Digitale Zukunft, Infrastruktur, Jugend: Bürgermeisterkandidatin Katrin Brenner präsentiert ihre Strategie

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Mit dem „Iserlohn.Net(t) will Brenner eine autarke Breitbandversorgung schaffen.

Die Bürgermeisterkandidatin der CDU Katrin Brenner hat viel vor. In einer Pressekonferenz stellte sie heute gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Thorsten Schick, Wahlkampfleiter Markus Mönig und Moderator Gunther Fessen konkrete Projekte für die Waldstadt vor. Dabei ging es neben der Breitbandversorgung um die Themen Infrastruktur und Wirtschaftsförderung sowie die stärkere Beteiligung von Jugendlichen.

Leistungsfähiges Internet sei die Grundvoraussetzung für wettbewerbsfähige Gewerbebetriebe in Iserlohn und ein entscheidendes Kriterium für die Neuansiedlung von Unternehmen, so Brenner. „Ich möchte die bestehenden Arbeitsplätze in Iserlohn sichern und viele weitere Arbeitsplätze für Iserlohn ermöglichen.“ Das sei aber nur möglich, wenn das komplette Iserlohner Stadtgebiet mit schnellem Internet ausgestattet werde und nicht nur die Innenstadtlagen. „Wenn die Telemark meint, zunächst seien nur Betriebe mit Breitbandkabel zu versorgen, soll sie das tun“, so Brenner. „Vor diesem Hintergrund bin ich überzeugt davon, dass wir als Kommune jetzt die Versorgungs­lücke gleichermaßen für Privatleute und Betriebe in Eigenregie schließen müssen.“
Die CDU-Bürgermeisterkandidatin will eine autarke Breitbandversorgung schaffen. Ihr Plan:„Wir gründen in Iserlohn eine Breitband-Gesellschaft: das „Iserlohn.Net(t).“ So könne ein kommunales Breitbandnetz ohne Kapazitätseinschränkungen ermöglicht werden. Unternehmensstandorte sollen gesichert, die Wettbewerbsfähigkeit in Iserlohn erhalten bleiben. Dadurch würden neben den Immobilienwerten nicht zuletzt auch die Attraktivität und Lebensqualität erhalten und gesteigert. Das „Iserlohn.Net(t)“ könnte sich zusammensetzen aus einer Bürger-Genossenschaft (Privatpersonen und Unternehmer) sowie weiteren Beteiligten wie Stadtwerke, Sparkasse, Telemark und der Stadt Iserlohn (s. Infografik). „Wichtig ist mir, dass alle, die bei diesem wichtigen Projekt dabei sein wollen, auch dabei sein können.“ Das Konzept sei umsetzungsreif.

Neue Investoren, Arbeitsplätze und Gewerbegebiete

Die Wirtschaftsförderung ist Brenner ein weiteres wichtiges Anliegen. „Iserlohn benötigt neue Investoren, neue Arbeitsplätze und zusätzliche Gewerbe­gebiete, damit die heimischen Unternehmen wachsen und sich vergrößern können.“ Wenn Brenner die Stichwahl am 27. September gewinnt, will sie weitere Gewerbe­gebiete entwickeln und erschließen. Außerdem solle die Iserlohner Wirtschaftsförderung „wieder das machen, was ihr ureigenster Auftrag ist: die Wirtschaft zu fördern, Arbeitsplätze in Iserlohn zu sichern, neue Unternehmen anzusiedeln und dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen. So steigen automatisch die Einnahmen aus Gewerbesteuern für die Stadt“ so Brenner. Die Wirtschaftsförderung muss Unternehmen auf dem Weg durch den Behördendschungel leiten und unterstützen!"

Energieversorgung: Grüner, dezentraler, kommunaler

Auch in Sachen Energiewende hat die BM-Kandidatin klare Vorstellungen. „Ich bin für die Energiewende. Klipp und klar. Alle Möglichkeiten, in Energieangelegenheiten unab­hängig zu werden, müssen wir prüfen. Drei Kriterien sind dabei wichtig: 1. technisch machbar, 2. ökologisch sinnvoll und 3. finanziell tragbar.“
Die „Herkulesaufgabe der Energiewende“ auf Windenergie zu reduzieren, greife ihr viel zu kurz. „Wo Windenergie umsetzbar ist - herzlich gern. Im Iserlohner Stadtwald und auf der Schälker Heide ist sie es jedenfalls nicht.“ Die "Verspargelung" der Landschaft sei "ein absolutes no-go." Brenner will beim Wärmemarkt ansetzen,, der der eigentliche Eckpfeiler der Energiewende sei. Rund 75 Prozent der verbrauchten Energie in Haushalten sei Energie für Heizzwecke und Warmwasser. "In sog. Block-Heiz-Kraftwerken werden etwa 95 Prozent der eingesetzten Energie in Elektrizität und Wärme umgesetzt. Wir haben in Iserlohn ein gut funktionierendes Fernwärmenetz. Das werden wir ausweiten und grüner machen." Die Energieversorgung in Iserlohn will sie insgesamt „grüner, dezentraler und kommunaler“ machen. „Als Bürgermeisterin werde ich einen Masterplan zur Synchronisierung der erneuerbaren Energien bei der Energiewende auflegen; gemeinsam mit den Stadtwerken Iserlohn, der Sparkasse Iserlohn, dem örtlichen Handwerk und der Iserlohner Bürgerschaft.“

In diesem Zusammenhang griff Brenner noch ein tagesaktuelles Thema auf: RWE trenne sich laut Medienberichten von mehreren Wasserkraftwerken an der oberen Ruhr, da diese für die aufwändige Steuerung eines Großkonzerns viel zu klein seien. Die Kraftwerke seien profitabel. "Ich halte diese grünen Kraftwerke für hervorragend geeignet, meine Zusage, dass Iserlohn grüner wird, zu untermauern." Sie habe bereits mit dem Stadtwerkechef Dr. Klaus Weimer gesprochen, ob und inwieweit sich die Stadtwerke Iserlohn an dem Bieterverfahren beteiligen. Dieser habe seine Absicht erklärt, die Angebotsunterlagen von RWE anzufordern und ggf. in das Bieterverfahren einzusteigen. "Das wäre eine hervorragende Gelegenheit, das Portfolio an erneuerbaren Energien sinnvoll auszubauen."

Was die A46 angeht, erklärte Brenner: "Der A46‐Weiterbau muss kommenund
zwar als Autobahn. Teil-­Lösungen, die jetzt auf einmal aus dem Hut gezaubert werden, sind das, was der Name schon sagt: Lösungen für einenTeil oder auf gut westfälisch: Nix Halbes und nix Ganzes." Sie sei sich vollkommen bewusst darüber, dass dieses Projekt nicht von Iserlohn gestemmt werden können. Als Bürgermeisterin von Iserlohn wolle sie daher "gemeinsam mit dem hiesigen CDU-Kreis, Land- und Bundestagsmitgliedern eine neuerliche Initiative für den Bau des Lückenschlusses starten."


Zukunftswerkstatt für Jugendliche

Für die Jugendlichen in Iserlohn will die BM-Kandidatin eine „Zukunftswerkstatt“ ins Leben rufen, in der mit geschulten Moderatoren in Workshops und kleinen Gruppen komplexe Themen erarbeitet werden, und zwar mit konkreten und umsetzbaren Ergebnissen. Sie habe in zahlreichen Gesprächen mit Jugendlichen erkannt, dass diese stärker an den Geschehnissen in ihrer Stadt beteiligt werden wollen. "Die Jugendlichen haben eine Meinung und wollen gehört werden." Besonders ist, dass eine Zukunftswerkstatt zeitlich und inhaltlich begrenzt ist, die Jugendlichen also nicht endlos debattieren, sondern zu konkreten Ergebnissen kommen die sie selbst erzielt haben. "Vielleicht gelingt es auch so, der Politikverdrossenheit und dem Gefühl der Ohnmacht unter den Jugendlichen entegen zu wirken", so Brenner.
Zahlreiche Gespräche mit potentiellen Moderatoren habe sie bereits geführt. „Es freut mich besonders, dass Jan Zimmer von der Rock & Pop Fabrik bereits zugesagt hat, hier entscheidend mitzuwirken.“
Die Zukunftswerkstatt ist gedacht als eine Reihe von Veranstaltungen, die auf alle Alters- und Interessengruppen ausgeweitet werden sollen. Die erste, die sich an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen richtet, werde im Friederike-Fliedner-Berufskolleg stattfinden.
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