Olaf Pestl‘s 2013-„Baustellen“

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Sogenannte „Baustellen“ sind dem Iserlohner Baudezernenten Olaf Pestl im vergangenen Jahr nicht ausgegangen.

von Rainer Tüttelmann

Iserlohn. „Aber nicht alle Themen konnten abgearbeitet werden,“ stellt Pestl im Gespräch mit dem STADTSPIEGEL fest. So ist es nach seiner Auffassung noch viel zu früh, um etwas Konkretes in Sachen Bebauung des Parks von Haus Ortlohn zu sagen. „Es liegt unsererseits auch noch überhaupt keine Genehmigung zur Abholzung der 113 Bäume vor. Ich kann mir eine solche Genehmigung zurzeit schwer vorstellen.“ Olaf Pestl verweist zudem auf die Bürgerbeteiligung. „Es wird wieder eine geben.“ Ein Bebauungsplan der Evangelischen Landeskirche als Eigentümerin liegt jetzt schon sehr detailliert vor. „Auf dem ist auch genau erkennbar, wo was gebaut werden soll.“
In der Schwebe befindet sich auch die „Neuausrichtung“ des Letmather Bahnhofs. „Leider gibt es da keine endgültige Entscheidung.“ Der Märkische Arbeitgeberverband hat sich als Interessent noch die Optionen offen gelassen und sich nicht entschieden, dort eine schulische Einrichtung unterzubringen.
Ob es in Sachen Alexanderhöhe und Bahnhofsgelände einen „Durchbruch“ in 2013 geben wird, hängt auch davon ab, ob eine europaweite Ausschreibung Erfolg haben wird. Pestl: „Wir werden in dieser Angelegenheit mit einem Projektberater zusammenarbeiten. Der Experte soll uns sagen, was erforderlich ist .“ Die Ausschreibung wird für das kommende Jahr vorbereitet. Mit der logischen Konsequenz, „dass es noch einmal ein Jahr dauert, bis möglicherweise ein Ergebnis vorliegt.“ Pestl: „Am optimalsten wäre es, wenn wir dann einen Investor gefunden haben.“ Das Thema „Neubau der Parkhalle“ wird nach Pestls Auffassung auch in der Ausschreibung enthalten sein. „Zudem wollen wir auch das ehemalige Gelände des Güterbahnhofs mit in diese europaweite Ausschreibung platzieren.“
Ein anderes städtebauliches Objekt hingegen nimmt immer mehr Fahrt auf. Die Rede ist von der Südlichen Innenstadt. Gerade erst erhielt die Stadt ihre zweite Zuwendung in Millionenhöhe. „Während wir mit den Mitteln der ersten Zuwendung zunächst verstärkt eine planerische Basis schaffen mussten, können wir mit dieser zweiten Zuwendung Investitionen unter anderem Auf der Hardt oberhalb des Radweges vornehmen.“ Pestl rechnet in der zweiten 2013-Jahreshälfte mit dem Abriss des Christophery-Fabrikgebäudes und mit einer Umgestaltung des Läger-Sportplatzes. „Aber in Sachen Sportplatz benötigen wir noch einen politischen Beschluss“, blickt Pestl auf die anstehenden Ausschuss-Debatten. Die Südliche Innenstadt bietet nach Pestl-Meinung auch die Möglichkeiten, verstärkt in das innerstädtische Wohnen zu investieren. „Auch wenn ich mit dem guten Verkauf der Dahlbreite-Immobilien widerlegt werde, bin ich dennoch der Auffassung, dass das Wohnen auf der Grünen Wiese in Zukunft weniger gefragt sein wird. Die innerstädtische Infrastruktur ist gerade für die älteren Menschen von großem Nutzen.“
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