Flüchtlinge: Angebot für neue Notunterkunft in Iserlohn

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„Die Edelhoff-Niederlassung an der Friedrich-Kaiser-Straße 13 ist hervorragend geeignet als Notunterkunft für Flüchtlinge“, erklärte Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens am Donnerstag im Rathaus.

Anfang der letzten Woche habe er das Angebot für diese Liegenschaft erhalten, die im Besitz der Lobbe Entsorgung West GmbH & Co. KG ist. Bei der Besichtigung durch die Leiterin des Ordnungsamts Angela Schunke, Brandschutz und Bauaufsicht sowie KIM (Kommunales Immobilien Management der Stadt) habe sich gezeigt, dass die Immobilie sich als Notunterkunft und darüber hinaus auch langfristig als Sammelunterkunft eigne.
Fast 2.000 Quadratmeter Bürofläche sowie ca. 2000 Quadratmeter an Hallen stehen hier zur Verfügung. Sanitärbereiche sind bereits vorhanden. Der nötige Aufwand ist überschaubar. Lampen müssten ausgewechselt, funkvernetzte Rauchmelder installiert und die Heizung erneuert werden. Das würde Lobbe übernehmen und sei nach Aussagen des Eigentümers bis Mitte Oktober machbar.

"Wirklich ein Idealfall"

„Es ist wirklich ein Idealfall, dass wir diese Immobilie angeboten bekommen haben“, erklärte Dr. Ahrens, der die Fraktionen am Donnerstagmorgen informierte. „Sie ist viel besser geeignet als die Almelohalle, und die kann dann wieder für den Schulbetrieb genutzt werden.“ Zwar liege die Immobilie nicht zentral in der Innenstadt, was bisher stets als wichtiges Kriterium gegolten habe. „Aber es sind nur drei Kilometer bis zum Rathaus, es gibt gute Verbindungen, und das Versorgungszentrum Schapke ist fußläufig erreichbar“, so Ahrens. Hennen, das aufgrund seiner Lage immer ausgeschlossen worden sei, sei zehn Kilometer entfernt.

Immobilie bietet viele Vorteile

Auch Ordnungsamt-Leiterin Angela Schunke sieht nur Vorteile: „Hier sind nur Kleinigkeiten nötig, um einen kurzfristigen Bezug zu ermöglichen.“ In den Büroräumen könne man kleine Wohneinheiten schaffen, die großen Hallen für das Catering und als Aufenthaltsrum nutzen, weitere Hallen zum Spielen für die Kinder oder zum Deutschunterricht. Die bereits vorhandenen Sammelduschen könnten leicht abgetrennt werden. „Außerdem gibt es jede Menge Freifläche auf dem eingefriedeten Gelände, um sich auch draußen aktiv zu bewegen.“
„Das ist eine wirkliche gute Lösung mit vielen Vorteilen“, ist auch Klaus-Peter Knops, Leiter des Ressorts Sicherheit, Bürger, Feuerwehr, überzeugt. „Wir möchten, dass die Leute menschenwürdig untergebracht werden.“ Mehr als 150 Zuweisungen seien seit Anfang September erfolgt. 180 Flüchtlinge befinden sich derzeit in der Almelohalle.
„Bei den Notunterkünften steht die Notlage im Vordergrund, bei den zugewiesenen Flüchtlingen die Integration“, so Ahrens. Die Flüchtlinge in Notunterkünften würden künftig nicht mehr so lange bleiben wie in der Almelohalle, das sei eine Ausnahme gewesen.
Dass die Almelohalle noch einmal belegt werde, sei nicht ausgeschlossen, aber „hochgradig unwahrscheinlich“, so Ahrens.
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