Oliver Ruhnert scheidet als Trainer beim FCI aus

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Jugendleiter Jörg Pantring (li.) freut sich zusammen mit Trainer Oliver Ruhnert über den Aufstieg der U15 in die Regionalliga. Foto: Günther

In der Oestricher Schledde geht eine Ära zu Ende. Nach über zwei Jahrzehnten als Trainer bei den Sportfreunden Oestrich und dem FC Iserlohn scheidet Oliver Ruhnert als Trainer in diesem Sommer aus. Sein Amt als Leiter der Schalker Knappenschmiede lässt zeitlich keine weitere Saison als Trainer in Iserlohn zu.

War der Regionalligaaufstieg mit der U15 für Sie der krönende Abschluss ihrer langen Tätigkeit?

Oliver Ruhnert: „Ich weiß nicht unbedingt, ob es ein krönender Abschluss war, denn in den vielen Jahren gab es schon zahlreiche vergleichbare Erfolge, an denen ich beteiligt war. Es war für mich nach den zwei vergeblichen Anläufen zuvor sehr zufriedenstellend, dass wir nun auch den letzten Schritt im Entscheidungsspiel in Lippstadt gemacht haben. Besonders freut es mich aber für unseren Jugendleiter Jörg Pantring und den gesamten Verein.

Wie sehen Sie die Entwicklung des Fusionsclubs im Nachwuchsbereich?

Ruhnert: „Dieses Jahr war natürlich super. Zu den Westfalenpokalspielen waren rund 500 Zuschauer in der Schledde. Zum Aufstiegsspiel in Lippstadt waren es sogar 700. Wir haben es geschafft, dass die C-Jugend des FCI eine bekannte Marke in NRW geworden ist. Mit dem Westfalenmeistertitel und dem Aufstieg in die Regionalliga der U15 und dem Aufstieg der U17-Mädchen in die Bundesliga spielen im kommenden Jahr zwei Mannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse. Dass war ja auch eigentlich bereits kurzfristig die damals formulierte Zielsetzung der Verantwortlichen bei der Fusion. Schaut man sich die gesamten letzten fünf Jahre an, dann ist es eher unbefriedigend. Mit der B-Jugend haben wir in den letzten Jahren nur mit Mühe und Not die Westfalenliga halten können und waren weit davon entfernt, um den Aufstieg mitzuspielen. Die A-Jugend ist sogar in die Landesliga abgestiegen.“

Sehen Sie für ihren Nachfolger überhaupt Chancen, die Regionalliga im kommenden Jahr zu halten?

Ruhnert
: „Durchaus. Über die ersten sechs Plätze brauchen wir nicht zu reden. Da ist der Unterschied schon enorm. Dahinter werden sich aber aus meiner Sicht etwa sechs Teams um die drei rettenden Plätze für den Ligenerhalt streiten. Warum sollte der FCI das nicht schaffen? Für Max Borchmann ist es natürlich keine einfache Aufgabe, weil nach so vielen Jahren die Iserlohner C-Jugend mit dem Namen Ruhnert verbunden wird. Ich werde mich allerdings ab sofort deutlich zurücknehmen, um ihm den Start so einfach wie möglich zu machen. Hinter den Kulissen stehe ich natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.“

Viele sind der Meinung, dass durch ihren Abschied die Nachwuchsarbeit des FCI einen Knick erleiden wird. Wie sehen Sie das?

Ruhnert:
„Davon gehe ich nicht aus. Ich werde zwar kein offizielles Amt mehr im Verein übernehmen können, aber ich werde dem Club treu bleiben und mich weiterhin einbringen. Wie das Ganze aussehen könnte, muss man sehen. Seit einigen Wochen laufen bereits die Gespräche mit Jörg Pantring und ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Wochen da eine Lösung finden werden. Ich habe seinerzeit Clubchef Willi Vieler vor seinem Tod versprochen, bei der Entwicklung der Nachwuchsabteilung langfristig mitzuhelfen und ich werde auch zukünftig mein Wort halten.“
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