Das Roosters-Eishockey ist zurzeit sehr sexy

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Nach dem 4:1-Heimsieg über Köln freuen sich Mannschaftsbetreuer Charles Kirchhoff (r.) und Trainer Jari Pasanen. (Foto: Jonas Brockmann)

Ein durchweg positives Zwischenfazit können die Verantwortlichen der Iserlohn Roosters nach 16 Partien in der Deutschen Eishockey Liga ziehen. 29 Punkte bedeuten aktuell Platz 5 in der Tabelle und das ist weit über dem, was sich die Sauerländer für diese Saison erhofft hatten. Da nach der Pause auch die verletzten Spieler wieder fit sein dürften, stehen die Chancen nicht schlecht, dass das Pasanen-Team weiter in der Erfolgsspur bleibt.

Einen richtigen Tiefpunkt gab es bislang bei den Sauerländern noch nicht. Vielleicht die drei Niederlagen in Folge im vergangenen Monat, wobei die Leistungen zum Teil recht ansprechend waren. Bestes Beispiel dafür war die 1:2-Heimniederlage gegen Augsburg, bei der die Fans trotzdem noch ihr Team lange nach Spielende feierten.

Starke Iserlohner Defensive

Die Stärken der diesjährigen Mannschaft sind traditionell normalerweise die Schwächen der Iserlohner. In den Jahren zuvor zählten die Roosters noch regelmäßig zu den Schießbuden der Liga. Aktuell stellt die Iserlohner Defensive mit nur 36 Gegentoren die zweitstärkste Abwehr der Liga. Trainer Jari Pasanen hat dabei zum Großteil auf das System vom Ende der letzten Saison gebaut, und das scheint auch sein neues Team verinnerlicht zu haben.

"Friedenspreis" für die Roosters

Auch in Sachen Disziplin haben sich die Roosters 2014 um 180 Grad gedreht. Von einem Platz an der Sonne in der Fairnesstabelle konnten Iserlohner Mannschaften bislang immer nur träumen. In dieser Saison ist das anders. Die Spieler haben gemerkt, dass man Spiele nicht von der Strafbank aus gewinnt und unterlassen seitdem weitestgehend unnötige Fouls. Mit einem Schnitt von unter zehn Minuten pro Begegnung sind die Sauerländer momentan die fairste Mannschaft der Liga.
Ein weiteres Faustpfand sind sicherlich die Fans. Sie honorieren die starken Leistungen mit ihrem Besuch in der Eisporthalle. Mit einem Schnitt von 4.060 Zuschauern pro Heimspiel kamen bereits zum jetzigen Zeitpunkt rund 600 (!) Zuschauer mehr als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Eishockey ist momentan sehr sexy in Iserlohn.

Ohne Mike York schwächelte das Überzahlspiel

Große Schwächen gab es bislang eigentlich nicht zu vermelden. Durch die vielen verletzungsbedingten Ausfälle litt allerdings gerade das Überzahlspiel. Dort wurde Kapitän Mike York vermisst. Dazu fehlte Verteidiger Sean Sullivan an der blauen Linie. Zwar belegen die Roosters in dieser Kategorie einen Mittelfeldplatz, allerdings profitieren sie dabei noch von den herausragenden Werten zu Beginn der Spielzeit. Insgesamt erzielten die Sauerländer wesentlich weniger Tore als in den vergangenen Jahren. Da aber die Abwehr auch weniger kassiert, reichen die erzielten Treffer aus, um damit regelmäßig Spiele zu gewinnen.
Ein Torfestival für die Rekordbücher gegen den Erzrivalen aus Düsseldorf, feierten die Roosters beim 8:0 Heimsieg am sechsten Spieltag. Es war der höchste Sieg der Iserlohner in der DEL-Vereinsgeschichte.

Diesen Beitrag erstellte André Günther
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