Iserlohn Kangaroos: Dahmen geht kein Risiko ein

Anzeige
Michael Dahmen (li.) bei der Saisonabschlussparty und der Trikotversteigerung. Der Manager hofft, dass Leistungsträger Moussa Kone (re.) auch in der kommenden Saison im Dress der Iserlohner spielen wird. Foto: Günther

Jede Menge Arbeit liegt in den kommenden Wochen vor Michael Dahmen. Der Manager von Basketball-ProB-Ligist Iserlohn Kangaroos muss alle Lizenzvorgaben erfüllen, weitere Sponsoren akquirieren und Gespräche mit Kooperationspartner Phoenix Hagen führen.

Ganz nebenbei ist Michael Dahmen noch auf der Suche nach einem neuen Trainer und einigen Spielern für den neuen Kader. Grund genug, einmal mit dem vielbeschäftigten Manager zu sprechen.

Es gibt aktuell bekanntlich zahlreiche Baustellen bei den Kangaroos. An welcher arbeiten Sie aktuell?

Michael Dahmen: „Eigentlich an allen gleichzeitig, aber nachdem die Lizenzunterlagen, an denen ich seit Anfang des Jahres saß, nun eingereicht worden sind, kann ich mich der Trainersuche widmen. Genau 38 Kandidaten haben sich für den Posten bei uns beworben. Dazu kamen zwei, drei Wunschkandidaten, die ich interessant fand, aber die momentan nicht verfügbar sind. Aus diesem Kreis sind jetzt noch fünf übrig geblieben, mit denen ich mich in den kommenden Tagen intensiver beschäftigen werde, Gespräche führen und vielleicht auch ein Probetraining organisieren werde. Mein Wunsch wäre es, wenn ich Ende April einen Trainer verpflichtet hätte.“

Welches Anforderungsprofil muss denn der neue Trainer erfüllen?

Dahmen: „Mir geht es darum, dass der neue Coach den Weg, den wir in den letzten Jahren gegangen sind, mit uns zusammen weitergehen möchte. Das heißt: junge Spieler zu entwickeln, auszubilden, ihnen Vertrauen und auch eine Chance geben. Egal wer kommt, jeder wird es ohnehin schwer haben, in die Fußstapfen von Matthias zu treten. Deshalb will und werde ich kein Risiko eingehen und einen Youngster präsentieren, der vielleicht gerade seine ersten Erfahrungen im Trainergeschäft sammelt. Ich suche einen gestandenen Trainer mit Erfahrung, der bereits seine Qualität unter Beweis gestellt hat.“

Anderes Thema. Ist das Lizensierungsverfahren in der ProB bereits zur Routine geworden?

Dahmen: „Teils, teils. Betrachtet man die Arbeit, die dahinter steckt, dann ist es jedes Jahr aufs Neue ein riesiger Aufwand, dem ich mich seit Februar gewidmet habe. Andererseits gehe ich sehr entspannt in den Sommer, da ich keine Probleme sehe, die Lizenz nicht unter Aufschub zu bekommen. Unter Aufschub deswegen, weil wir bis dahin noch die Arbeitsverträge mit dem neuen hauptamtlichen Jugendkoordinator und dem Geschäftsstellenmitarbeiter nachweisen müssen. Dies ist aber eine Formalie.“

Wie betrachten Sie aktuell die infrastrukturelle Entwicklung des Vereins?

Dahmen: „Mit der Entwicklung bin ich sehr zufrieden, aber die hört ja jetzt nicht auf. Mit dem Entschluss der Liga, zwei zusätzliche hauptamtliche Personen in den Verein zu integrieren, und der Anschaffung der großen Videowand in der Hemberghalle sind neue Kosten entstanden. Dementsprechend ist auch der Finanzbedarf gewachsen und wir müssen schauen, ob wir neue Sponsoren finden, die uns auf unserem Weg unterstützen möchten. Wir haben da eine ganz gute Basis und eine geringe Fluktuation. Wer einmal mit dem Basketballvirus infiziert ist, der bleibt auch in der Regel bei uns.“

Zurück zum Sportlichen. Wie stellen Sie sich eine mögliche Kooperation mit Phoenix Hagen in der kommenden Saison vor?

Dahmen: „Das muss man sehen. Ich habe in den kommenden Tagen ein erstes Gespräch mit Hagens Geschäftsführer Patrick Seidel, um mal grob zu besprechen, was möglich wäre. Prinzipiell ist aber bereits Bereitschaft und auch Interesse von Hagener Seite signalisiert worden. Im Jugendbereich wird es ohnehin wie bisher weitergehen. Im Seniorenbereich glaube ich, dass die Kooperation nicht so umfangreich sein wird wie zu Bundesligazeiten. Würde eine Kooperation zustande kommen, dann glaube ich allerdings, dass die Zusammenarbeit mit Matthias Grothe weniger Probleme bringen wird und auch weniger Interessenskonflikte.“

Es ist zwar noch früh und es fehlen noch ein Trainer und auch die genaue Zusammenstellung des Kaders, aber haben Sie dennoch schon eine sportliche Zielsetzung für die kommende Saison im Hinterkopf?

Dahmen: „Wir haben ja einen längerfristigen Plan und der sieht vor, dass wir eigentlich im nächsten Jahr ins Halbfinale kommen wollen. Da aber ein größerer Umbruch bevorsteht, müssen wir noch abwarten, was in den nächsten Wochen passiert. Genaueres kann man erst nach der Trainerverpflichtung und den zur Verfügung stehenden Spielern sagen. Außerdem wissen wir ja auch noch nicht, ob wir im Norden oder Süden antreten werden. Davon abgesehen möchte ich aber schon die Play-offs erreichen und im Idealfall einen der ersten vier Plätze nach der Hauptrunde belegen.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.