Dagmar Freitag organisiert die Doping-Transparenz

Foto: privat

Die Samstag-Ankündigung in der Süddeutschen Zeitung, dass eine Studie zum Doping zu Wochenbeginn veröffentlicht wird, hat für Dagmar Freitag schlagartig zu noch weniger Freizeit geführt.

Denn als Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses ist sie die Ansprechpartnerin Nummer eins. „Angekündigt war die komplette Studie“, berichtet sie dem STADTSPIEGEL, „aber wir haben nur Auszüge erhalten und die sind auch noch stark bearbeitet.“ Sie war am Wochenende überrascht, „als ich von der Ankündigung des Bundesinnenministeriums las“. Denn die Bundesbehörde hatte noch vor Wochen erhebliche Datenschutzbedenken. „Aber die sind wohl jetzt nicht mehr vorhanden.“ Da aber die Studie über Doping in Deutschland bis 1990 von großer Brisanz sein kann, „kann ich schon jetzt prophezeien, dass Mitglieder meiner Fraktion nicht mit dem vorliegenden Material zufrieden sind.“ Dagmar Freitag weiter: „Da gibt es ganz konkrete Fragen.“

Sondersitzung in drei bis vier Wochen

Deshalb ist sie auch bemüht, eine Sondersitzung des Bundestags-Sportausschusses anzuberaumen. „Das Ausschuss-Sekretariat klärt zurzeit Termine ab, an denen auch die Sachverständigen erscheinen können.“ Die Iserlohner SPD-Bundestagsabgeordnete geht davon aus, „dass wir in der letzten August-Woche oder gleich in den ersten September-Tagen zusammenkommen werden.“

Knapp 20 Interviews gegeben

Besonders am Montag und Dienstag hatte sie viele Interview-Wünsche abzuarbeiten. So stand am frühen Montagmorgen der Übertragungswagen vom ZDF vor ihrer Sümmerner Haustür. „Das erste Interview habe ich aber schon um 6.10 Uhr für WDR 2 gegeben“, so Freitag, die auf knapp 20 Interviews kam. „Ich war am Montag auf dem Weg nach Rothenburg an der Wümme, um mit einem Kollegen Wahlkampf zu machen. Ich bin mehrmals auf Autobahn-Parkplätze gefahren, um die Interviews zu realisieren“, schmunzelte sie und hob besonders das ausländische Interesse hervor. Der Grund liegt auf der Hand. „Unser Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach, will ja Nachfolger vom IOC-Präsidenten Jacques Rogge werden. Da ist das Ausland natürlich sehr gespannt, was Bach sagt und macht.“
Dagmar Freitag ist seit Dienstagabend wieder in Sümmern und organisiert vom Sauerland aus die Doping-Transparenz.

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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