Nach Blitzstart war der Weg für ERG Iserlohn ins DM-Finale frei

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DM-Play-offs, 2. Halbfinale: ERG Iserlohn - SC Bison Calenberg 6:3 (3:0)


(tg) „Dass es noch einmal so spannend wurde, muss ich mir selbst ankreiden: Ich habe zu früh angefangen, durch zu wechseln“, war ERGI-Trainer Dirk Iwanowski nach dem Spiel durchaus kritisch - vornehmlich jedoch mit sich selbst. Denn seine Mannen ließen letztlich zu keinem Zweifel daran aufkommen, auf direktem Weg ins DM-Finale gegen den Titelverteidiger aus Herringen (gewann gegen Düsseldorf mit 6:4) einzuziehen, auch wenn sich die Gäste nach Kräften wehrten.


Schnellstmöglich den Deckel drauf machen wollten die Iserlohner und es sah auch ganz danach aus, als ob ihnen dieses Vorhaben perfekt gelingen sollte. Schon in der zweiten Spielminute traf Sergio Pereira per Rückhandschuss in den Knick und wenige Sekunden darauf verwandelte Sebastian Glowka einen Penalty souverän. 2:0 nach nicht einmal 120 Sekunden, die Iserlohner steuerten auf Finalkurs und Calenberg erinnerte sich an das 1:9-Debakel an gleicher Stelle von drei Monaten.

Und die Befürchtungen verstärkten sich in den kommenden Spielszenen noch, denn die Sauerländer spielten wie aus einem Guss, kamen zu einer Hülle an Möglichkeiten. Nur ein drittes Tor war zunächst nicht drin, Tim Richter im SCB-Kasten hielt dem Anrennen stand. Erst als sich Milan Brandt eine blaue Karte einhandelte und Sergio Pereira an den Punkt schritt, war das 3:0 endlich perfekt (14.).

Nun schien die Partie gelaufen, dachte wohl auch ERG-Trainer Dirk Iwanowski, der daraufhin der Startformation eine schöpferische Pause gönnte und Nils Hilbertz zu seinem Debüt im ERGI-Trikot verhalf. Doch die Wechsel kamen zu früh, der Faden ging verloren und die Bisons rappelten sich langsam, aber sicher wieder hoch. Leitwolf war dabei natürlich Milan Brandt, der mit seinem Treffer zum 1:3 (21.) einmal mehr seine Vollstreckerqualitäten bewies. Und als Sebastian Haas kurz darauf einen Strafstoß zum 2:3 nutzen konnte, war wieder Feuer im Spiel.

Die Niedersachsen sahen nun eine reelle Chance, ein drittes Spiel zu erreichen, und kamen mit einer veränderten Taktik auf das Feld zurück. Schon in der Iserlohner Spielhälfte wurde die Mann-gegen-Mann-Verteidigung aufgezogen, was die technisch versierteren Iserlohner durchaus vor Probleme stellte. So war auch das 4:2 durch Sebastian Glowka keine Erleichterung, zumal die Entscheidung nach blauer Karte gegen Sebastian Haas von Andre Costa vergeben wurde, der mit seinem Direkten am Pfosten scheiterte (32.).

So hatten die Gäste in Unterzahl sogar die Chance, wieder zu verkürzen, doch auch Milan Brandt brachte einen Penalty nicht ins Netz (33.), ebenso wenig wie Sebastian Haas, der es nach dem 10. ERG-Teamfoul versuchte (39.). Iserlohn Torwart Patrick Glowka zeigte bei den Paraden seine ganzen Qualitäten. Ein 3:4 hätte dem Spiel sicherlich noch einmal eine völlig neue Richtung gegeben, doch das nächste Tor gelang wieder den Gastgebern: Jorge Fonseca schloss einen Sololauf mit einem fulminanten Schuss ab (41.) und machte damit die vorangegangenen unzähligen verpassten Gelegenheiten vergessen.

Matheus Luther konnte fünf Minuten vor dem Ende zwar nochmals auf zwei Tore verkürzen, doch die Zeit rannte den Bisons nun davon. Als 100 Sekunden vor dem Ende Reik Johansson nach einem Foulspiel an Carlos Nunez die dritte SCB-Zeitstrafe kassierte und sich Milan Brandt wegen Meckerei gleich mit auf die Strafbank setzen durfte, war die letzte Chance endgültig vertan. Andre Costa behielt im Strafstoßduell mit Tim Richter nun die Nerven (6:3/49.), der Rest war für die Sauerländer dann reine Formsache.

ERG Iserlohn: P. Glowka, S. Kaas; C. Nunez, A. Costa (1), K. Milewski, S. Glowka (2), C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira (2), N. Hilbertz. - SC Bison Calenberg: T. Richter, J. van den Dungen; S. Leitmann, R. van den Dungen, F. Schmidt, L. Johansson, R. Johansson, S. Haas (1), M. Brandt (1), M. Luther (1). - Schiedsrichter: L. Nawratil / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (2.) S. Pereira, 2:0 (2./Penalty) S. Glowka, 3:0 (14./Direkter) S. Pereira, 3:1 (21.) M. Brandt, 3:2 (22./Penalty) S. Haas, 4:2 (30./Penalty) S. Glowka, 5:2 (41.) J. Fonseca, 5:3 (45.) M. Luther, 6:3 (49./Direkter) A. Costa. - Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Calenberg 8 min (M. Brandt/14. & 49. - S. Haas/32. – R. Johansson/49.). - Teamfouls: Iserlohn 14 - Calenberg 7.

Das Ergebnis des zweiten Halbfinals / Play-off-Stand:
SKG Herringen - TuS Düsseldorf-Nord 6:4 (2:4) / 2:0
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