Winterdienst in Hemer und Iserlohn: Mit 190 Mitarbeitern im Einsatz

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Achim Wetzel und Dr. Klaus Weimer (v.l.) sind vorbereitet. Foto: Märkischer Stadtbetrieb

Erste Flocken haben wir ja bereits gesehen, aber jetzt - oder spätestens zu den Weihnachtsfesttagen - kann der Schnee so richtig kommen! Routinemäßig sind die Vorbereitungen für den Winterdienst beim Märkischen Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer (SIH) abgeschlossen. Dabei erinnert der SIH daran, dass auch die Bürger zu einem guten Zusammenspiel eine Menge beitragen können, in manchen Bereichen aber auch müssen.



Die Lager in Iserlohn und Hemer sind mit rund 1.000 Tonnen Streumittel gefüllt. Für Schneeräumungen auf 758 Kilometern Straße und etwa 120 Kilometern Gehwege in Iserlohn und Hemer stehen 40 Räumfahrzeuge zur Verfügung, darunter auch Kleinfahrzeuge beauftragter Winterdienst-Unternehmen. So waren zum 30. November bereits 190 Mitarbeiter für Räumarbeiten im Einsatz. Die Rufbereitschaft wurde Mitte November aktiviert - an jedem Wochenende befinden sich 100 Kollegen in der Rufbereitschaft. „Wir legen für die Sicherheit im Straßenverkehr ein Höchstmaß an Flexibilität an den Tag“, erläutert Lars Büttner, einer von zwölf Winterdienst-Einsatzleitern, „der Winterdienst genießt jetzt absolute Priorität“.

Wo es für die SIH-Mitarbeiter sowie die zehn externen Unternehmen langgeht, weiß Achim Wetzel: „Wir müssen uns dabei nach klaren Prioritäten richten. Höchste Dringlichkeit besitzen Hauptverkehrsstraßen, Straßen für den öffentlichen Personennahverkehr sowie Zufahrtstraßen beispielsweise zu Krankenhäusern oder den 65 Schulen und 28 Kindertageseinrichtungen. Anschließend werden Verbindungs- und Wohnsammelstraßen betreut. Danach kann erst der Einsatz in reinen Wohn- und Anliegerstraßen erfolgen.“ Hier bittet der SIH aufgrund seiner Erfahrungen die Anlieger um Verständnis, wenn Wohngebiete hinten anstehen müssen. Wetzel: „Natürlich ist es nachvollziehbar, dass jeder seine Einfahrt schneefrei erreichen möchte. Doch müssen wir bei starken Schneefällen unbedingt die wichtigen Versorgungs- und Rettungswege, also die Straßen mit der Priorität I vorrangig berücksichtigen.“ Insbesondere bei den aufwendigen so genannten Handreinigungen auf Gehwegen stehen dem SIH alljährlich besondere Herausforderungen bevor.

Die Kolonnen auf den Straßen geben bei Schneefällen zwischen 4 Uhr morgens und 22 Uhr abends (Gehwege zwischen 5.30 und 18 Uhr) nicht nur ihr Bestes, sondern gewährleisten einen Service, der deutlich über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgeht. „Und dennoch können wir nicht überall und zu jederzeit vor Ort sein“, wirbt Wetzel für Verständnis. In diesem Zusammenhang verweist er auf einen Service des Märkischen Stadtbetriebs: Das jeweilige Straßenverzeichnis samt Dringlichkeitseinstufungen für Iserlohn und Hemer kann sich jeder Anlieger auf der SIH-Homepage unter http://www.sih-online.de/reinigung-und-winterdiens... herunterladen.

Die SIH-Verantwortlichen betonen dabei, dass die Einstufungen der Prioritäten politischen Beschlusslagen der Städte Iserlohn bzw. Hemer entsprechen und nicht durch SIH-Mitarbeiter festgelegt werden. Außerdem wurde eine Winterdienstzentrale (Tel. 02371/217-2888; von 8 bis 16 Uhr und rund um die Uhr über www.sih-online.de oder per E-Mail beschwerde-sih@sih-online.de) für Fragen und Hinweise eingerichtet.
Dabei versteht SIH-Bereichsleiter Achim Wetzel den Märkischen Stadtbetrieb als Service-Unternehmen, wenn Anrufer ein Anliegen vortragen, dessen Bearbeitung nicht durch den SIH erfolgt: „Wir werden Anregungen für den Bürger an die richtige Stelle leiten.“ Erinnern möchte Wetzel die Bürger parallel, dass auch sie in Sachen Winterdienst zu Schaufel und Besen greifen müssen. Weil sich die Iserlohner und Hemeraner Straßenreinigungssatzungen in Nuancen unterscheiden, hält der SIH umfangreiche Informationen auf der Homepage unter http://www.sih-online.de/reinigung-und-winterdiens... bereit. Unter anderem wird dort deutlich, dass die Bürgersteige nicht komplett, sondern auf einer Breite von einem Meter vor dem bewohnten Grundstück gereinigt werden müssen. Somit entsteht in den meisten Fällen ein Puffer zwischen Bordstein und Reinigungsfläche, in dem der Schnee liegen bleiben kann. „Ein Wettschüppen zwischen Mensch und Maschine und damit verbundene Verärgerung bleibt dann auch aus“, so Wetzel, dessen Credo im Winterdienst lautet, „gemeinsam kommen Bürgerschaft und SIH gut und sicher durch den Winter.“
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