Cem Özdemir zu Gast bei der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Iserlohn

Anzeige
Der Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cem Özdemir, besuchte auf Einladung der Iserlohner Grünen die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Iserlohn. Im Gespräch mit Gemeindemitgliedern erklärte er die Position der Grünen zur Energiewende sowie zur doppelten Staatsbürgerschaft.

Mit großer Gastfreundschaft empfingen Dogan Üstün, Vorsitzender der Gemeinde, sowie die zahlreich anwesenden Gemeindemitglieder Cem Özdemir. Der gebürtige Schwabe mit türkischen Eltern war nach Iserlohn gekommen, um mit der seit 1986 in der Bergwerkstraße ansässigen türkischen Gemeinde ins Gespräch zu kommen.

Begleitet wurde Cem Özdemir von Elke Olbrich-Tripp, Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Iserlohn, Denis Potschien, Sprecher des Stadtverbandes Iserlohn-Hemer von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie Elisabeth Szkudlapski, Beisitzerin im Vorstand der Iserlohner Grünen.

Angesprochen wurde unter anderem das sogenannte Optionsmodell im deutschen Staatsangehörigkeitsrecht. Es ermöglicht jungen Deutschtürken zwar den Besitz der deutschen sowie der türkischen Staatsangehörigkeit. Allerdings zwingt das Gesetz diese dazu, zwischen dem 18. und 23. Lebensjahr eine der beiden Staatsangehörigkeiten aufzugeben. Wer sich nicht entscheidet, verliert automatisch den deutschen Pass.

„Entweder man gibt seine türkischen Wurzeln auf oder seine deutschen“, so machte Cem Özdemir die nicht hinnehmbare und integrationsfeindliche gesetzliche Regelung klar. Daher werden sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN weiterhin für die doppelte Staatsbürgerschaft einsetzen.

Die anwesenden Gemeinemitglieder interessierten sich aber auch für andere grüne Positionen wie beispielsweise die Energiewende. Cem Özdemir machte deutlich, wie wichtig der Weg weg von Kohle- und Atomstrom hinzu den Erneuerbaren ist. Dass wir in Deutschland dank der erneuerbaren Energien gut auf die Atomkraft verzichten können, zeige sich daran, dass das Abschalten von acht der 17 deutschen Atomkraftwerke auf die Energieversorgung keine negativen Folge habe und Deutschland nach wie vor Strom in seine Nachbarländer exportiere, so Cem Özdemir.

Nach den Gesprächen mit der Türkisch-Islamischen Gemeinde war Cem Özdemir zu Gast bei der Jubiläumsfeier des Sauerländisch-Türkischen Unternehmervereins. Dort hat der grüne Bundesvorsitzende zum 15-jährigen Bestehen über gelungene Integration und verpasster Gelegenheiten deutscher Politik gesprochen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.