Von der Young Roosters-Agenda 2016 kann auch die DEL-Mannschaft profitieren

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Praxisnahe Trainingslehre in der Kabine. (Foto: André Günther)
 
Im Young Roosters Büro schmieden Bernd Schnieder als 1. Vorsitzender (l.) und der sportliche Leiter der Young Roosters, Klaus Schröder, die Agenda 2016-Pläne. (Foto: André Günther)
Über die Agenda 2016 der Young Roosters hat André Günther folgende Geschichte geschrieben.

Auf der Jahreshauptversammlung im Mai 2012 hat die Eishockey-Nachwuchsabteilung der Young Roosters ihr neues Konzept für die Förderung von jungen Talenten vorgestellt.
Herausgekommen ist dabei die „Agenda 2016“.
Sie beinhaltet den Wiederaufstieg der Jugendmannschaft in die DNL, die Bindung gut ausgebildeter Nachwuchsspieler an die Roosters GmbH und die Integration von jungen Spielern in die DEL-Mannschaft. Im Sommer wurden bereits die ersten Schritte mit dem neuen Kooperationspartner eingeleitet. „Das private Aufbaugymnasium Iserlohn und wir, die Young Roosters, wollen diese Herausforderungen gemeinsam angehen. Leistungsorientierte Eishockeyspieler müssen die Möglichkeit haben, eine erfolgreiche Schullaufbahn mit dem Leistungssport zu verbinden“, sagt dazu Bernd Schnieder, erster Vorsitzender des IEC-Nachwuchses. Ein neues ganzheitliches Konzept sieht daher die Einführung von Eishockey-Klassen ab der Jahrgangsstufe 7 bzw. 8 in der dafür geeigneten Schulform, dem Aufbaugymnasium, vor. Der Startschuss ist bereits im August 2012 gefallen. Ab sofort können junge Eishockey-Talente in eigenen Klassenverbänden gemeinsam lernen und trainieren. Schule und Sport werden so koordiniert, dass neben sportlichen Höchstleistungen auch gleichzeitig der Weg zum Abitur geebnet wird. Konkret gestaltet ein Team von Pädagogen und Fachlehrern das Leben im Internat, wobei die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund stehen. Ein strukturierter Tagesablauf gewährleistet Zeit zum Lernen und zum Trainieren, flexible Stundenpläne und Vormittagstrainings inbegriffen. In der laufenden Saison trainieren die Spieler, die die verschiedenen Iserlohner Schulen besuchen, von 6.30 bis 7.30 Uhr. Im Anschluss trainiert dann die Eishockeyklasse für eine Stunde. Die qualifizierte sportliche Ausbildung übernehmen die lizenzierten Trainer des IEC in den Sport- und Trainingseinrichtungen rund um den Seilersee. Einen Teil der Kosten für die Vormittagseiszeiten werden durch den Spendenscheck in Höhe von 2.500 Euro der Märkischen Bank gedeckt. Das Geld stammt aus dem Verkauf der Trikots, die die Roosters im Vorbereitungsspiel gegen die niederländische Nationalmannschaft getragen haben. Das Internatskonzept wurde für Spieler aus Iserlohn und Umgebung (die dann ggf. zu Hause bei den Eltern wohnen), aber auch für Nachwuchstalente aus anderen Bundesländern konzipiert (Wohnen und Leben im Internat). Das alles kostet natürlich auch Geld. „Der Mitgliedsbeitrag für das 1. Kind liegt im Jahr bei 480 Euro, für das 2. Kind bei 240 Euro. Das hört sich auf den ersten Blick viel an, aber wenn man bedenkt, was der Verein an Kosten für die Ausbildung eines Spielers im Jahr übernimmt, ist das nur ein kleiner Teil“, sagt Schnieder. 2.500 Euro kostet die Young Roosters ein Spieler für eine Saison. Darin beinhaltet sind unter anderem Eiskosten, qualifizierte Trainer, Fahrtkosten, Verpflegung, Material etc. Um diese Kosten zu decken, suchen die Young Roosters zehn Botschafter der Agenda 2016. „Die Botschafter beteiligen sich mit jeweils 5000 Euro an dieser Aktion, und das Tolle ist, dass wir bereits die ersten gefunden haben, die wir mit unserem Konzept überzeugt haben und die dieses mit unterstützen wollen“, meint Bernd Schnieder.
Über die Region hinaus attraktiv ist die Mitgliedschaft bei den Iserlohnern trotzdem, weil die Young Roosters bis zur Altersklasse Schüler mit jeweils zwei Mannschaften in den höchsten Nachwuchsligen spielen. Aber der Verein hat höhere Ziele: „Wir wollen wieder ins Oberhaus des Nachwuchssports. Dabei hat die individuelle sportliche Förderung eine hohe Priorität“, sagt der sportliche Leiter Klaus Schröder dazu. Karsten Mende, Sportmanager der Iserlohn Roosters GmbH, erläutert, was dahinter steckt: „Die Agenda 2016 gibt ganz klar vor: Wiederaufstieg in die DNL und Bindung gut ausgebildeter Nachwuchsspieler an den Profibereich.“ Mit der Anbindung an den Profisport und die DEL-Mannschaft schließt sich der Kreis. Die Iserlohn Roosters unterstützen deshalb ausdrücklich die ganzheitliche Entwicklung von Nachwuchsspielern mit dem Ziel, diese in die 1. Mannschaft zu integrieren. Mit Essen können die Roosters auch einen Kooperationspartner aufbieten, der in der Oberliga spielt. Somit ist die weitere Zukunft der jungen Athleten am Seilersee planbar und gesichert. Bestes Beispiel dafür sind Dieter Orendorz und Marcel Kahle, die viele Jahre im Iserlohner Nachwuchs gespielt haben, und in diesem Jahr dem Profikader der Sauerländer angehören. In den kommenden Jahren sollen weitere folgen. Dafür werden für die Knaben, Schüler und Jugendteams Spieler für die kommende Saison gesucht.
Klaus Schröder will im Rahmen diverser Sichtungscamps am Seilersee die Talente herausfiltern, die den Nachwuchs bei den Iserlohnern in der kommenden Saison verstärken sollen. „Die Schüler- und Jugendmannschaft spielt bereits im oberen Tabellendrittel mit. Die Schüler nehmen am Wochenende am deutschen Finalturnier in Berlin teil. Nach etwas schlechteren Jahren haben wir nun ein Fundament, auf das sich aufbauen lässt“, meint Schröder. „Im nächsten Jahr wollen wir dann den ersten Angriff zum Aufstieg in die DNL starten.“
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