Beschäftigte der Polizei demonstrieren vor dem Düsseldorfer Landtag

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Bereits am 30. Januar hatten mehr als 80 Beschäftigte der Polizei im MK unter dem Motto "30 Minuten für mehr Geld!" mit einer Aktiven Mittagspause in Iserlohn auf ihre Situation aufmerksam gemacht. (Foto: GdP MK)

Nur wenige Tage vor dem Beginn der dritten, voraussichtlich entscheidenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst demonstrieren am Donnerstag, 9. Februar, rund 50 Beamte und Tarifbeschäftigte der Polizei im Märkischen Kreis vor dem Düsseldorfer Landtag. Mit ihrer Aktion wollen die Beschäftigten der Kreispolizeibehörde ihrer Forderung nach einem Einkommensplus von sechs Prozent Nachdruck verleihen.

„Im vergangenen Jahr haben die Bundesländer fast neun Milliarden Euro mehr eingenommen, als sie ausgegeben haben. Das ist unser Geld, das wir zurückhaben wollen!“, sagt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei im Märkischen Kreis, Michael Kaufhold. Denn in Zeiten, als die Kassen knapp waren, haben wir den öffentlichen Haushalt insbesondere durch Verlängerung der Arbeitszeit ohne jeden Lohnausgleich und knappe Tarifabschlüsse gerettet.

Weniger Geld für gleiche Arbeit

In den letzten Jahren sind die Einkommen für die Beschäftigten des Landes nicht nur deutlich langsamer gestiegen als in der Privatwirtschaft, sondern auch deutlich geringer als beim Bund und den Kommunen. „Mehrere hundert Euro verdienen Verwaltungsmitarbeiter, IT-Spezialisten und Spurensicherer im Märkischen Kreis inzwischen im Monat weniger als sie für die gleiche Arbeit bei der Bundespolizei oder bei den Städten im Kreis bekommen würden. Das ist völlig inakzeptabel, wenn wir in Zukunft noch genügend gut qualifizierte junge Menschen für das Land wollen“, warnt Kaufhold. Auch bei den Beamten gibt es die gleichen Einkommensunterschiede zwischen der Landes- und der Bundespolizei. Deshalb beteiligen sich auch Polizistinnen und Polizisten sowie Verwaltungsbeamte der Märkischen Polizei an der Demonstration.
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