Frontal 21 - Frust im Jobcenter - Kunden und Mitarbeiter unter Druck

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„Täglicher Nervenkrieg: So fühlt sich für viele ihr Arbeitsplatz im Jobcenter an. Dort spielen sich nicht selten Dramen ab: Verzweifelte Hartz IV-Empfänger treffen auf überforderte Mitarbeiter. Schaffen die keine Erleichterung, dann kommt nichts mehr. Außer Frust. Manchmal schlägt der dann auch in Gewalt um. So wie gerade in Leipzig, wo ein Mann mit einem Hammer auf eine Jobcenter-Mitarbeiterin losging. Hartz IV - das macht auf beiden Seiten Angst. Nur Politikern nicht, berichten Anke Becker-Wenzel, Dana Nowak und Gabriele Winter.“
zdf.de

Und während Ursula von der Leyen, als Bundesarbeitsministerin der CDU mit einer Aussage vom 23.09.2011 „Wir haben eine Rekordbeschäftigung, die höchste seit der Wiedervereinigung“ zitiert wird, kommentieren die Berichterstatter nur knapp (zdf.de):

„Politikerträume von Vollbeschäftigung.“

Dass die Fakten in der Alltagspraxis der Arbeitslosenverwaltungsbehörde ganz anders aussehen, weiß nicht nur Inge Hannemann, Mitarbeiterin eines Hamburger Jobcenters. Eigentlich wissen das wohl alle Jobcentermitarbeiter. Nur, Frau Hannemann kritisiert das System als Insiderin laut und findet damit auch in Kollegenkreisen viel Anerkennung.

Allerdings auch Kritik. Ihr Arbeitgeber hat sie freigestellt. Frei nach dem Wort:
„Der Knabe, der die Wahrheit spricht, den mag man nicht.“

Frau Inge Hannemann verrät:
„Alle Mitarbeiter stehen unter diesem Druck eben die Vermittlungsquote zu erfüllen. Man spricht immer so von rund 25 Prozent. Dann das Absolventmanagement zu erfüllen, das ist eine innere Quote, die wir haben. Also, wir kriegen ja wirklich intern E-Mails, wo es heißt: so und so viele Erwerbslose in diese Maßnahme von jedem Arbeitsvermittler, obwohl ich gar nicht die Leute dafür passend habe, trotzdem muss ich da rein buchen. Das ist dann diese Sinnlosigkeit von Maßnahmen.“




weitere Videos dazu:
http://hoelderlin.blog.de/2013/06/06/frontal-21-fr...
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