Patrick Glowka war der Turm in der Brandung

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ERGI-Schlussmann Patrick Glowka

1. Bundesliga, 9. Spiel: RSC Cronenberg - ERG Iserlohn 2:4 (1:1)

(tg) Es geht weiter aufwärts! Zwar trat die ERGI erneut in Minimalbesetzung (auf dem Feld spielten Carlos Nunez, Andre Costa, Sergio Pereira und Jorge Fonseca die kompletten 50 Minuten durch), doch die Leistung stimmte und wurde mit einem weiteren Sieg belohnt. Nun sind die Sauerländer schon seit fünf Spielen ungeschlagen. Ein Sonderlob von Trainer Dirk Iwanowski verdiente sich dabei Keeper Patrick Glowka, der buchstäblich ins kalte Wasser springen musste: „Er war heute unser Turm in der Brandung, einfach Weltklasse!“


Das Duell der Altmeister hielt einmal mehr sein Versprechen auf hochklassiges, temporeiches Rollhockey – die alte Rivalität sorgte für ausreichend Zündstoff. Für die Fans hatte sich das lange Warten – das Spiel begann aufgrund eines Staus auf der A1 (Sperrung nach Unfall eines Gefahrgut-Transporters) mit einer halbstündigen Verspätung – also durchaus gelohnt.

Nach anfänglichen taktischem Abtasten nahm das Spiel ab der fünften Minute ordentlich an Fahrt auf, wobei es die Hausherren waren, die ihren in Unterbesetzung angetretenen und nicht aufgewärmten Gästen schnell klarmachen wollten, wer der Herr in der Löwenhöhle ist. Doch trotz einiger erstklassiger Möglichkeiten, das Tor von ERG-Torwart Patrick Glowka war wie vernagelt. Besser machten es die Sauerländer, die aus einer kompakten Abwehr heraus über Konter den Weg zum Erfolg suchten. Nach einem RSC-Abspielfehler war Andre Costa nicht mehr zu bremsen und schloss zum 1:0 ab (12.).

In der Folge ging die Post dann wieder vornehmlich in Richtung Iserlohner Tor, doch die Gästeabwehr stand felsensicher. Erst als sich Sergio Pereira eine blaue Karte einhandelte (23.), hatte Jordi Molet per Direkten die nötige Ruhe und ausreichend Freiraum, um im Nachschuss zum 1:1 einzuschieben. Ein Pausenstand, der den Leistungen auf beiden Seiten vollauf gerecht wurde.

Der Neustart in den zweiten Durchgang war hüben wie drüben zunächst einmal wieder verhalten, erst nach fünf Minuten wurden wieder die Bremsen gelöst – und die Phase der Entscheidung eingeleitet. Und dieses Mal waren es die Gäste, die den ersten Akzent setzten, wenn auch mit etwas Glück: Carlos Nunez bekam den von einem der Schiedsrichter abgefälschten Ball direkt vor den Schläger und fackelte nicht lange – 1:2 (30.). Zwei Minuten später folgte das 10. RSC-Teamfoul, doch Sergio Pereira konnte den daraus resultierenden Strafstoß nicht verwerten.

Umso umjubelter war zwei weitere Zeigerumdrehungen später der erneute Ausgleich der Hausherren, für den Routinier Mark Wochnik verantwortlich war. Alles wieder offen in der Alfred-Henckels-Halle? Nur für wenige Augenblicke, dann musste Jordi Molet für zwei Minuten auf die Strafbank und Andre Costa bugsierte im Nachsetzen den Ball zur dritten Führung der Iserlohner ins RSC-Tor (35.).

Und dieses Mal nutzen die Gäste auch die Chance, umgehend nachzulegen: Einem Fernschuss gab Carlos Nunez in einstudierter Manier eine leichte Richtungsänderung, sodass der Ball zum 4:2 einschlug (38.). In der Folge versuchten die Cronenberger zwar mit allen Mitteln, dem Spiel noch einmal eine andere Wendung zu geben, fanden aber immer wieder ihren Meister in ERG-Schlussmann Patrick Glowka.

RSC Cronenberg: E. Soriano, S. Wilk; M. Schmahl, J. Molet (1), M. Bernadowitz, M. Wochnik (1), J. Behrendt, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath.- ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez (2), A. Costa (2), S. Glowka, N. Kost, J. Fonseca, S. Pereira. - Schiedsrichter: T. Ullrich / T. Sörensen.

Torfolge: 0:1 (12.) A. Costa, 1:1 (23./Direkter) J. Molet, 1:2 (30.) C. Nunez, 2:2 (34.) M. Wochnik, 2:3 (35./Direkter) A. Costa, 2:4 (38.) C. Nunez. - Zeitstrafen: Cronenberg 2 min (J. Molet/35.) – Iserlohn 2 min (S. Pereira/23.). - Teamfouls: Cronenberg 15 – Iserlohn 5.

Die übrigen Spielergebnisse:
SC Bison Calenberg - Valkenswaardse RC 4:0 (1:0)
RSC Darmstadt - IGR Remscheid 3:2 (0:1)
RESG Walsum - TuS Düsseldorf-Nord 2:4 (2:0)
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