Pokémon Go: Spiel und Spaß mit Risiken

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Pokémon Go bedeutet nicht nur Spaß, sondern ist auch mit Risiken verbunden. Foto: Pixabay

Der Hype um das Spiel Pokémon Go hat auch die Iserlohner Bürger gepackt.
Immer mehr Menschen ziehen mit gesenktem Kopf auf Monsterjagd durch die
Straßen.

An sogenannten Pokéstops können sich die Nutzer mit virtuellen
Spielgegenständen versorgen. Der Übergang von der realen in die virtuelle Welt ist
hier fließend. „Dies verspricht nicht nur Spiel und Spaß, sondern ist auch datenschutzrechtlich kritisch zu sehen", warnt Anke Müller von der Verbraucherzentrale Iserlohn.

Datenschutzrechtlich kritisch

Der App müssen diverse Zugriffsrechte eingeräumt werden, wie z.B. Zugriff auf die Kamera, das GPS-Signal zur Standortermittlung, den Gerätespeicher und auch die Kontaktliste des jeweiligen Spielers. Die Firma Niantic Labs, welche hinter dem Spiel steht, schreibt in ihrer Datenschutzerklärung, dass sämtliche gesammelten oder gespeicherten Daten in den Besitz der Firma übergehen. Durch die Gerätekennung und das Login kann der jeweilige Nutzer eindeutig identifiziert werden. Der Anbieter kann also jederzeit den Standort des jeweiligen User herausfinden. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) sieht dies ebenfalls kritisch und hat die Firma zu insgesamt 15 Klauseln abgemahnt. Die Macher der App wollen zukünftig wohl auch Geld damit verdienen, Pokéstops gegen die Zahlung einer Gebühr in Geschäften einzurichten, um Spieler damit in die Geschäfte zu locken.

Darauf sollten "Monsterjäger" achten

„Wichtig für den einzelnen Spieler ist, dass er die Persönlichkeitsrechte zufällig anwesender Personen nicht verletzt“, so Anke Müller. „Es ist ganz klar verboten, in sozialen Netzwerken Fotos mit seltenen Pokémons zu veröffentlichen, auf denen unbeteiligte Personen klar zu erkennen sind.“
Ein weiterer Tipp lautet: Achten Sie auf Ihre Umgebung! Zum einen kann es durch das ständige Starren auf das Smartphone zu Unfällen kommen, zum anderen gibt es mittlerweile Meldungen aus den USA, wo Diebe sich gezielt in der Nähe der Stops aufgehalten haben. Hierbei dürfte es sich jedoch um Einzelfälle handeln. Der Jagdeifer sollte nicht übertrieben werden, das Betreten fremder Grundstücke erfüllt den Tatbestand des Hausfriedensbruchs. Zu beachten ist außerdem noch, dass die App einen hohen Akkuverbrauch nach sich zieht. Wie bei fast allen Apps gibt es auch hier die Möglichkeit der sogenannten In-App-Käufe. Hier kann man über eine Funktion kostenpflichtiges Spielezubehör erwerben, um im Spiel schneller zum Erfolg zu kommen. Dass die virtuelle Währung „Pokémünzen“ aber einen echten Gegenwert in barem Geld hat, ist gerade den jüngeren Nutzern oft nicht klar.
Weitere Informationen zu Pokémon Go unter www.verbraucherzentrale.nrw und www.checked4U.de
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