Trost eines Meisters ....

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Ein Mann aus dem Westen, der dort lange gelebt, gewirkt und gearbeitet hatte, wollte den Rest seines Lebens im Osten verbringen ....

So verschlug es ihn nach langen Wanderungen durch Gebirge, Wälder und Steinwüsten in ein buddhistisches ZEN-Kloster. Hier hoffte er, für den Rest seines Lebens Ruhe, Einkehr und Besinnung zu finden.

Der Abt und ZEN-Meister eines Klosters nahm den Fremden aus einem anderen Kulturkreis mit Freuden auf, gab ihm Speisen und eine bescheidene, aber saubere Unterkunft. Die Tage verbrachte der Fremde mit Arbeiten in den klösterlichen Gärten.

Nach einigen Monaten des Verweilens sprach der Fremde den Meister an: Meister, darf ich dich etwas fragen?

Der ZEN-Meister erwiderte: Komm, laßt uns Tee trinken und eine Unterhaltung führen, sprich dich aus, erzähle mir von deinem Kummer!

Der Fremde sprach: Ich war im Westen immer auf der Suche nach Gerechtigkeit, mischte mich ein, wenn ich sah, dass Menschen, dass Mitarbeiter und Menschen auf der Straße ungerecht behandelt und menschenunwürdig entlohnt wurden. Deshalb war mir ein Aufstieg im Arbeitsleben und in der Gesellschaft verwehrt. Habe ich mich richtig oder falsch verhalten?

Der Meister lächelte und antwortete:

Du kommst aus dem Westen, deshalb will ich dir etwas aus der Bergpredigt des Herrn Jesu als Antwort geben. Es steht geschrieben: Selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden. Und - selig seid ihr, die ihr um meinetwillen beschimpft, verfolgt und verleumdet werdet.

Darin liegt die Antwort. Unser Leben ist kurz, geh deinen Weg weiter, besser als der Herr Jesu kann auch ich es nicht in Worte fassen ....!

.... und dieser Herr Jesu .... ist nicht weit entfernt der Buddhaschaft!
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 25.09.2016 | 01:01  
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