Hemer bewirbt sich um das Deutsche Eishockeymuseum

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Die Pressestelle der Stadt Hemer übermittelt nachstehende Erklärung:

Schwarzer Tag fürs Eishockeymuseum

Es war ein schwarzer Tag für das engagierte Team des Eishockeymuseums Hockey Hall of Fame Deutschland. Im Mai 2012 mussten die Verantwortlichen ihr Augsburger Domizil am Plärrerbad aufgrund einer Generalsanierung verlassen. Kurz danach wurde bekannt, eine Rückkehr würde es aufgrund von Brandschutzbestimmungen des Freistaates Bayern auch nach Abschluss der Bauarbeiten nicht geben. Seitdem ist eine beeindruckende Sammlung einzigartiger Erinnerungen aus der deutschen Eishockey-Geschichte trotz aller Bemühungen der Verantwortlichen nicht mehr öffentlich zu sehen. Aufgrund eines Antrages der CDU-Fraktion hat die Verwaltung Möglichkeiten sondiert und eine Anfrage an das Präsidium des deutschen Eishockeymuseums geschickt.

Die Erinnerung an Deilinghofen und das Eishockey

„Nachdem das Thema seitens der Politik angesprochen wurde, haben wir unsere verwaltungsinternen Kontakte gebeten, bei den verantwortlichen Stellen unser Interesse zu signalisieren, das Eishockeymuseum in einem Gebäude des Sauerlandparks zu beherbergen“, sagt Michael Esken, Bürgermeister der Stadt Hemer und Aufsichtsratsvorsitzender des Sauerlandparks. Martin Gropengießer, Vorsitzender der Hemeraner CDU-Fraktion, hatte dieses Ansinnen in einem Antrag an den Stadtrat formuliert.
Schließlich ist die Mittelstadt im Sauerland auf der großen deutschen Eishockey-Bühne keine Unbekannte: Im Hemeraner Ortsteil Deilinghofen begründete eine Gruppe von Jugendlichen im Jahr 1959 die Eishockeytradition im Sauerland. Mit Unterstützung des ehemaligen Volksschullehrers Hanskarl Franke riefen sie den EC Deilinghofen ins Leben, der seine ersten Spiele auf der Eisfläche des kanadischen Camps „Deilinghofen“ machte. Heute spielt der Nachfolgeclub, die Iserlohn Roosters, seit mehr als zehn Jahren in der Deutschen Eishockey Liga, ohne dabei seine Wurzeln vergessen zu haben. Noch heute singen die Fans über den kleinen Ortsteil Deilinghofen, der aus der Geschichte des Eishockeys in Südwestfalen nicht wegzudenken ist.

Als Standort ist der Sauerlandpark ausgeguckt

Deshalb hat sich die Verwaltung in einem Schreiben an das Präsidium des Eishockeymuseums gewandt und eine großzügige Fläche in einem der Gebäude des Sauerlandparks als Standort angeboten. Der Sauerlandpark liegt nämlich genau zwischen Deilinghofen und der Eissporthalle am Seilersee. Auswärtige Fans brauchen mit dem Auto nur maximal zehn Minuten, um rund um die Heimspiele des Clubs auch das Museum zu besuchen. „Da das Eishockeymuseum in der Vergangenheit stets eine große Gala des deutschen Eishockeys in Zusammenarbeit mit der DEL und dem Deutschen Eishockey Bund (DEB) ausgerichtet hat, ist der Standort Hemer in doppelter Hinsicht ideal“, heißt es in dem Schreiben. Hemer und sein Sauerlandpark hätten zudem mit dem Grohe-Forum einen hervorragenden Ort, auch solche Rahmenevents zu organisieren.
Neben der Stadt Hemer sind zwei weitere Standorte als neue Heimstädte des Eishockeymuseums im Gespräch. „Wir haben angeboten, in den kommenden Wochen Hemer zu besuchen und den möglichen Standort im Detail in Augenschein zu nehmen. Wir freuen uns schon jetzt auf die Kommission“, so Esken.
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