Roosters: Jaspers von Fans begeistert

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Jason Jaspers (2.v.li.) bei der Saisonabschlussfeier. Besonders Louie Caporusso (re.) wird der Kapitän vermissen. Foto: Günther

Jason Jaspers war in der abgelaufenen Saison erstmals Kapitän der Iserlohn Roosters. Nach Platz drei in seinem ersten Jahr am Seilersee folgte der Absturz auf Rang dreizehn nach der Hauptrunde. Der STADTSPIEGEL sprach mit dem Deutsch-Kanadier über die Gründe der verkorksten Saison, wie er sich als Anführer des Teams gefühlt hat und welche Abgänge ihn persönlich am meisten schmerzen.

Von André Günther

Woran hat es aus Ihrer Sicht gelegen, dass die Iserlohner Saison so verkorkst war?

Jason Jaspers: „Da kamen einige Dinge zusammen, die dazu geführt haben. Wir hatten einen richtig schlechten Start, die Geschichte um Jordan Smotherman, die Personalie Ashton Rome – das alles hat ein wenig Unruhe ins Team gebracht. Dazu die vielen Verletzungen, da sind wir einfach nicht so richtig in Schwung gekommen.“

Es gab auch Gerüchte, dass es Unstimmigkeiten untereinander gab. Stimmt das?

Jaspers: „Wir hatten in dem Vorjahr eine tolle Chemie. Da hat alles gepasst. Dann wurde allerdings die halbe Mannschaft ausgetauscht und da ist es natürlich schwer, alles wieder so hinzubekommen. Die Mannschaft musste sich erst einmal neu zusammenfinden. Das hat zu lange gedauert. Ab Januar hat es dann gepasst, aber da war es leider schon zu spät.“

Haben Sie sich als Kapitän ein wenig alleingelassen gefühlt?
Jaspers: „Eigentlich nicht. Wir hatten ja einige erfahrene Spieler im Team, die auch Verantwortung übernommen haben. Es kamen halt viele Kleinigkeiten zusammen, die am Ende zu diesem Ergebnis geführt haben.“

Waren Sie überrascht, dass die Fans die Mannschaft dennoch so unterstützt haben?
Jaspers: „Auf jeden Fall. Das war unglaublich. Ich kann mich noch an einen Fanstammtisch erinnern, zu dem ich eingeladen war. Da hatte ich echt Bauchschmerzen vor, weil ich befürchtet hatte, dass die Fans sauer auf mich sein werden. Stattdessen gab es viele aufmunternde Worte. Das war beeindruckend, und so haben sich die Roosterfans auch bei den Heimspielen gezeigt. So etwas ist einzigartig in der Liga.“

Welche Mitspieler werden Sie im kommenden Jahr am meisten vermissen?
Jaspers: „Natürlich Louie Caporusso. Mit ihm habe ich lange Zeit zusammengespielt und das hat sehr gut gepasst. Wir sind gute Freunde geworden. Aber auch Greg Rallo war ein super Typ, der Verantwortung übernommen und immer hart gearbeitet hat. Schade, dass die beiden Iserlohn verlassen.“
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