Dümpelacker: Miteinander - Füreinander

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Der aktuelle geschäftsführende Vorstand der Siedlergemeinschaft Dümpelacker e.V. (v.l.): Christina Koschinski, Gisbert Westerhoff und Beate Müller. (Foto: Siedlergemeinschaft)
 
Für die Gemeinschaftsarbeit hatten sie sich verpflichtet: „Miteinander - Füreinander“. (Foto: Siedlergemeinschaft)

Das 75-jährige Bestehen der Siedlergemeinschaftder Siedlergemeinschaft Dümpelacker wird in 2015 gefeiert. Die Dümpelacker-Geschichte hat Lea Okulla aus ihrer Sicht einmal aufgeschrieben.

"Als ich 1994 geboren wurde, gab es die Siedlergemeinschaft schon 54 Jahre. Meine gesamte Kindheit war geprägt von all den Erlebnissen auf unserer Straße.
Wir können sehr dankbar dafür sein, dass sich 29 Bürgerinnen und Bürger im Jahr 1940 zusammensetzten, um die „Siedlergemeinschaft Dümpelacker“ zu gründen. Durch den Krieg, währenddessen die Grundstücke als Schrebergärten genutzt wurden, halbierte sich die Zahl der bauwilligen Bürger bis zur Grundsteinlegung am 19. April 1947, doch die Verbliebenen hielten an ihrem Plan fest, ein Zuhause für sich und die folgenden Generationen zu schaffen.
Die Siedlergemeinschaft bekam stetig Zuwachs, da auch viele andere Bürger ihre Wohnungsnot beenden wollten. Jeder, der damals in den Siedlerbund eintreten wollte, musste darlegen, dass er über die nötige Verantwortung und Kenntnis verfügte, um ein eigenes Grundstück zu bebauen und zu bewohnen.
Schon nach sechs Jahren schmückten 58 Häuser die Siedlung. Auch ein kleines Lebensmittelgeschäft gehörte dazu. Nun begann das Leben auf dem Dümpelacker und sollte geprägt sein vom Motto „Miteinander - Füreinander“. Die Gemeinschaft wurde gefestigt durch regelmäßige Versammlungen, gemeinsames Obstbaumspritzen, Torf-Lieferungen, Karnevals- und Adventsfeiern, gemeinsame Busreisen bis nach Österreich, dem Singekreis der Frauen und zur Freude der Kinder durch Kinderfeste und den Martinszug.
Seit 1954 ist die Siedlergemeinschaft Dümpelacker eifriger Teilnehmer am Wettbewerb „Die besten Kleinsiedlungen“ und wurde schon häufig für das äußere Erscheinungsbild ausgezeichnet. Im Jahr 1956 wurden die ersten Siedlungshäuser den Siedlern überschrieben, wodurch sich der Traum vom Eigenheim erfüllte.
Zurzeit haben wir 142 aktive und 23 passive Mitglieder. Das 75-jährige Bestehen des Dümpelackers in diesem Jahr wird ebenso gebührend gefeiert wie die vergangenen Jubiläen.
Erst kürzlich zeigte sich wieder einmal der Gemeinschaftsgedanke, als sich die „Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm“ und die Siedler gemeinsam erfolgreich gegen die Ausdehnung des Steinbruchs zur Wehr setzten.
Auch wenn sich das äußere Erscheinungsbild und manche Gegebenheiten unserer Siedlung im Laufe der Zeit geändert haben, das Motto von damals „Miteinander - Füreinander“ ist auch heute noch spürbar. Nachbarschaftshilfe bei Renovierungen, Gartenarbeiten, aber auch das Zusammensein bei Grillabenden oder Glühweintrinken im Winter gehören zum Leben in der Siedlung dazu.
Bis jetzt habe ich mein ganzes Leben hier verbracht, doch ich werde nicht für immer hier wohnen können und wahrscheinlich geht es für mich schon in den nächsten Jahren in eine größere Stadt, um dort ein eigenes Leben aufzubauen. Aber ich werde diese kleine Siedlung mit all ihrer Wärme niemals vergessen und gerne hier zu Besuch sein, denn ich glaube, das „Miteinander - Füreinander“ wird sich niemals ändern."
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