Mike Janke: „Ich sehe Iserlohn gut aufgestellt“

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„Nein, langweilig wird es mir bestimmt nicht. Wir können in den kommenden Jahren sehr viel Richtungsweisendes in Iserlohn gestalten.“

Mike Janke, seit Januar 2014 Leiter des Ressorts Planen, Bauen, Umwelt- und Klimaschutz, hat viele Ideen und Pläne, die er zusammen mit seinem Mitarbeiter-Team ausarbeiten und der Politik zur Entscheidung vorlegen wird. „Was noch im Jahr 2015 von uns im Planungsausschuss vorzustellen ist, sind Vorschläge, wie eine Lösung für die Alexanderhöhe aussehen könnte. Wir sollten uns unbedingt mit diesem Thema beschäftigen. Erst einmal auch unabhängig von den Hallenbau-Gedanken von Prof. Walther auf dem Seilersee-Campus.“
Nichts hält Mike Janke von „der Bebauung jedes zur Verfügung stehenden Quadratmeters“. Janke: „Wir müssen auch eine Flächenbevorratung vornehmen und dann die Chance wahrnehmen, wenn sich ein entsprechend gutes Fenster für ein spannendes Projekt öffnet.“

Der Rupenteich ist eine "Herzensangelegenheit"

Eine Herzensangelegenheit ist für ihn der Bereich rund um den Rupenteich mit Blickrichtung Danzturm. „Ich habe mir mal die alten Schödder-Pläne herausgesucht und bin sehr angetan. Wir werden versuchen, den Rupenteich nach dem historischen Vorbild zu gestalten.“ Mit einem Augenzwinkern stellt er fest, „dass der Rupenteich ein kleines Hobby von mir ist. Ich möchte gerne, dass wir hier ein Kleinod schaffen, das viel Zustimmung in der Bevölkerung findet und somit auch wieder zu einem Anziehungspunkt wird.“
Neben diesen ganz konkreten Maßnahmen in Alt-Iserlohn und den vielen Positiv-Baustellen in Letmathe (u. a. Bahnhof, Lenneschiene, Volksgarten und Aquamathe) prüft die Janke-Abteilung anhand der demografischen Entwicklung, welche Trends in den einzelnen Stadtteilen abzusehen sind. „Iserlohn verliert als Stadt insgesamt an Bürgern. Nur Sümmern und das Zentrum liegen nicht in dem Trend, sondern zeigen sich stabil.“
Dies bedeutet, dass genau nachzuschauen ist, welche ortsteilbezogenen Maßnahmen zu ergreifen sind. Janke: „In Hennen wohnen beispielsweise viele junge Leute. Hier ist es ganz wichtig, dass die Infrastruktur mit Schule, Kindergarten und Freitzeiteinrichtungen vorhanden sind, damit die jungen Leute auch bleiben, weil der Ortsteil attraktiv ist.“
Für das Zentrum bedeutet die demografische Entwicklung, dass besonders Ältere gerne stadtnah wohnen möchten. „Das“, so Janke, „gilt es erst einmal festzuhalten. Es ist für uns als Verwaltung auch von Bedeutung, dass wir, wie am Fritz-Kühn-Platz oder am Mühlentor, attraktives Innenstadtwohnen ermöglichen.“ Und er stellt fest, „dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.“

Das Kernstück nicht als Ganzes auf einmal

Das erhofft er sich in den kommenden Wochen und Monaten unter anderem auch von den Schillerplatz-Gesprächen mit Iserlohner Kaufleuten. „Was Karstadt betrifft, können wir bis 2021, so lange ist der Vertrag erst einmal bindend, solide mit einem Warenhaus planen.“ Unabhängig von dieser Tatsache möchte Janke aber auch kurzfristig in erste Projektideen einsteigen. „Wir als Stadt sollten diese Gelegenheit nutzen, um uns über den Schillerplatz und die zur Laarstraße und Dicken Turm angrenzenden Flächen richtungsweisend zu unterhalten. Zu diesen Überlegungen gehört vor allem auch die Sparkasse. Hier sind dann auch Entscheidungen von der Politik zu treffen. Das wird eine spannende Diskussion geben, weil wir diesen gesamten Bereich im Fokus haben müssen.“ Wichtig ist Mike Janke aber der Hinweis, „dass wir dieses innerstädtische Kernstück nicht als Ganzes auf einmal umsetzen können und dürfen.“ Nichts zu tun wäre genauso verkehrt. Janke: „Wir haben lange genug gewartet.“

"In Sachen Schule sind wir vorbereitet"

Spannend wird das Thema Schule, wenn die genauen Anmeldezahlen Ende kommender Woche vorliegen. „Wir sind vorbereitet und können zeitnah in die Bearbeitung einsteigen,“ hält sich Janke aber verständlicherweise noch bedeckt.
Und sonst? „Ich sehe Iserlohn als attraktive Einkauf- und Wohnstadt. Wir tun viel, um die Qualität zu erhalten und zu steigern. Nicht alles kann auf einmal umgesetzt werden. Manchmal muss man auf dem Weg auch noch Korrekturen vornehmen. Denn schließlich gibt es überregionale Entwicklung, auf die wir keinen Einfluss haben, die aber die Stadt durchaus betreffen. Ich sehe uns insgesamt gut aufgestellt, so dass sich Iserlohn in der Zukunft auch sehr gut im Wettbewerb gegen die umliegenden Städte behaupten kann und wird.“
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