Grüne erkundeten Iserlohn mit E-Bikes

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Rund 30 Teilnehmer konnte Denis Potschien, Sprecher des Stadtverbandes Iserlohn-Hemer von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am vergangenen Sonntag zur grünen E-Bike-Tour begrüßen. Darunter waren ebenso viele Grüne wie interessierte Bürgerinnen und Bürger, die das Fahren mit einem E-Bike einmal ausprobieren wollten.

Geleitet wurde die Tour von Martin Isbruch, Vorsitzender des ADFC Iserlohn und Märkischer Kreis, der für die Grünen eine Tour quer durch Iserlohn zusammengestellt hatte. „Wir wollten mit unserer Tour nicht nur die Potenziale von Pedelecs für den Alltagsverkehr praktisch testen, sondern auch auf Probleme hinweisen, mit denen Radfahrende in Iserlohn tagtäglich zu kämpfen haben“, so Denis Potschien.

Daher wurde nicht ausschließlich auf Radwegen wie dem entlang des Baarbaches geradelt, sondern auch auf viel befahrenen Straßen wie beispielsweise der Baarstraße. Martin Isbruch machte deutlich, dass der ADFC nicht pauschal für mehr Radwege steht: „Die Radfahrenden müssen als normale Verkehrsteilnehmende – wie Autofahrende auch – im Straßenverkehr akzeptiert und bei der Planung einbezogen werden.“

Leider wird aus Sicht des ADFC und der Grünen viel zu oft ausschließlich für den motorisierten Verkehr geplant und gebaut. „Das gilt selbst für baulich getrennte Radwege. Wer auf dem Radweg entlang des Baarbaches oder auf der Bahntrasse fährt, muss Autofahrenden, die auf einer Nebenstrecke den Radweg kreuzen, stets Vorfahrt gewähren. Hier wäre es sinnvoll, den Radweg zur Vorfahrtstraße zu machen, wie dies für die in NRW neu entstehenden Radschnellwege vorgesehen ist“, erklärt Martin Isbruch.

Ob Verkehrsführung, Raumkonflikte mit ruhendem Verkehr oder fehlende Fahrradabstellanlagen an Supermärkten und selbst an einigen städtischen Einrichtungen – oftmals werden Radfahrende nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt.

„Die schwierige Topografie Iserlohns muss immer wieder als Grund herhalten, warum der Radverkehr als Alltagsverkehrsmittel in unserer Stadt angeblich nicht in Frage kommt“, so Martin Isbruch. Doch die E-Bike-Tour der Grünen hat gezeigt, dass dank der elektrisch unterstützten Räder das Fahren auch an steilen Straßen – wie der Schapker Weg oder die Griesenbraucker Straße – keine Schwierigkeit ist und das von Isbruch zu Beginn angedeutete „enorme Alltagspotential für eine Stadt wie Iserlohn“ nicht zu viel versprochen war.

Davon zeigten sich auch die Teilnehmer der E-Bike-Tour beeindruckt. Die dreieinhalbstündige Tour, die vom Bahnhof, über den Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse, über Sümmern bis Kalthof und wieder zurück führte, war für alle ohne große Anstrengung bewältigt worden.
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