Eishockey-Museum vor Eröffnung

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Viele einzigartige Stücke und echte Raritäten sind bereits in den vergangenen Monaten in den Kellerräumen des Hemeraner Eishockeymuseums gelandet. Ein Fundstück ist der erste Aufnäher mit dem Wappen des damals neugegründeten EC Deilinghofen. (Foto: André Günther)
 
Auch orginale Spielertrikots können bestaunt werden. (Foto: André Günther)

Die Experten sind sich einig: Der Eishockeysport findet in der Öffentlichkeit zu wenig Platz. Umso trauriger, dass eine Einrichtung wie das Deutsche Eishockey Museum schon nach kurzer Zeit in Augsburg geschlossen wurde und die Schätze aus über 50-jähriger Tradition in Umzugskartons, für die Liebhaber des Sports unzugänglich, gelagert werden.


Die Stadt Hemer hatte sich seinerzeit als Standort für das Eishockeymuseum beworben, zog allerdings gegen die Bayern den Kürzeren. Die Idee, an diesem traditionsträchtigen Ort ein Eishockeymuseum zu errichten, blieb weiter der große Traum einer Person – Engelbert „Eddy“ Himrich. Der Roosterssponsor und Gesellschafter war zu Zeiten des EC Deilinghofen 2. Vorsitzender. Er selbst ist somit ein Experte der kompletten Eishockeyhistorie im Sauerland. Vor zwei Jahren entstand dann der konkrete Plan zur Umsetzung eines heimischen Eishockeymuseums.

Alte Raritäten zu sehen

Mit Hilfe von Organisator Rainer Tüttelmann wurden jede Menge „Schätze“ aus der Vergangenheit und Gegenwart gesammelt und archiviert. Ob wichtige Dokumente, Plakate, Schläger, Trikots, Schlittschuhe oder Trophäen, selbst eine Original-Sitzbank aus dem alten Eisstadion in Deilinghofen sind im Besitz des Museums. „Es ist schon wirklich erstaunlich, welche Dinge uns die Fans oder auch ehemalige Spieler zur Verfügung gestellt haben“, sagt Rainer Tüttelmann voller Begeisterung. Zu seinen liebsten Stücken zählen unter anderem eine Torhütermaske von Fritz Kurella von 1962, eine Teamjacke zum Oberligaaufstieg 1965 von Torhüter Herbert Prinz, ein ECD-Service, welches Heinz Weifenbach Mitte der 80-er Jahre in nur kleiner Stückzahl anfertigen ließ und ein Davis-Cup, den 1960 ein kanadischer Major Davis für den jeweiligen MVP der Saison gestiftet hatte. Auch das handgeschriebene Dokument der Vereinsgründung des EC Deilinghofen von 1959 wurde dem Museum zur Verfügung gestellt.
Auf rund 100 Quadratmetern soll ein Teil dieser Raritäten ab Ende 2016 oder zu Beginn des nächsten Jahres in dem Museum auf dem Gelände des Sauerlandparks in Hemer zu besichtigen sein.

Themenbezogene Bereiche

„Wir werden in einem bestimmten Zeitraum die Ausstellungsstücke immer wieder auswechseln, sodass es auch sich ändernde, themenbezogene Bereiche innerhalb der Räumlichkeiten geben wird. Dazu gibt es einen offenen Multimedia-Bereich, den sogenannten Lichthof. "Dort werden Videobeiträge und Radiomitschnitte, die uns vom WDR und ZDF zur Verfügung gestellt wurden, zu sehen und zu hören sein. Außerdem sind Themenabende und Vorträge im Lichthof geplant, zu denen sich schon einige ehemalige Spieler bereit erklärt haben, dort aus ihrer Sicht die Sauerländer Eishockeyhistorie zu beleuchten“, erklärt Tüttelmann. Aber nicht nur aus der Zeit des ECD, sondern auch aus der Roosters-Gegenwart, werden die Besucher Exponate, wie die Handschuhe von Michael Wolf, den Helm von Mike York und die Torhütermaske von Mathias Lange, zu sehen bekommen. Geleitet werden soll das Museum vom Iserlohner Nachwuchs. Da für den Besuch kein Eintritt genommen wird, fließen sämtliche Spenden in den neu gegründeten Förderverein der Young Roosters.

Wer hat noch Eishockey-Schätze?

Sollten noch Fans oder ehemalige Spieler im Besitz von besonderen „Eishockeyschätzen aus der Vereinshistorie“ sein, dann können diese jederzeit mit Rainer Tüttelmann unter Tel. 0151/23683775 in Kontakt treten - oder über die Facebookseite „Keuco Eishockeymuseum“. Die Gegenstände können auch montags zu den Öffnungszeiten im Museumskeller abgegeben werden. Besonders stolz ist man auf das Handschriftliche Protokoll der Vereinsgründung des EC Deilinghofen.
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