Hannelore Kraft in Iserlohn

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Mit der Aktion „Ein Herz für Flüchtlinge“ empfingen die Demonstrierenden NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei ihrer Ankunft vor der Schauburg.

Eigentlich war NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Freitabend nach Iserlohn gekommen, um den amtierenden Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens im Wahlkampf zu unterstützen.


Im wahrsten Sinne „herzlich“ empfangen wurde sie aber zunächst von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die Schilder mit roten Herzen in die Höhe hielten. Was sich dahinter verbarg, erfuhr sie im Gespräch mit den Demonstrierenden und Organisatoren der Aktion wie Pfarrer Andres Michael Kuhn und Vertretern des Flüchtlingsnetzwerkes. Sie engagieren sich dafür, dass die bereits seit einem Monat in der Almelo-Halle untergebrachten Flüchtlinge in Iserlohn bleiben dürfen, bis die Entscheidung über ihren Asylantrag gefallen ist. „Ich kann Ihnen hier und heute nichts versprechen“, so Kraft, „aber ich finde es ganz toll, was Sie machen - bitte hören Sie nicht auf!“

"Wir sind doch ein starkes Land!"

Auch bei der anschließenden „eigentlichen“ Veranstaltung im Goldsaal, zu der der SPD-Stadtverband eingeladen hatte, war die Aufnahme von Flüchtlingen ein Thema. Die Ministerpräsidentin erläuterte das bestehende Asylsystem und forderte finanzielle Entlastung für die Kommunen. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, dass wir das hinkriegen - wir sind doch ein starkes Land!“, appellierte sie an die Anwesenden.
Auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens ging in seiner Ansprache auf das Thema ein und zog eine Bilanz der vergangenen vier Wochen, in denen die Aufnahme der Flüchtlinge die Stadt vor große Herausforderungen gestellt habe. „Ich bin stolz auf die Iserlohner, dass sie die Flüchtlinge herzlich empfangen haben.“ Sein Dank ging auch an die vielen Freiwilligen, die bei den vielfältigsten Aufgaben helfen. An Kraft appellierte er: „Wir bitten Dich, den Wunsch dieser Menschen zu unterstützen“, wandte er sich an Kraft.
Dann zog Ahrens ein Resumee der vergangenen sechs Jahre. Er habe praktische, handfeste und errreichbare Ziele formuliert, und vieles habe sich zum Guten gewendet. „Iserlohn braucht mehr als Plattitüden wie `Iserlohn kann mehr´- das langweilt selbst im Wahlkampf“, so Dr. Ahrens.

"Hervorragende Bilanz"
Eine hervorragende Bilanz attestierte dem Amtsinhaber auch Hannelore Kraft. „Eine solche Bilanz kann kaum jemand vorweisen“, betonte sie. Und: „Ich finde es beeindruckend, mit welcher Ruhe Du das tust.“
In der Talkrunde, in der Kraft und Ahrens auch Fragen der anwesenden Bürger beantworteten, ging es dann um Themen wie bezahlbaren Wohnraum, Wirtschaft und Digitalisierung sowie Bildungs- und Sozialpolitik.
Die ausreichende Breitbandversorgung sei immens wichtig im Hinblick auf die Zukunft der Wirtschaft und des Landes. „Wir müssen die Unternehmen unterstützen.“ Die SPD habe die Digitalisierung in den Mittelpunkt gerückt. „Und das versprechen wir: Dass bis 2018 jeder schnelles Internet hat“, so Kraft. Auch das Thema Bildung lag der Ministerpräsidentin besonders am Herzen - sie dürfe nicht „vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein.“
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