Schwache zweite Halbzeit kostet Kangaroos den ersten Auswärtserfolg

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FC Schalke 04 - Iserlohn Kangaroos 70:66 (18:20/31:42/49:49). "Die Szene fünf Sekunden vor der Schlusssirene war symptomatisch für unsere ganze zweite Halbzeit" analysierte ein frustrierter Kangaroos-Coach Matthias Grothe. Nachdem Schalkes Courtney Allen Belger beim Stand von 68:66 gleich beide Freiwürfe verworfen hatte, bot sich Terrell Harris noch eine allerletzte Chance, doch noch die Verlängerung zu erzwingen. Aber statt eines erfolgreichen Korblegers unterlief dem ansonsten so zuverlässigen Shooting Guard ein folgenschwerer Schrittfehler. Das war's!

Demzufolge sah Matthias Grothe die Gründe für die zweite vermeidbare Niederlage auch weniger in der Stärke der Gastgeber, sondern vielmehr in dem auch für ihn im ersten Moment unerklärlichen Leistungsabfall der Kangaroos nach dem Pausentee. " Nicht Schalke hat die Partie gewonnen, sondern wir haben sie verloren."

Dabei hatte das Spiel durch Kones Korbleger nach Reuter-Assist durchaus positiv für die Iserlohner begonnen. Spätestens ab Mitte des ersten Viertels dominierten die Kangaroos dann zusehends das Geschehen unter den Körben und konnten ihre Führung bereits bis auf sechs Punkte durch einen Reuter-Dreier ausbauen (6., 12:18). Bis zum Ende des ersten Viertels kämpften sich die Knappen dann zwar nochmals bis auf zwei Punkte heran, an der Dominanz der Kangaroos änderte sich zunächst aber wenig. Folgerichtig bauten Yannick Opitz mit einem weiteren erfolgreichen Dreier, Sören Fritze und Moussa Kone die Führung bis zur 14. Minute wieder bis auf neun Punkte aus (18:27). Diesen Vorsprung verteidigten die Kangaroos bis zur Halbzeitsirene (31:42).

Und es sollte sogar noch besser kommen für die Gäste. Erneut Moussa Kone und Terrell Harris sorgten direkt nach Wiederanpfiff für einen 15-Punkte-Vorsprung. War das bereits die Vorentscheidung? Mitnichten, denn stattdessen folgte nach Meinung von Iserlohns Headcoach der Wendepunkt in der Partie. "Nach Terrells vergebenem Korbleger haben die Schalker ihre ganze Erfahrung ausgespielt." Statt eines möglichen 17-Punkte-Vorsprungs der Kangaroos verkürzte Schalkes Trent Weaver im Gegenzug prompt zum 33:46 (22.). Und als die Blau-Weißen dann auch noch in der Defense auf Zonenverteidigung umstellten, nahm das Unheil für die Kangaroos seinen Lauf. Iserlohns Distanzschützen warfen jetzt eine Fahrkarte nach der anderen - kein einziger von zehn Dreierversuchen fand noch den Weg in den Korb - und auch von der Freiwurflinie taten sich plötzlich ungeahnte Schwächen auf. "Eine Quote von 6 aus 13 ist katastrophal" fand Matthias Grothe anschließend klare Worte. Bis zum Ende des dritten Viertels hatte Schalke wieder für ein ausgeglichenes Spiel (49:49) gesorgt.

Und auch im Schlussabschnitt suchte das nun vor Selbstbewusstsein strotzende Wilder-Team seine Chance auf die Überraschung. Angeführt wurden die Gastgeber dabei vom bärenstarken US-Duo Patrick Carney und Trent Weaver, das zusammen 37 der 70 Schalker Punkte markierte. Auf der Gegenseite leisteten sich die inzwischen völlig verunsicherten Kangaroos alleine in der zweiten Hälfte 13 unnötige Ballverluste - zu viel, um noch einmal die Wende zu schaffen. "Wir haben uns in der zweiten Hälfte selbst aus der Konzentration gebracht. Aber so ist eben Basketball, wo sich das Entscheidende meist im Kopf abspielt," resümierte Matthias Grothe, der jetzt im nächsten Heimspiel gegen Stahnsdorf von seinen Spielern eine ähnliche Reaktion wie nach der ersten Saisonniederlage gegen Bochum erwartet.


Iserlohn Kangaroos: Moussa Kone (18), Ruben Dahmen (2), Kristof Schwarz (0), Joshua Dahmen (1), Terrell Harris (14), Thomas Reuter (14/3 Dreier), Gabriel De Oliveira (2), Deion Giddens (3), Yannick Opitz (3/1 Dreier), Sören Fritze (9).

Foto: DF

Pressemitteilung Iserlohn Kangaroos
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