Ralf Henke: „Gewonnen und fertig!“

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DM-Play-offs Viertelfinale, 1. Spiel: TuS Düsseldorf-Nord - ERG Iserlohn 1:5 (1:2)

(tg) Zu passiv, zu wenig Bewegung, zu unkonzentriert - die Reihe der Kritikpunkte des Iser-lohner Trainergespannes war lang nach dem Play-off-Auftakt in Düsseldorf. „So einfach, wie sich das manche dachte, erreicht man auch gegen den Liga-Achten das Halbfinale nicht“, brachte es ERGI-Trainer Marc Berenbeck auf den Punkt. Etwas gelassener kommentierte dagegen Club-Vorsitzender Ralf Henke das Spiel: „Gewonnen und fertig!“


Fast 40 Minuten lang durfte sich der TuS Düsseldorf-Nord Hoffnungen machen, dem Hauptrunden-Sieger ERG Iserlohn ein Schnippchen zu schlagen. Mit mutigem Offensivhockey hielten die Rheinländer ihre westfälischen Gäste, die überhaupt nicht in Tritt fanden, an der kurzen Leine.

Der Knackpunkt in der Partie war die 37. Minute, als der Iserlohner Carlos Nunez die blaue Karte sah, doch Tobias Paczia den fälligen Direkten nicht verwerten konnte. Es wäre der Treffer zum 2:2-Ausgleich gewesen, den die TuSler zuvor schon mehrfach in Person von Nik Fichtner (22.) und Tobias Paczia (27.) fahrlässig verpasst hatten. Der Ärger über das verfehlte Tor zehrte an den Nerven der Gastgeber, was sich in den kommenden fünf Minuten entscheidend bemerkbar machte. Denn in der noch laufenden Überzahlphase kassierte Tarek Abdalla ebenfalls „Blau“, was Andre Costa vom Punkt mit dem 3:1 zusätzlich bestrafte (38.). Wenig später musste dann Lucas Broich für zwei Minuten auf die Strafbank, wieder ließ Andre Costa beim Direkten TuS-Keeper Jan Kutscha keine Chance – 4:1 (42.).

Damit war die lange Zeit spannende Partie entschieden, wobei die Hausherren nun Glück hatten, dass die Iserlohner ihre Strafstoß-Quote nicht aufrecht halten konnten. Denn sowohl das 15. Teamfoul der Gastgeber (43.) als auch der Direkter nach „Blau“ für Jan Kutscha blieben ohne weitere Folgen. Erst in der Schlussminute traf Andre Costa zum Hattrick, dieses Mal hatte Tobias Paczia den blauen Karton gesehen.

Damit endete die Begegnung, wie sie begonnen hatte. Denn schon das 1:0 der Iserlohner resultierte aus einen Strafstoß: Schon in der dritten Minute knallte Sergio Pereira die Kugel vom Penalty-Punkt in die Maschen. Der frühe Treffer wägte die Sauerländer im Angesicht der bislang erzielten Resultate gegen Düsseldorf in trügerischer Sicherheit, denn der TuS versteckte sich keineswegs. Mit erfrischendem Offensivhockey kaufte der Hauptrunden-Achte seinen Gästen den Schneid ab, vermochte die daraus resultierenden Chancen aber nicht zu verwerten.

Die Quittung war das 2:0 von Carlos Nunez, der einem der wenigen sehenswerten ERG-Angriffe mit einer Volleyabnahme die Krone aufsetzte (16.). Doch bereits im unmittelbaren Gegenzug schien dann auch der Knoten bei den Düsseldorfern zu platzen, als Nik Fichtner zum 1:2-Anschluss einschob. Doch so sehr sich die Rheinländer in der Folge auch anstrengten – wobei es ihnen von zu passiven Westfalen phasenweise auch sehr leicht gemacht wurde – das mögliche 2:2 wollte einfach nicht gelingen. Und so nahm die Partie schließlich ihren Verlauf…

TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha (ab 43. B. Hendricks); J. Pink, T. Abdalla, L. Scheulen, N. Fichtner (1), A. Beckmann, T. Paczia, L. Broich. - ERG Iserlohn: P. Glowka (45. M. Sittler); C. Nunez (1), A. Costa (3), K. Milewski, C. Hegner, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke. - Schiedsrichter: W. Nistroy / P. Thissen.

Torfolge: 0:1 (3./Penalty) S. Pereira, 0:2 (16.) C. Nunez, 1:2 (16.) N. Fichtner, 1:3 (38./Direkter in Unterzahl) A. Costa, 1:4 (42./Überzahl) A. Costa, 1:5 (50./Direkter) A. Costa. - Zeitstrafen: Düsseldorf 8 min (T. Abdalla/38. - L. Broich/41. - J. Kutscha/43. - T. Paczia/50.) – Iserlohn 2 min (C. Nunez/37.) - Teamfouls: Düsseldorf 16 – Iserlohn 7


Die weiteren Viertelfinals
RESG Walsum - SK Germania Herringen 0:1 (0:1)
SC Bison Calenberg - IGR Remscheid 4:7 (2:2)
RSC Darmstadt - RSC Cronenberg 2:5 (0:3)
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