Vogelgrippe: Geflügel in Iserlohn muss im Stall bleiben

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Die Geflügeldichte in Nordrhein-Westfalen. (Foto: Grafik: lanuv.nrw.de)

Ab sofort muss Geflügel in den Städten Iserlohn und Halver sowie in den Gemeinden Nachrodt-Wiblingwerde und Schalksmühle im Stall bleiben. Wegen der sich ausbreitenden Vogelgrippe wurde ein sogenanntes Aufstallgebot erlassen.

Aufstallpflicht in vier Kommunen

Wegen der grassierenden Vogelgrippe ist für das Gebiet der Städte Halver und Iserlohn sowie für die Gemeinden Nachrodt-Wiblingwerde und Schalksmühle eine sogenannte Aufstallpflicht für Geflügel erlassen worden. Das teilt der Märkische Kreis mit. Der Kreisveterinär hatte die Geflügelhalter in der Region bereits vor einer Woche informiert, dass dies alsbald so kommen könnte. Die Aufstallung muss in jeder Gemeinde erfolgen, in der die Geflügeldichte 1.000 Tiere pro Quadratkilometer überschreitet. Wie Kreisveterinär Dr. Dieter Sinn mitteilt, sind jetzt auch Hobbyhalter verpflichtet, vor ihren Ställen Desinfektionsmöglichkeiten bereitzuhalten. Sie dürfen auch niemanden mehr in die Ställe lassen.

Vogelgrippe breitet sich aus

Seit dem 08. November wurden mehr als 100 Fälle von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI), Subtyp H5N8, bei Wildvögeln in mehreren Bundesländern nachgewiesen. Auch vier Hausgeflügelbestände in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein waren betroffen. Jetzt wurde auch ein Verdacht bei einem Wildvogel im Kreis Wesel als H5N8 HPAI bestätigt. Auch bei einer Wildente, die am Mittwoch 16. November, am Ufer des Hengsteysees in Hagen im Bereich Seestr/Freibad Hengsteysee gefunden worden war, wurde das Geflügel-Influenza-Virus vom Typ N5 nachgewiesen. Der Verdacht hat sich am Sonntag bestätigt: Eine auf Hagener Stadtgebiet gefundene Ente hat sich mit dem für Geflügel gefährlichen H5N8-Virus infiziert und ist verendet.

Aus diesem Grund muss eine Ausweitung der bisher gemäß § 13 der Geflügelpestverordnung ausgewiesenen Risikogebiete erfolgen und eine entsprechende Aufstallung von Geflügel in diesen Gebieten veranlasst werden. „Wir gehen davon aus, dass es schon bald zu einer landesweiten Aufstallpflicht kommen wird“, so Kreisveterinär Dr. Dieter Sinn.
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