WFG zeigt verstärkt Präsenz in Isselburg

Von links: Isselburgs Bürgermeister Rudolf Geukes, Martin Block, Dr. Heiner Kleinschneider. (Foto: Wirtschaftsförderung Kreis Borken)
Seit über 10 Jahren fertigt und vermarktet das Unternehmen Scimed GmbH vom Standort Isselburg aus weltweit Spezialprodukte für den wis-senschaftlichen und den medizinischen Bereich, unter anderem spezielle Chirurgiesche Skalpelle, die z.B. bei anspruchsvollen Augenoperationen zum Einsatz kommen oder Ultramikrotommesser, die im Elektronenmik-roskop ultra-dünne Schnitte ermöglichen. Durch die Teilnahme von Scimed an dem Förderprogramm „Mechatronik für KMU“ wird nun die Wett-bewerbsfähigkeit gestärkt. Das neue Nachfolge-Produkt des bisherigen Hochdruck-Stempels kann weiter entwickelt werden und neue Maßstäbe in der Hochdruckforschung setzen. Die Weichen dafür, dass auch Scimed als eines von 32 Unternehmen aus dem Kreis an der INTERREG-Maßnahme „Mechatronik für KMU“ teilnimmt, stellte die Innovationsberatung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbh (WFG). Ein entsprechender Antrag zur Förderung einer Intensivberatung durch die Universität Bayreuth wurde bereits bewilligt und die Beratung durchgeführt. Auch die sich anschließende Machbarkeitsstudie, für die WFG-Innovationsberater Hermann-Josef Raatgering gerade gemeinsam mit Scimed-Geschäftsführer Detlef Hüffer einen entsprechenden Förder-antrag auf den Weg bringt sowie der Bau eines Prototypen als dritte, förderfähige Innovationsstufe sind bereits geplant.
„Ich sehe gute Chancen, dass eine technologische Weiterentwicklung des bisherigen Produktes durch den Know-How-Transfer und vor allem durch die geplante Zusammenarbeit mit einem kompetenten niederländischen Partner in absehbarer Zeit gelingt“, erklärt WFG-Innovationsberater Hermann-Josef Raatgering.
„Mit der Entwicklung eines neuen speziellen Hochdruck Stempels für den Einsatz in der Hochdruckforschung freuen wir uns, einen kleinen Beitrag für die Optimierung der komplizierten Experimente leisten zu dürfen. Doch ohne die Unterstützung der WFG wäre dieser Weg sehr weit gewesen“, so die Einschätzung von Dipl. Physiker Detlef Hüffer.
Der Isselburger Martin Block hat als Versorgungstechniker (Technische Gebäudeausstattung und technischer Betriebswirt) viele Jahre in der Gebäudeplanung gearbeitet, vor zwei Jahren die Ausbildung zum Energieberater absolviert und sich jetzt mit seiner Energieberatungsfirma EBB-Block auf dem Gebiet der Energie- und Fördermittelberatung (BAFA und KfW) in den Bereichen Gewerbe und Privatwirtschaft selbständig gemacht. Begleitung auf dem Weg in die Selbständigkeit erfährt er bei der WFG. „Der Glauben an die eigene Fachkompetenz ist das Eine. Eine Gründung bringt viele Fragen und Herausforderungen mit sich. Auf den Info-Veranstaltungen und in Beratungsgesprächen der WFG habe ich wertvolle Hilfestellung erfahren, die mich zuversichtlich die nächsten Schritte angehen lässt“, so Martin Block. Einer davon ist die Teilnahme an einem Gründungszirkel, eine mehrwöchige Kleingruppenberatung, die in Kombination wöchentliche Gruppentreffen bis zu jeweils vier Stunden und vier intensive Einzelberatungen umfasst.
„Der Schritt in eine selbständige Tätigkeit wird häufig unterschätzt. Wir empfehlen Gründungswilligen daher häufig, sich in Gründungszirkeln vorzubereiten“, weiß WFG-Gründungsberaterin Ulrike Wegener.
Im Gründungszirkel erhält Martin Block z.B. die Möglichkeit unter Anleitung eines erfahrenen Gründungsberaters und im Austausch mit Gleichgesinnten individuelle unternehmerische Chancen und Risiken zu beleuchten, um das eigene Firmenprofil zu schärfen. Zentraler Bestandteil der Arbeit im Gründungzirkel ist daneben die Erstellung eines Unternehmenskonzeptes, das als wertvoller persönlicher ‚Fahrplan‘ dient, gleichzeitig jedoch Grundlage für Bankgespräche und Förderanträge, z.B. bei der Agentur für Arbeit und dem Job Center, ist. Wie kalkuliere ich die Preise für meine Produkte und Dienstleistungen? Wie verfasse ich ein Angebot? Wie schaffe ich den Markteintritt und gewinne Kunden? Was bleibt nach Steuern und Versicherungen übrig? Fragen wie diese werden in intensiver Gruppenarbeit ebenso beantwortet wie grundsätzliche rechtliche Rahmenbedingungen der Unternehmensgründung, Unternehmensformen im Vergleich und die Namensfindung.
„Die Betreuung von Herrn Hüffer und Martin Block gibt einen ganz typischen Einblick in das Leistungsangebot der WFG in den Bereichen Gründungs- und Innovationsberatung. Dabei steht die enge persönliche Beratung immer im Vordergrund“, erklärt WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider. Gemeinsam mit Bürgermeister Rudolf Geukes besuchte er jetzt beide Firmen.
Allein im vergangenen Jahr betreute die WFG zahlreiche Existenzgründer aus Isselburg, weitere Unternehmen nutzten das Angebot der WFG-Betriebs- und WFG-Innovationsberatung. Hinzu kommen die WFG-Angebote bei Veranstaltungen und in den Bereichen Infrastruktur und Vernetzung, die ebenfalls von Isselburger Unternehmen in Anspruch genommen werden.
„Die WFG ist Berater, Dienstleister, Informationsvermittler und kann für Unternehmen gerade im Bereich der Innovationsentwicklung wichtige Kontakte knüpfen. Für die Sicherung und den Ausbau des Standortfaktors Wirtschaft ist die Zusammenarbeit mit der erfahrenen WFG ebenso begrüßenswert wie notwendig“, betont Bürgermeister Geukes.
„Zu vielen Unternehmen bestehen langjährige Kontakte. Auch künftig will die WFG eine starke Präsenz vor Ort zeigen. Wir laden Unternehmen ein das Beratungsangebot der WFG, angefangen von der Gründungs-, Betriebs- bis zur Innovationsberatung zu nutzen“, so WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider.
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