Erste Personalentscheidungen bei den Iserlohn Roosters getroffen

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Christian Hommel (Foto: Archiv/sk)
Iserlohn: Eissporthalle |

In den zurückliegenden beiden Tagen hat die sportliche Leitung der Iserlohn Roosters intensiv über die vergangene Saison beratschlagt. ”Wir haben, wie immer, über jeden einzelnen Spieler intensiv gesprochen, seine Leistungen diskutiert und anschließend eine Entscheidung getroffen, ob wir mit ihm weiter arbeiten möchten”, so Manager Karsten Mende. Am Freitagvormittag wurden allen Spielern die Entscheidungen mitgeteilt.

Keine neuen Verträge erhalten:
Daniar Dshunussow, Richard Jares, Derek Whitmore, Alex Foster und Thomas Ower

Weitere Gespräche werden die Iserlohn Roosters mit folgenden Spielern führen:
Mike York, Sean Sullivan, Brodie Dupont, Chris Connolly, Boris Blank, Cody
Sylvester und Jonas Liwing

Brent Raedeke wird die Iserlohn Roosters auf eigenen Wunsch verlassen,
Collin Danielsmeier beendet seine Karriere. Alle anderen Spieler des
aktuellen Kaders haben einen Vertrag. Details werden im Einzelfall zu
gegebener Zeit veröffentlicht. Der Vertrag mit Co-Trainer Jamie Bartman
wird in den kommenden Wochen verlängert werden.

Christian Hommel und Collin Danielsmeier beenden ihre Karrieren


Die Iserlohn Roosters werden sich im Rahmen der Saisonabschluss-Party auf der Iserlohner Alexanderhöhe von zwei mehr als verdienten Spielern verabschieden. Stürmer Christian Hommel und Verteidiger Collin Danielsmeier beenden ihre langjährigen Spieler-Laufbahnen und wollen sich zukünftig anderen Aufgaben im Iserlohner Eishockey zuwenden. „Beide Spieler haben unseren Sport in den zurückliegenden Jahren auf dem Eis sowie abseits davon in ganz besonderer Weise geprägt. Sie haben sich ungeachtet ihrer persönlichen Gesundheit für die jeweiligen Teams aufgeopfert und sie waren starke Charaktere abseits des Eises, haben mit ihren Worten in der Kabine und in der Öffentlichkeit unseren Verein und das, was wir sind, repräsentiert. Wir können nicht dankbar genug sein für die vielen Jahre, die beide uns geschenkt haben“, sagt Roosters-Clubchef Wolfgang Brück.

Christian Hommel:

Im Alter von drei Jahren stand er zum ersten Mal auf dem Eis der kleinen Bahn am Seilersee, durchlief alle Nachwuchsmannschaften und gewann am Ende seiner Nachwuchszeit – vor beeindruckenden 2500 Fans - gemeinsam mit vielen anderen langjährigen Roosters-Spielern die deutsche Juniorenmeisterschaft. Schon als Kind genoss er das ´Wunderkerzenmeer` und war ein großer Fan von Spielertypen wie Teal Fowler, Butzi Gailer oder Todd Sparks. „Das wollte ich auch immer erleben, so hart arbeiten wie diese Jungs." Ex-Roosters-Trainer Greg Poss hatte großen Anteil an seiner Entwicklung im Profibereich, legte auch den Grundstein für 17 Länderspiele und eine A-WM. „Greg hat mich auch zum Strafbankkönig gemacht. Eigentlich ist das keine Statistik, auf die man wirklich mit Stolz zurückblicken sollte. Allerdings war der Kampf mein Spiel. Ich habe immer versucht, Eishockey so zu leben, wie es unsere Fans so lieben!“

Nach einem Jahr mit zahlreichen Operationen ist Christian Hommel in den letzten Wochen deutlich geworden, dass es aus gesundheitlichen Gründen kein Comeback auf dem Eis mehr geben kann. Seine Verletzungen, zugezogen in 637 Ligaspielen, zwingen ihn jetzt seinen Sport aufzugeben. „Meine Schulter und meine Hüfte lassen keinen Trainings- und Spielbetrieb mehr zu, schon der Alltag bereitet mir Probleme. Selbst die OPs haben keine echte Verbesserung herbeigeführt, deshalb will ich jetzt meine Karriere beenden und dem Iserlohner Eishockey in anderen Funktionen verbunden bleiben“, so der 34-jährige.

Collin Danielsmeier:

Kein Spieler hat öfter in seiner Karriere das blau-weiße Trikot getragen als Collin Danielsmeier. Der gebürtige Dortmunder, der mittlerweile im Märkischen Kreis eine neue Heimat gefunden hat, stand in 684 Profispielen für die Sauerländer auf dem Eis, gewann mit dem Juniorenteam die deutsche Meisterschaft. Dieser Erfolg war ihm auch im Seniorenbereich vergönnt, 2002 mit den Kölner Haien. Der heute 34-jährige hatte schon einmal nach der Spielzeit 2010/2011 seine Spielerkarriere beendet, war dann allerdings von Roostersmanager Karsten Mende reaktiviert worden. „Es waren noch einmal tolle vier Jahre, vier verletzungsreiche Jahre, auch deshalb ist es an der Zeit aufzuhören, weil der Körper es einfach nicht mehr mitmacht“, so der Verteidiger. Man müsse der Spielweise einfach Tribut zollen und einigermaßen gesund die nächsten Jahre genießen. Nach zwei fantastischen Jahren, in denen seine Mannschaft auch aufgrund seines Engagements jeweils das Playoff-Viertelfinale erreichen konnte, sei aus Sicht Danielsmeiers jetzt auch ein guter Moment gekommen. „Ich habe zeigen dürfen, dass ich bis zum Schluss auf Topniveau Eishockey spielen konnte.“ Danielsmeier dankt den Fans und vor allem auch dem Club sowie den handelnden Personen, die ihn in den zurückliegenden Jahren begleitet und auf seinem Weg unterstützt haben.

Beide Spieler sollen auch in Zukunft in die Entwicklung des Gesamtvereins
am Seilersee eingebunden sein. Details dazu werden sich allerdings erst in
den kommenden Wochen veröffentlichen lassen. Hierfür bitten wir um
Verständnis.
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