Iserlohn Roosters: Interview mit Boris Blank

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Boris Blank wird noch in diesem Jahr 38 Jahre alt, zählt aber zu den kämpferisch stärksten Akteuren in seinem Team. Foto: Archiv/Brockmann

Boris Blank spielt auch im kommenden Jahr für die Roosters und scheut sich nicht davor, Verantwortung zu übernehmen

Herr Blank, vor einigen Wochen haben Sie und auch Karsten Mende bestätigt, dass Sie in Iserlohn einen neuen Vertrag bekommen. Warum hat es bis zur offiziellen Verkündung in der letzten Woche so lange gedauert?

Boris Blank: „Das muss man den fragen, der den Vertrag ausgearbeitet hat. Karsten und ich haben uns nach der Saison zusammengesetzt und waren uns bereits schon nach einigen Tagen einig, dass ich bleibe und darauf haben wir uns dann die Hand gegeben. Danach war mal er und mal ich unterwegs. Die Verzögerung hat also überhaupt nichts mit Vertragspoker oder ähnlichem zu tun.“

Für Sie ist es die dritte Saison bei den Roosters. Sind Sie dort für die Fans bereits eine Identifikationsfigur und ist Ihnen der Verein ein wenig ans Herz gewachsen?

Blank: „Identifikationsfiguren waren für mich Michael Wolf, Christian Hommel oder Collin Danielsmeier, die allesamt sehr lange für den Verein gespielt haben. Mit ihnen möchte ich mich nicht vergleichen. Wenn es aber darum geht, den Verein nach außen zu repräsentieren und innerhalb der Mannschaft Verantwortung zu übernehmen, dann scheue ich mich nicht davor. Mir geht es darum, dass ich für den Club alles gebe und am Ende bei meinem Abschied ein gutes Bild hinterlasse. Das bin ich den Roosters und den Iserlohner Fans schuldig, die mich hier super aufgenommen und immer fair behandelt haben. Mittlerweile habe ich hier viele Bekannte und auch Freundschaften geschlossen, das will ich mit Leistung zurückbezahlen.“

Wie ist Ihr Verhältnis zu den jungen Spielern im Team?

Blank: „Ich bin so etwas wie eine Ansprechperson für die jungen Spieler. Gerade die deutschen Spieler fragen mich häufig um Rat oder bitten mich um eine Einschätzung, wie ich die Dinge sehe. In jungen Jahren ist man häufig ungeduldig. Man will alles auf einmal machen und das geht dann meistens schief. Deshalb sage ich ihnen dann, sie sollen ruhig bleiben, sich auf ihren Job konzentrieren und sich nicht so viel Gedanken drum herum machen. Einen Arschtritt bekommen sie, wenn es sein muss, aber auch schon mal von mir. Die Mischung macht’s.“

Wird dies Ihre letzte Saison werden?

Blank: „Das lasse ich auf mich zukommen. Ich fühle mich fit, hoffe, dass ich gesund bleibe und ohne schwere Verletzung durch die Saison komme - erst dann werde ich entscheiden, wie es weitergeht. Momentan bin ich erstmal glücklich, dass ich mit 38 noch in der DEL spielen werde. Das ist nicht selbstverständlich.“ Boris Blank wird noch in diesem Jahr 38 Jahre alt, zählt aber zu den kämpferisch stärksten Akteuren in seinem Team. Foto/Archiv: Brockmann
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