Meister kam mit blauem Auge davon

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1. Bundesliga, 4. Spiel: RHC Recklinghausen - ERG Iserlohn 4:7 (2:2)


(tg) „Wir haben extrem viele Chancen erarbeitet“, lobte ERGI-Trainer Jens Behrendt, um dann aber gleich einen dicken Tadel nachzuschieben: „Wir haben extrem viele Chancen vergeigt!“ So zählte auch im dritten Auswärtsspiel am Ende einzig das Resultat - und das brachte dem Meister die erwarteten drei Zähler ein. Wobei Jens Behrendt wieder einmal nachdrücklich darauf hinwies: „Es liegt noch jede Menge Arbeit vor uns bis zum Spiel gegen Barcelona.“


Der deutsche Meister war beim Liga-Neuling - unter dem Strich gesehen - mit einem blauen Auge davon gekommen. Die RHC-Recken wehrten sich nach Kräften, mussten sich letztlich aber der größeren individuellen Klasse ihrer Gäste – insbesondere von André Costa – beugen.

Recklinghausen hatte furios begonnen, nach einem verwandelten Penalty (9.) nutzte Marius Schürmann auch seine zweite gute Chance zum Tor – 2:0 (12.). Bis dahin waren die Iserlohner weit von jedweder Meisterhaftigkeit entfernt, produzierten Fehler nach Fehler und hatten letztlich Glück, nicht noch weiter ins Hintertreffen geraten zu sein. So war es auch auf deren Seite ein erfolgreich verwandelter Penalty – Sergio Pereira hatte Dennis Jakubiak keine Chance gelassen (19.) – der das Signal zur Wende gab.

Noch vor dem Seitenwechsel stellte André Costa den Gleichstand wieder her, kurz nach Wiederanpfiff brachte Jorge Fonseca die Iserlohner erstmals in Führung (27.). Noch aber gaben sich die Vester nicht geschlagen, wobei ihnen zu Gute kam, dass die Sauerländer Chance um Chance versiebten und damit eine frühe Entscheidung verpassten. Damit war Troy Sato der große Pechvogel der Partie, denn der US-Keeper sollte eigentlich in der zweiten Hälfte seinen ersten Einsatz im ERGI-Tor erhalten.

Eine Überzahlphase nach blauer Karte gegen Jorge Fonseca konnten die Hausherren noch nicht nutzen (31.), glichen durch Sebastian Sowade folglich aber verdient aus (36.) - um allerdings direkt vom Wiederanstoß das 3:4 hinnehmen zu müssen. Nils Hilbertz hatte den kürzesten Weg zum RHC-Tor genommen. André Costa baute den ERG-Vorsprung zehn Minuten vor dem Abpfiff auf zwei Tore aus (40.), konnte damit aber immer noch nicht den endgültigen K. o. der Recklinghäuser erzwingen. Als Sergio Pereira kurz darauf die blaue Karte sah, trat Sebastian Sowade an den Punkt und verkürzte auf 4:5 (43.).

Die Hoffnungen, dem Titelverteidiger ein Schnippchen schlagen zu können, zerschlugen sich jedoch rasch wieder, denn zumindest ein Iserlohner lief nun auf Volldampf: André Costa. Der Portugiese machte mit einem Doppelpack binnen dreißig Sekunden schließlich den Sack für den Favoriten zu (45/46.).

RHC Recklinghausen: D. Jakubiak. F. Frank; L. Sowade, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Schürmann (2), S. Sowade (2), M. Carstensen, Niko Nohlen. - ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, N. Hilbertz (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke, A. Costa (4). - Schiedsrichter: M. Wittig / A. Feiteira.

Torfolge: 1:0 (9./Penalty) M. Schürmann, 2:0 (12.) M. Schürmann, 2:1 (19./Penalty) S. Pereira, 2:2 (21.) A. Costa, 2:3 (27.) J. Fonseca, 3:3 (36.) S. Sowade, 3:4 (36.) N. Hilbertz, 3:5 (40.) A. Costa, 4:5 (43./Direkter) S. Sowade, 4:6 (45.) A. Costa, 4:7 (46.) A. Costa. - Zeitstrafen: Recklinghausen 0 min - Iserlohn 4 min (J. Fonseca/31. – S. Pereira/43.) - Teamfouls: Recklinghausen 10 – Iserlohn 14.


Die übrigen Spielergebnisse:
SKG Herringen - RSC Cronenberg 7:1 (2:1)
SC Bison Calenberg - RESG Walsum 3:7 (1:4)
Valkenswaardse RC - TuS Düsseldorf-Nord 3:5 (0:3)
RSC Darmstadt - IGR Remscheid 6:3 (4:1)
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