Das heimische Handwerk befindet sich im Konjunktur-Hoch

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Das heimische Handwerk brummt und befindet sich auf südwestfälischer Rekordjagd.

Dies vermeldete der Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Meinolf Niemand auf einer Pressekonferenz bei der Kreishandwerkerschaft in Iserlohn. "Dass sich die Werte bis zum Herbst 2013 hin so positiv entwickeln würden, hatte ich nicht erwartet", so Niemand, "heute befindet sich das Handwerk beinahe auf Rekordhöhe und setzt damit den seit vier Jahren dauerhaften und soliden Aufwärtstrend eindrucksvoll fort."

Südwestfalen ist ein starker Standort

Niemands Fazit, das von Kreishandwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Dirk Jedfan nachhaltig unterstrichen wurde: "Südwestfalen ist ein starker Standort der Handwerkswirtschaft." Der Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer ergänzte: "Das gilt für den unmittelbar regionalen Markt ebenso wie für Produkte und Dienstleistungen, die sich an Kunden im nationalen wie internationalen Raum wenden." Dirk Jedan berichtet über das lokale Wohlfühl-Gefühl: "In den Obermeister- und Innungs-Gesprächen wird dieser Optimismus unterstrichen."

Sorgen bereitet aber der Tiefbau

Die Auftagsbücher sind allerdings im Tiefbau-Bereich nicht so gefüllt. "Das bereitet uns Sorgen." Das Bauhauptgewerbe hingegen profitiert von Niedrig-Zinsen und von energetischen Maßnahmen sowohl bei der öffentlichen Hand als auch im privaten Bereich.

Arbeitsmarkt-Auswirkungen

Dies hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, der sehr stabil ist. ABER: Der Fachkräftemarkt ist dünn besetzt. Das Handwerk unternimmt deshalb viele Anstengungen, die zu erwartenden 25 000 neuen Arbeitsplätze qualitativ besetzen zu können.
Dies gilt auch im Ausbildungs-Bereich. Dirk Jedan: "Unsere Berufe sind hoch anspruchsvoll und garantieren einen sicheren Arbeitsplatz. Die überbetriebliche Ausbildung ist ein Instrument, das einmalig ist." Und dennoch sind Sorgenfalten angebracht. Kreishandwerksmeister Thomas F: Bock: "Die Sozialkompetenz wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Spaß am Beruf lassen sehr zu wünschen übrig."
Bock sieht sich und seine Kollegen aber nicht als Verzager: "Wir stecken den Kopf nicht in den Sand." Was angesichts der guten Aussichten für die kommenden sechs Monate nur zu verständlich ist. "Wir wissen zwar nicht, wie der Winter wird, aber wir sehen die Entwicklung durchweg positiv bis zum Frühjahr 2014." Dann werden sich die Handwerker dazu äußern, ob "die Rekordjagd in 2014 fortgesetzt wird, und ob die Auftragsbücher weiter prall gefüllt sind."
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