Klartext in Sachen Roosters: Bitte Kompetenz bei den Verpflichtungen

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Seit Ende der Woche besteht ein wenig mehr Klarheit - wenigstens, was denalten Kader angeht. Wer ist also fest:
Tor: Caron
Abwehr: Danielsmeier, Kopitz, Orendorz, Rodgers
Sturm: Wolf, York, Giuliano, Bell, Hommel, Fischhaber

Bemerkenswert ist, dass alle vier Verteidiger einen deutschen Pass besitzen. Ich bin überrascht, dass Lasse Kopitz einen Vertrag erhalten hat. Ich mag ihn als Mensch, habe aber weniger Zutrauen in seine Verteidiger-Arbeit. Er ist nicht der Schnellste und seine Pässe verletzen eher als dass sie nützen bzw. ankommen. Im Stadionrund spricht man davon, dass sein Schwiegervater und Roosters-Gesellschafter Georg Böhm vor der Verpflichtung "Klartext geredet" haben soll.

Im Sturm hätte ich auch gerne eine Verlängerung mit Thomas Holzmann gesehen, ebenso in der Abwehr mit Tomassoni. Aber der junge Nordamerikaner ist ein Spekulations-Objekt. Er hat die denkbar schlechtesten Verlängerungs-Karten, wenn gute ausländische, auch teurere Verteidiger gefunden werden.

Kompetenz bei den Verpflichtungen zeigen

Was ist zu erwarten? Manager Karsten Mende, Permanentreisender in Sachen Spielerbeobachtung, muss diesmal in Sachen Verteidigung (aber auch Sturm) wirkliche Güte und Kompetenz beweisen. Er, der Nationalspieler auf der Verteidiger-Position war, darf nicht noch einmal Spieler wie Peltier (zwei-Jahres-Vertrag - oh Gott) oder Lepine unter Vertrag nehmen. Auch wenn andere dies gerne wünschen sollten.

Im Sturm müssen auch klare Vorgaben eingehalten werden. Spieler, die nicht fit sind, können sich die Roosters bei der Verpflichtung nicht erlauben. Dennoch freue ich mich, dass gerade Bell, der direkt vom Pool in die Eissporthalle kam, weiter verpflichtet worden ist. Er dürfte in der neuen Saison ein "Knaller" im Positiven für die Roosters werden.

Es darf aber auch keine Verpflichtung mehr wie die von Tepper erfolgen. Dass er kein DEL-Spieler ist, war bekannt. Bei den Roosters hat er eine neue Heimat gefunden. Das war eine Saison zuviel.

Hätte mir Robert Hock als Mentor für junge Spieler gewünscht

Wirklich schade finde ich, dass Robert Hock nicht noch für ein Jahr gebunden wurde. Ihm hätte ich zugetraut, als Center einer dritten Reihe gerade junge Spieler zu führen. Ein Kahle (aber nicht nur der) neben Hock könnte in so einem Jahr viel lernen. Man muss so etwas nur wollen und den Fans auch verkaufen. Die, davon bin ich überzeugt, würden das Konzept mittragen.

Und noch etwas wünsche ich mir: Dass eine Ausländer-Stelle nicht noch einmal mit einem zweiten Torhüter belegt wird. Schaue ich mich in den Ligen um, gibt es gute deutsche Torhüter. Aber welcher deutsche Torhüter hätte bei den Roosters wirklich eine Chance? Diese Frage stelle ich mir seit Hunwicks Verpflichtung in der vergangenen Saison.

Fitness-bzw. Laktat-Testes zwingend einbauen

Ich wünsche mir aber auch, dass regelmäßige Laktat-Tests vorgenommen werden, das Blutwerte Aufschluss über Defizite geben. Ich werde niemanden "in die Eishockey-Pfanne hauen", aber wirklich fit auf den Play-Off-Punkt waren die Spieler offenbar nicht. Wurde mir so gesagt, hat man aber auch gesehen.

Das Roosters-Überzahlspiel war einfach auszurechnen. Da wünsche ich mir Varianten-Reichtum etc. Aber dafür soll es ja auch zwei Trainer geben.

Dass es neben der großen On-Ice-Problematik auch eine ebenso große Off-Ice-Problematik gibt, ist bekannt. Wurde an dieser stelle oft erwähnt.

Genug Nieten am Seilersee gesehen

Die Roosters haben viel zu tun. Freue mich auf die Wundertüten, die geöffnet werden und deren Spieler-Inhalt mal wirklich Hoffnung über die gesamte Saison machen sollten.

Ich bin gespannt, welche Spieler das Roosters-Verpflichtungs-Duo Mason/ Mende vorstellen werden. Nieten, das noch einmal in aller Deutlichkeit, haben wir in den vergangenen zwei Jahren genug am Seilersee gesehen.
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3 Kommentare
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Stefan Kusche aus Iserlohn | 17.03.2013 | 15:34  
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Burkhard Flanz aus Hemer | 18.03.2013 | 00:00  
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Mirko Trattner aus Iserlohn | 18.03.2013 | 18:30  
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