Wirtschaftsinitiative WIN und CDU-Fraktion im Landtag fordern schnellen A46-Weiterbau

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Die Wirtschaftsinitiative Nordkreis mit ihrer Vorsitzenden Gudrun Winner-Athens hatten den heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick (5.v.l.) und den verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion Klaus Voussem (6.v.l.) zu einem Meinungsaustausch über den Weiterbau der A46 ins Forum der Winner-Spedition eingeladen. Foto: Schulte

"Bis 2030 wird beim Güteraufkommen eine weitere Steigerung um 38 Prozent prognostiziert und im vergangenen Jahr betrug die Gesamtstaulänge in NRW unvorstellbare 388.000 Kilometer, das ist die Strecke von der Erde bis zum Mond", veranschaulichte Gudrun Winner-Athens die Dimension, "vor diesem Hintergrund fordern wir als Wirtschaftsinitiative des Märkischen Nordkreises, noch in diesem Jahr mit den konkreten Planungen zumindest für den ersten Teilabschnitt der A45 bis nach Menden zu beginnen."

Der WIN gehe es bei ihren Forderungen um Netzlösungen und Mobilität. "Unsere Speditionsmitarbeiter sitzen zu Stoßzeiten auf den rund acht Kilometern zwischen unseren Logistikzentren an Pater und Nonne und der Edelburg bis zu 90 Minuten unproduktiv im Stau", machte die Leiterin der gleichnamigen Letmather Spedition zusammen mit Vertretern der SIHK und der Kreishandwerkerschaft bei einem Meinungsaustausch mit dem verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im NRW-Landtag Klaus Voussem klar.

"NRW-Staus bis zum Mond"

Der lag dann auch voll auf der WIN-Linie. "Wir haben das verstanden." Seit 2012 hätten sich die Staus in NRW verdoppelt. "Das ist vertane Lebenszeit, ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden und zudem auch noch umweltschädlich."
Für ihn sei es unstreitig, dass der Lückenschluss der A46 zwischen Hemer und Neheim das wichtigste Infrastrukturprojekt in Südwestfalen. Aus Sicht der CDU-Fraktion besteht nunmehr kein Hindernisgrund mehr für einen sofortigen Planungsstart zumindest des ersten, 7,6 Kilometer langen Teilabschnittes bis Menden, der im 2016 verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan im "vordringlichen Bedarf" verzeichnet ist. "Das Geld aus Berlin liegt bereit, das Linienbestimmungsverfahren für den auch aus Naturschutzaspekten unproblematischen Abschnitt hat bereits begonnen und die Umweltverträglichkeitsprüfung liegt bereits seit einem Jahr vor", zeigt der CDU-Politiker wenig Verständnis für die anscheinende Verzögerungstaktik der rot-grünen NRW-Landesregierung.

"Ampel bei der A46 unverzüglich auf Grün stellen"

Und auch der Iserlohner CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick versprach, weiter Druck zu machen. "Es ist deutlich mehr möglich, als Straßen.NRW bei allen sicherlich vorhandenen Personalengpässen derzeit darstellt." Die Planung müsse noch in 2017 vorangetrieben werden. Und falls das landeseigene Unternehmen Straßen.NRW mit den Planungen überfordert sei, gebe es durchaus die Alternative der Fremdvergabe zum Beispiel an die DEGES. "Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH könnte die Planungen auch durchführen", so Thorsten Schick. Die Bundesgesellschaft hat bereits auch in NRW mehrere Autobahnprojekte geplant und ausgeführt, aktuell die dreier Projekte im Bereich Hagen mit dem Ersatz der Volmarsteiner Brücke.
"Wir als CDU wollen jedenfalls die Ampel bei der A46 unverzüglich auf Grün stellen", versprach Thorsten Schick abschließend. Worte, die bei den WIN-Mitgliedern erfreut zur Kenntnis genommen wurden. Aber auch die Unternehmens-Vertreter bleiben nicht untätig bei ihrem Kampf für den Weiterbau. Im März wollen sie nochmals ihren Forderungen direkt bei NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) Nachdruck verleihen.
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