Vier Fragen an .... heute: Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)

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Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD) (Foto: Genehmigung liegt vor)
Viele friedliebende Muslime leben in Deutschland. Nur über Toleranz und den Respekt vor anderen Religionen und Weltanschauungen ist ein friedliches Miteinander aller Menschen in Europa gewährleistet. Dies sieht auch der Zentralrat der Muslime so. Hier meine vier Fragen und die Antworten des Zentralrates:

1. Der Zentralrat der Muslime gilt als gesetzestreu und integriert sich voll und ganz in Deutschland. Wo liegen die wichtigsten Aufgaben des Zentralrates in nächster Zeit?

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland, engagiert sich schon seit vielen Jahren für einen interreligiösen Austausch und gesellschaftlichen Frieden. Diese Ziele sind in der heutigen Zeit und der politischen Lage aktueller denn je. Somit gehört es zu den alten und neuen Aufgaben des ZMD die Partizipation von Muslimen zu fördern und den interreligiösen Austausch und gesellschaftlichen Frieden voranzutreiben.


2. Der Islam ist eine friedliche Religion, gibt es eine strenge Abgrenzung zu radikalen Gruppen?

Die Abgrenzung zu radikalen Gedanken, zeigt sich ganz klar in der friedlichen und spirituellen Auslebung der großen Mehrheit der Muslime weltweit. Darüber hinaus zeigt das zivilgesellschaftliche Engagement vieler Moscheegemeinden bzw. Muslime in Deutschland, wie unter anderem in der Flüchtlingsarbeit, welche Bereicherung und Kraft in einem gesundgelebtem Glauben steckt.

3. Der Zentralrat der Muslime kooperiert erfolgreich mit vielen staatlichen und öffentlichen Institutionen. Wo liegen hier noch Kapazitäten und Probleme, die es aufzuarbeiten gilt?

Das Potenzial, dass in den muslimischen Verbänden steckt ist enorm und könnte als Lösung für viele Probleme fungieren. Hierbei wäre aber die längst überfällige Anerkennung des Islams als Körperschaft des öffentlichen Rechts notwendig. Dieser Schritt ist gerade im Wohlfahrtssektor ein wichtiger Meilenstein, so dass auch muslimische Akteure ihrer Rolle und Verantwortung gerecht werden können.


4. Der Islam gehört - wie auch andere (Welt-)Religionen - zu Europa und zu Deutschland. Gibt es positive Zusammenarbeit mit anderen Religionsgemeinschaften, mit Christen, mit Buddhisten und anderen?

Natürlich! Wie schon gesagt, engagiert sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland seit vielen Jahren für einen interreligiösen Austausch und arbeitet aktiv mit sämtlichen Religionsgemeinschaften zusammen.


Ich danke dem Zentralrat der Muslime für die Teilnahme an dieser Serie und für die offenen Antworten und wünsche ihm viel Erfolg auf seinem friedlichen Weg.
Die Antworten erhielt ich von B. Gürel, Sekretariat ZMD
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 21.05.2016 | 18:07  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 21.05.2016 | 18:10  
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Theo Grunden aus Hamminkeln | 22.05.2016 | 11:30  
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Bernhard Ternes aus Marl | 22.05.2016 | 17:12  
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Martina Janßen aus Hattingen | 01.06.2016 | 23:35  
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Imke Schüring aus Wesel | 13.06.2016 | 21:20  
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Bernhard Ternes aus Marl | 19.06.2016 | 11:36  
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