Interview mit Roosters-Neuzugang Sasa Martinovic

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Ein Anliegen von Manager Karsten Mende und Trainer Jari Pasanen war es in diesem Sommer, die Defensive der Sauerländer zu verstärken. Für eine größere Kontinuität soll unter anderem der erfahrene Sasa Martinovic sorgen. Der 32-Jährige kommt aus Nürnberg an den Seilersee und will dort eine größere Rolle übernehmen als zuletzt bei den Ice Tigers.

Was sind die Gründe für Ihren Wechsel nach Iserlohn?
Sasa Martinovic: „Nachdem ich darum gebeten hatte, den Vertrag in Nürnberg aufzuheben, haben erst mein Agent, und dann auch ich selbst, mit Karsten Mende gesprochen. Das Konzept, das er mir vorgestellt hat, hat mich vollkommen überzeugt. Es ist angedacht, dass ich bei den Roosters eine andere Rolle übernehmen soll als in Nürnberg.
Ich soll mit meiner Erfahrung mehr Verantwortung übernehmen und gerade auch den jungen Spielern helfen. Dieses Jahr werde ich so richtig angreifen.“

Welchen Eindruck haben Sie bislang aus der Ferne von den Roosters?
Martinovic: „Der Verein hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Zwar gab es in der letzten Saison mit Platz 13 eine Enttäuschung, aber insgesamt bleiben die Roosters wohl einer der außergewöhnlichsten Vereine der Liga. Iserlohn ist eine reine Eishockeystadt, in der der Sport mit großer Leidenschaft gelebt wird.“

Können Sie sich noch speziell an einen bestimmten Moment als Gegner der Iserlohner erinnern?
Martinovic: „Ja klar, und das ist noch gar nicht so lange her. Vorletzte Saison, in Spiel 1 der Viertelfinal-Play-offs, hatten wir keinen guten Start in Iserlohn. Die Stimmung ist ja ohnehin schon seit Jahren die lauteste in der gesamten Liga und für mich bemerkenswert, unabhängig vom Tabellenstand der Roosters. Das ist einmalig und wirklich faszinierend. An dem Tag haben die Fans ihr Team aber nach der frühen Führung extrem gepusht. Das war wirklich eine abartige Stimmung in der Halle, die uns beeindruckt hat.“

Was ist Ihr bisheriger Eindruck von dem neuen Kader?
Martinovic: „Es ist noch alles recht früh und bis zum Saisonstart sind es noch über zwei Monate. Da kann noch einiges passieren. Aber insgesamt bin ich der Überzeugung, dass die Mannschaft auf dem Papier wesentlich stärker ausschaut als im letzten Jahr. Im Sturm sind jetzt noch drei Positionen offen. Es wird natürlich noch wichtig sein, diese qualitativ gut zu besetzen. Ich glaube aber, dass es besonders darauf ankommen wird, wie die Spieler und das gesamte Team untereinander harmonieren.“

Auf was für einen Typen dürfen sich die Iserlohner Fans freuen?
Martinovic: „Auf einen eher ruhigen und bodenständigen Typen, der auf dem Eis hart arbeitet und in unterschiedlichen Bereichen seine Qualitäten hat. Ich bin da eigentlich eher der Allrounder mit Übersicht und einem guten Pass.“

Was trauen Sie den Roosters in der kommenden Saison zu?
Martinovic: „In den letzten Jahren haben die Iserlohner ja, bis auf den Aussetzer im letzten Jahr, durchaus gezeigt, zu welcher Leistung sie imstande sind. Das große Ziel sind natürlich die Play-offs, und ab da ist alles möglich. Wenn der Charakter passt und die Stimmung im Team gut ist, dann kann man prinzipiell alles erreichen.“ Im Urlaub erholte sich der Neuzugang ein wenig von den Strapazen. Foto: privat
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