Am 4. Mai Info-Veranstaltung zur Bebauung "Haus Ortlohn"

Der aktuelle Bebauungsplan für Haus Ortlohn | Foto: Planungsbüro Post + Welters
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Die gute Nachricht lautet, dass die im ersten Planungsentwurf vorgesehenen und beantragten 130 Bäume auf dem Gelände von Haus Ortlohn nicht gefällt werden müssen.

Die schlechte Nachricht sagt aber zugleich aus, dass immerhin noch rund ein Drittel des alten Baumbestandes, also rund 40 Bäume, dem Bauvorhaben der evangelischen Landeskirche Bielefeld zum Opfer fallen wird.

Schöpfung hin, Schöpfung her: Das Gelände rund um Haus Ortlohn muss auch für die Landeskirche Geld bringen.

Die neuen Pläne wurden jetzt vorgestellt. Die Bevölkerung kann sich am Samstag, 4. Mai, von 10 bis 13 Uhr im Gemeindehaus, Ortlohnstraße 10, einen Überblick verschaffen. Dann werden Vertreter der Stadt, der Evangelischen Landeskirche und der Planungsbüros Post + Welters vermutlich alle Fragen beantworten und die Pläne auch anhand eines Rundgangs durch das Gelände verdeutlichen.

Verbundenheit der Nußberger mit dem Park

Baudezernent Olaf Pestl sieht eine "tiefe Verbundenheit der Nußberger mit dem Park von Haus Ortlohn" und "kann die emotionale Diskussion verstehen." Er machte auch deutlich, "dass zurzeit nichts beschlossen ist." - "Wir befinden uns in einem fließenden Entwicklungsprozess."

Hier nun einige Einzelheiten des neuen Plans, der von Hartmut Welters vom Planungsbüro Post + Welters in Dortmund vorgestellt wurde.

Das Gelände rund um Haus Ortlohn, das der Evangelischen Landeskirche gehört, beträgt insgesamt 8 ha. Der Park ist 6 ha groß, die aktuelle Planung sieht eine Bebauung von ca. 2,5 ha vor. Der restliche Teil, besonders der Park-Bereich, soll weiterhin für die Bevölkerung zugänglich sein. Das jedenfalls unterstrich Hartmut Welters.

Bedarfsgerechter Wohnraum für unterschiedliche Nutzergruppen

So beabsichtigt die Firma Großevollmer an der Theodorf-Fleitmann-Straße ein dreigeschossiges Seniorenwohnheim mit 33 Pflegeplätzen und acht Seniorenwohnungen sowie südwestlich davon ein dreigeschossiges Gebäude mit qualitätsvollen und barrierefreien Wohnungen zu errichten.
Für das Grundstück südlich des Seniorenwohnheimes besteht seitens der Gruppe "wohnArt" ein Interesse, dort ein Mehrgenerationen-Projekt für maximal zwölf Personen zu errichten.
Im östlichen Plangebiet planen die Evangelische Landeskirches und die Firma Potthoff aus Langenfeld rund 31 sozial geförderte Wohnungen in Doppel- und Reihenhäusern zu bauen und an Familien mit Kindern zu vermieten. "Die Hauskonzepte", so Helmut Welters zum lokalkompass, "sind für maximal fünf Personen ausgelegt."
Die im Süden direkt an den Park angrenzenden Winkelreihenhäuser sowie die freistehenden Einfamilienhäuser im Südwesten werden nach derzeitigem Planungsstand ebenfalls durch die Evangelische Landeskirche als Mietobjekte errichtet. Dem Lärm durch die Autobahn wird dadurch Rechnung getragen, dass die Gebäude mit stärkeren Lärmbelastungen einen zusätzlichen ruhigen Außenwohnbereich im Westen oder Nordwesten erhalten.

Dass die Babauung von Haus Ortlohn durchaus auf Interesse stößt, macht Stefanie Meier, Geschäftsführerin Sondernutzung bei der Evangelischen Landeskirche, deutlich: "Nach der ersten Info-Veranstaltung hatten wir für unsere 31 sozial geförderten Projekte sowie die Seniorenwohnungen schon rund 60 interessierte Anfragen vorliegen. Wir gehen davon aus, dass die Projekte sehr begehrt sind. Vornehmlich haben sich Nußberger Bürgerinnen und Bürger hierfür interessiert."

Die Info-Verantaltung unbedingt nutzen

Interessenten sollten unbedingt die Informations-Veranstaltung am 4. Mai aufsuchen und dort mit kritischen Fragen vor allem die Lärmfrage stellen.

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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