwerden umgehen wolle. Denn mit dem Anbau an das Parktheater seien Belästigungen durch Verkehr und Lärm nicht verschwunden.

"Vermarktung nicht Stadt allein überlassen"

Den gemeinsamen Antrag von CDU und SPD für einen Anbau an das Parktheater, der Platz für rund 1.000 Besucher bieten soll, sieht die BI kritisch. „Wir vermuten, dass das im Hinblick auf die Bürgermeisterwahl nur Ruhe in die Diskussion bringen soll“, sagte Panne. „Was da als Non-plus-ultra-Lösung vorgestellt wird, ist eigentlich nur eine Erweiterung des Parktheaters.“ Diese solle jedoch nur 500 Quadratmeter groß sein, so die BI, und damit zu klein und nicht für alle Veranstaltungen geeignet. „Abibälle, große Hochzeiten, Trödelmärkte - das ist alles nicht vorgesehen“, so Dr. Martina Hahn-Hübner. „Das ist keine Stadthalle für die Iserlohner, in der diese Veranstaltungen stattfinden können“, ist Panne sicher.
Für das laufende Jahr sind nur 20 Veranstaltungen in der Halle gemeldet, 2010 waren es noch 53. „Man sollte die Vermarktung nicht der Stadt allein überlassen“, so Krewett. „Eine Möglichkeit wäre es, hier Privatleute, Vereine und Fachleute mit einzubeziehen.“
Die Initiative will Lösungen erarbeiten, um die Alexanderhöhe als zentralen Veranstaltungsort zu erhalten. So müsse man u.a. prüfen, ob Maßnahmen wie beispielsweise Lärmschutzwände oder auch eine Bewaldung Abhilfe schaffen könnten.

Kostenschätzung für Erhalt "viel zu hoch"

Als „verblüffend“ bezeichnete die Initiative, dass im städtischen Haushalt für 2016 ein Betrag von 575.000 Euro für den Abriss der Halle vorgesehen ist - „obwohl der noch gar nicht beschlossen ist“, so Klaus Krewett. Zurzeit gehen alle Beteiligten davon aus, dass die Halle noch lange steht. Die von der Stadt veranschlagten Kosten für eine Sanierung und Erhaltung der Halle liegen bei rund 12,7 Millionen Euro für die nächsten 20 Jahre. Ein Betrag, der nach Ansicht Krewetts „viel zu hoch“ angesetzt ist. Die BI will nun die „wirklichen Kosten“ für den Hallenerhalt recherchieren. „Wir werden das Projekt so lange begleiten, bis es eine endgültige Lösung gibt“, kündigte Krewett an.
„Da muss etwas passieren, nur dann kann sich dieser Standort langfristig tragen.So oder so muss ein Konzept her!“
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