"Radeln nach Zahlen": Wegweisung vereinfacht Orientierung

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Vorstellung des Systems vor dem Knotenpunkt am Stadtbahnhof Iserlohn (v.l.): Martin Bußkamp (Stadtmarketing), Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens sowie Bernd Schlünder und Michael Kuprat (Verkehrsplanung Stadt Iserlohn).

Ein neues Knotenpunktsystem soll jetzt Radlern den Weg von A nach B erleichtern: Die rot-weiße Radwegweisung wurde in den letzten Wochen auch in Iserlohn noch einmal ergänzt und gemäß dem Prinzip „Radeln nach Zahlen“ optimiert.

Das gesamte Radwegenetz in Südwestfalen - mehr als 3.000 Kilometer - wurde in eine Art Wabenstruktur eingeteilt. An den Eckpunkten jeder Wabe ergeben sich Knotenpunkte, die die Waben miteinander verbinden, von hier aus können die Radler also in mehrere Richtungen weiterfahren. Die signalroten „Knotenpunkthütchen“ weisen den Weg: Die Knotenpunkte sind mit Ziffern nummeriert, an denen sich die Radfahrer orientieren können.

Flächendeckende Beschilderung

„Die Idee dahinter ist es, das Radwegenetz flächendeckend zu beschildern und beliebte Radrouten wie den `RuhrtalRadweg´ z.B. mit dem `Ruhr-Lenne-Achter´ oder der `Lenneroute´ zu verbinden“, erklärte Bernd Schlünder (Verkehrsplanung Stadt Iserlohn) bei der Vorstellung des Systems.
Insgesamt elf Knotenpunkte gibt es in Iserlohn: Stadtbahnhof, Kreuzung Westfalenstraße/Schlesische Straße, Hemberg, Seilersee, Baarbachtal (Am Westhang), fünf Punkte rund um Hennen und Letmathe (An Pater und Nonne). In den letzten Wochen wurden dort jeweils an den vorhandenen rot-weißen Wegweisern für Radfahrer die „Knotenpunkt-Ziffern“ und Richtungshinweise ergänzt.
An allen wichtigen Knotenpunkten im Märkischen Kreis werden insgesamt 62 kleine oder große Informationstafeln installiert. „Sie erhalten einen Kartenausschnitt und Infos zum jeweiligen Standort“, so Schlünder. Mit Hilfe eines „QR-Codes“ können Radler zur Homepage „Radeln nach Zahlen“ gelangen und weitere Informationen abrufen. Die Tafeln werden voraussichtlich im Dezember installiert. Auch die angrenzende Radregion Rheinland hat das System, das ursprünglich aus den Niederlanden kommt, in den vergangenen Monaten installiert. „Nach und nach soll ganz NRW beradelbar werden“, so Schlünder. „Radeln nach Zahlen“ soll auch zum Radeln motivieren. Aber „es ist mehr ein radtouristische Projekt, nichts für den Alltagsradler - der kennt seine Wege“, stellte Schlünder klar.
„Radeln nach Zahlen“ ist ein Regionale-2013-Projekt der fünf südwestfälischen Kreise. Die Koordination erfolgte im Projektbüro „Radwerkstatt Sauerland-Siegerland-Wittgenstein“. Die Kosten für die touristische Vermarktung des Projektes belaufen sich auf 280.000 Euro. Zu 70 Prozent stammen die Mittel aus dem „Ziel-2-Programm“ in Nordrhein-Westfalen und damit aus EU- und Landesmitteln. Die restlichen 30 Prozent wurden durch die fünf Kreise in Südwestfalen finanziert.
Für den Märkischen Kreis belaufen sich die Kosten für die rot-weiße Wegweisung und das Knotenpunktsystem auf 75.000 Euro - davon übernimmt 70 Prozent das Land NRW.
Weitere Informationen finden Interessierte auch im Internet unter www.radeln-nach-zahlen.de.
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