Ein schwieriges Haushaltsjahr geht zu Ende

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Bürgermesiter Gerhard Fonck (Foto: Stadt Kalkar)
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in einer Rückschau zum Jahreswechsel sind all die Entscheidungen und Ereignisse besonders präsent, die im Aufgabenspektrum wichtig waren und für die Entwicklung der Stadt von Bedeutung bleiben, damit die städtische Gemeinschaft auch in Zukunft im sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich positiv gestaltet werden kann.

Bei den realisierten Vorhaben und abgestimmten Arbeitsabläufen im Jahr 2012 galt es stets, die weiterhin angespannte wirtschaftliche und finanzielle Situation der Stadt Kalkar im prüfenden Blick zu behalten und die behutsamen Schritte einer Konsolidierung des Haushalts fortzusetzen. Dank einer freiwilligen Haushaltssicherung und einer konsequent sparsamen Bewirtschaftung – bei einer fortlaufend praktizierten Entschuldung – geht erneut ein schwieriges Haushaltsjahr zu Ende. Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen konnten und können auch weiterhin nur in einem begrenzten, klar umrissenen Kostenrahmen umgesetzt werden und sind am Bedarf auszurichten.

Eine große Investition in diesem Jahr waren die umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten an der Turnhalle im Stadtteil Appeldorn mit einem Gesamtvolumen von rd. 460.000 €. Die Voraussetzungen für den Schul- und Vereinssport sind hierdurch deutlich verbessert worden.
Desweiteren wurde das Dach der Josef-Lörks-Grundschule in Kalkar saniert, wie auch die verschiedenen Dächer des Gebäudekomplexes des Städtischen Museums und des Stadtarchivs.

Zielsetzung bei der künftigen Gebäudebewirtschaftung bleibt es, bedarfsgerechte Nutzungskonzepte zu entwickeln und dementsprechend einen notwendigen Raumbedarf vorzuhalten. Vorbereitend hierfür wurden in diesem Jahr alle Liegenschaften der Stadt begutachtet.

Hinsichtlich der Ausgestaltung und Umsetzung dieses Gebäudemanagements werden die jeweiligen Nutzergruppen selbstverständlich eingebunden. An dieser Stelle möchte ich jedoch bereits darum bitten, gemeinsam die Dinge so in den Blick zu nehmen, dass uns ein Konzept gelingt, was einerseits finanziell tragbar ist und andererseits dem wirklich notwendigen Bedarf gerecht wird.
Neben der allgemein notwendigen Unterhaltung wurden umfangreichere Straßensanierungen im Jahr 2012 in den Stadtteilen Altkalkar, Emmericher Eyland, Hanselaer und Wissel durchgeführt.

Unter großer Beteiligung der Griether Bürgerschaft ist mit dem Förderprojekt „Integriertes Dorfentwicklungskonzept Grieth“ ein Grundstein gelegt worden, die Belebung dieses Stadtteils anzustreben. Hier gilt es nun in weiteren Gesprächen und Workshops geeignete Koordinierungsprozesse und Kooperationen einzuleiten, um möglichst verlässliche Netzwerke zu schaffen.
Bedauerlicherweise vollzog sich in diesem Jahr aber auch die endgültige Schließung der Molkerei Friesland Foods Deutschland GmbH; ein schmerzlicher Einschnitt für die landwirtschaftlich und agrartechnisch geprägte Wirtschaftsgeschichte unserer Stadt.

Erfreulich wiederum ist andererseits, dass im November die Firma Schwevers & Raab Stahl-Hochbau GmbH mit 40 qualifizierten Arbeitsplätzen ihr neues Betriebsgebäude auf einem 21.000 qm großen Grundstück nach nur 18 Monaten Planungs- und Bauzeit im Gewerbepark Kehrum bezogen hat.

Neben der in Arbeit befindlichen Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes, der der Bürgerschaft im Sommer im Entwurf vorgestellt wurde, erfolgt derzeit auch die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes – dem sog. Gewerbegebiet Kalkar-Ost – welches sich an das Gewerbegebiet Oyweg anschließt und entlang der Xantener Straße stadtkernnah gelegen ist.

Zur Errichtung des Fachmarktzentrums an der Bahnhofstraße sind die Planungsvoraussetzungen vollends abgeschlossen und die notwendige Abbiegespur und Einfahrmöglichkeit im Rahmen der Sanierungsarbeiten des 1. Bauabschnitts an der Bahnhofstraße erstellt. Folglich richtet sich das Augenmerk nun auf den Investor hinsichtlich des Beginns mit den Bauarbeiten.

Der Werbering Kalkar aKtiv e.V. präsentierte auf dem Marktplatz in Kooperation mit den Kalkarer Gastronomen am 31. August unter dem Motto „Kalkar genießen“ die kulinarische Vielfalt in unserer Stadt. Aufgrund des außerordentlich großen Zuspruchs dieser Premierenveranstaltung befindet sich bereits eine Fortsetzung dieses Events für August 2013 in Vorbereitung.

Schön ist es auch zu vermelden, das die neugestaltete Nordseite des Marktes mit der Eröffnung des Restaurants „Rocco´s“ gastronomisch komplettiert werden konnte und das insgesamt allseits gelobte gastronomische Angebot in unserer gesamten Stadt erweitert.

Seit dem Frühjahr befindet sich die Touristik-Information Kalkar im neugestalteten Foyer des Städt. Museums. Neben der Information und Beratung der zahlreichen Gäste und Kulturtouristen an dieser Stelle werden die Besucher nun noch besser an die Sammlungen und Ausstellungen im Museum herangeführt.

Desweiteren wurde eine E-Bike-Ladestation und eine Zapfsäule für Elektro-Kraftfahrzeuge, in unmittelbarer Nähe zum Rathaus und zur Touristik-Information, an der Grabenstraße installiert und in Betrieb genommen.

Offiziell geschlossen wurde am 24. März 2012 im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus mit der Unterzeichnung einer Urkunde die Städtepartnerschaft zwischen der polnischen Stadt Wolin und Kalkar. Dadurch hat sich ein neuer Begegnungs- und Erfahrungsraum im vereinten Europa für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, für die Kinder und Jugendlichen unserer Schulen sowie für die Vereinigungen und Gruppierungen eröffnet, den es gilt zu nutzen und mit Leben und Aktivitäten zu füllen.
Gemeinsam mit dem Verein der Freunde Kalkars e.V. wurde an diesem Tag – zugleich auch als ein verbindendes Symbol – an der Altkalkarer Straße, als Ersatz für die einstige „Friedenseiche“, eine neue Eiche gepflanzt.

Zur Zeit erfolgen noch Arbeiten an der Teichanlage im Stadtpark. Altersbedingt musste hier der Böschungs- und Wegebereich neu befestigt und die Einfassung erneuert werden. In der Folge wird sich die Aufenthaltsqualität erheblich verbessern und die Gesamtanlage sich wieder schöner darstellen.

Abschließend gilt in diesem Jahr selbstverständlich der Dank allen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit viel Engagement in den Vereinigungen, Verbänden, Institutionen und Gruppierungen – von der Kinderbetreuung bis hin zu den Seniorenveranstaltungen – uneigennützig eingebracht haben. Ihrem Engagement hat eine lebendige städtische Gemeinschaft viel zu verdanken. Sie prägen das Image einer Stadt nach innen wie auch nach außen und schaffen Aufmerksamkeit, festigen den Zusammenhalt und ermöglichen Vertrauen und Verständnis für die Belange anderer. Überdies ist es Beleg für die Aktivität, für die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit Kalkars und der hier lebenden Menschen.

Beispielhaft möchte ich in diesem Jahr die St. Johannes-Schützenbruderschaft aus Wissel nennen. Eingebunden und mit Unterstützung der Wisseler Vereinsgemeinschaft haben die Schützen im Rahmen der Kirmes die Großveranstaltung DIÖZESANJUNGSCHÜTZENTAG 2012 unter dem Leitgedanken „Gemeinschaft-Zusammenhalt-Begeisterung“ ausgerichtet. Die hervorragende Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung hat viele hundert Kinder, Jugendliche und weitere Besucher begeistert, die dabei nicht nur Wissel sondern unsere ganze Stadt Kalkar anlässlich dieses Festes kennengelernt haben.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ihnen und Ihren Familien und Freunden, insbesondere den kranken Menschen, wünsche ich – auch im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Kalkar – ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein erfolgreiches, glückliches und gesundes neues Jahr 2013.

Gerhard Fonck
Bürgermeister der Stadt Kalkar
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1 Kommentar
18.024
Willi Heuvens aus Kalkar | 25.12.2012 | 10:30  
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