Parkhalle: CDU und SPD ziehen an einem Strang

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Dimitrios Axourgos, Fraktionsvorsitzender SPD, und Fabian Tigges, Fraktionsvorsitzender CDU, ziehen beim Thema Alexanderhöhe an einem Strang.

„Es ist wichtig, dass die beiden großen Fraktionen der Stadt Verantwortung übernehmen und gemeinsam eine Lösung suchen“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Fabian Tigges bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im Vorfeld der Ratssitzung. Gemeinsam stellen CDU und SPD einen Antrag zur „Überplanung des Areals der Parkhalle Iserlohn“ und zum „Anbau an das Parktheater.“

Auslöser für die Gespräche der Fraktionen sei ein Treffen der CDU-Bürgermeisterkandidatin Katrin Brenner mit Vertretern des IBSV gewesen, in dem die Bedarfe ermittelt worden seien (der STADTSPIEGEL berichtete).
CDU und SPD wollen für die Parkhalle einen Anbau an das Parktheater errichten lassen, der Platz für rund 1.000 Besucher bietet. In den nächsten Sitzungen des Kultur- und Planungsausschusses soll die Verwaltung beauftragt werden, die Kosten für einen solchen Anbau zu ermitteln und ein Verkehrs- und Parkkonzept zu erarbeiten, um die Probleme im angrenzenden Wohnfeld zu minimieren. Bei der Überplanung des Park- und Hallengeländes sollen die Belange des IBSV berücksichtigt werden.
Bis zur Fertigstellung der neuen Feierstätte soll die Parkhalle erhalten bleiben, für das in der Halle befindliche Keglerheim soll eine Alternative erarbeitet werden. Außerdem soll für die Umgestaltung des Parkgeländes ein Wettbewerb ausgelobt werden.
Die SPD hatte bereits 2013 einen Antrag für einen Anbau zur Attraktivitätssteigerung des Parktheaters gestellt, der eine Größenordnung von 500 Plätzen vorsah. Die CDU ihrerseits habe eine Veranstaltungshalle mit rund 1000 Plätzen erhalten wollen. „So weit lagen wir nicht auseinander“, sagte Tigges. Wir haben jetzt die gute Idee der SPD mit der guten Idee der CDU übereinandergelegt und einen gemeinsamen Antrag als Ergebnis.“

„Viele Kritikpunkte hinfällig“

Dimitrios Axourgos befürwortete die Zusammenarbeit der beiden Fraktionen beim Thema Alexanderhöhe. „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Der erarbeitete Antrag sei sehr nah an dem Vorschlag der Verwaltung - das zeige, dass diese gute Arbeit geleistet hätte. „Die Alexanderhöhe muss das ganze Jahr über attraktiv sein - für alle Iserlohner. Neben den Veranstaltungen des IBSV würde es auch für andere Veranstaltungen wie z.B. Abi-Bälle oder Auftritte von Künstlern einen Ort im Zentrum Iserlohns geben. Und durch die Umgestaltung des Parkgeländes können dieser als Einstieg in den Stadtwald erlebt werden. So würde sich eine „grüne Achse“ vom Danzturm bis hin zum Bahnhof ergeben.
Die Idee eines Hallenneubaus durch einen privaten Investor soll weiter unterstützt werden. „Das eine schließt das andere nicht aus“, so Axourgos.
Beide Fraktionsvorsitzenden sind von diesem Lösungsansatz überzeugt und sicher, dass dadurch viele Kritikpunkte, die seitens der Bürgerinitiative zum Erhalt der Parkhalle angebracht wurden, hinfällig sind. „Aus unserer Sicht ist damit das Bürgerbegehren obsolet“, so Dimitrios Axourgos.
In der anschließenden Ratssitzung gab es dann allerdings Gegenwind: Grüne und Linke zeigten sich wenig angetan von dem Vorhaben von CDU und SPD. „Das geht in eine Richtung, die längst abgefrühstückt ist“, erklärte Elke Olbrich-Tripp, und ändere nichts an der Problematik im angrenzenden Wohnumfeld und den daraus resultierenden Widerständen der Anwohner.
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